Tanja Mester tritt ihr Amt am 18. Januar 2027 an. Mit Mester rückt erstmals eine Frau in den Frankenthaler Stadtvorstand.
„Ich freue mich sehr über das Vertrauen des Stadtrates und gehe mit großem Respekt an diese Aufgabe“, sagt Tanja Mester nach ihrer Wahl. „Als Bürgermeisterin möchte ich Verantwortung für Frankenthal und für die Menschen übernehmen, die hier leben. Unsere Stadt steht vor großen Zukunftsaufgaben. Dabei muss für mich immer die Frage im Mittelpunkt stehen: Was bedeutet eine Entscheidung ganz konkret für die Menschen vor Ort?“
Dabei will Mester einen besonderen Schwerpunkt auf die Umsetzung legen: „Die Menschen erwarten zu Recht, dass eine Stadt nicht nur gute Ideen entwickelt, sondern dass am Ende auch etwas bei ihnen ankommt. Daran will ich mich als Bürgermeisterin messen lassen.“
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer gratuliert Mester zur Wahl: „Mit Tanja Mester gewinnen wir eine erfahrene Kommunalpolitikerin für den Stadtvorstand, die Frankenthal und die Herausforderungen unserer Stadt aus vielen Jahren politischer und ehrenamtlicher Arbeit sehr gut kennt. Sie ist beharrlich, verlässlich und übernimmt Verantwortung. Ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit.“
Langjährige kommunalpolitische und berufliche Erfahrung
Tanja Mester gehört seit 2017 dem Frankenthaler Stadtrat an und war bereits zuvor über viele Jahre im Jugendhilfeausschuss tätig. Als Fraktionsvorsitzende und Mitglied verschiedener Ausschüsse, Aufsichtsräte und kommunaler Gremien hat sie sich mit einem breiten Spektrum städtischer Themen befasst.
Beruflich ist die 1982 geborene Mester seit fast 20 Jahren bei Bäcker Görtz in Ludwigshafen tätig. Dort hat sie unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungsbereiche übernommen, zuletzt als Teamleitung im Vertriebsinnendienst. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Söhnen im Frankenthaler Osten und engagiert sich seit vielen Jahren ehrenamtlich.
Stadtvorstand wird nach Zukunftsaufgaben neu geordnet
Neben Mester hat der Stadtrat Bernd Knöppel mit 24 Stimmen zum Beigeordneten gewählt und Bernd Leidig mit 34 Stimmen für eine weitere Amtszeit als Beigeordneter bestätigt. Mit den Personalentscheidungen wird zugleich die Verwaltungsorganisation neu geordnet. Künftig erhalten die vier Dezernate jeweils ein klareres fachliches Profil.
„Wir richten unsere Verwaltungsorganisation stärker an den Aufgaben der kommenden Jahre aus“, erklärt Oberbürgermeister Meyer. „Haushaltskonsolidierung, die Steuerung unseres Stadtkonzerns und die wirtschaftliche Entwicklung, Bildung und soziale Daseinsvorsorge, Sicherheit und Bevölkerungsschutz und vor allem unser Sanierungs- und Modernisierungsjahrzehnt brauchen klare Verantwortung und unmittelbare Steuerung. Deshalb bündeln wir fachlich zusammengehörende Aufgaben stärker und verkürzen Steuerungs- und Abstimmungswege.“
Im Dezernat des Oberbürgermeisters werden die zentralen gesamtstädtischen Steuerungsaufgaben gebündelt: Finanzen, Personal, Organisation und Verwaltungsmodernisierung, Beteiligungsmanagement sowie strategische Stadt-, Wirtschafts- und Standortentwicklung. Damit bleibt auch die Steuerung des Stadtkonzerns unmittelbar beim Oberbürgermeister. Stadtmarketing, Tourismus, Wirtschaftsförderung sowie Messen und Märkte werden stärker zusammengeführt, um die vorhandenen Ressourcen für Wirtschaftsstandort, Innenstadt und Stadtmarketing zu bündeln. Das Marktwesen wird bereits zum 9. September in die Stabsstelle Strategie, Stadtenwicklung und Wirtschaftsförderung integriert. Im Januar wird die Stabsstelle dann in den neuen Bereich „Stadtentwicklung, Klima, Mobilität und Wirtschaft“ umgewandelt.
Bürgermeisterin Tanja Mester übernimmt zentrale Aufgaben der gesellschaftlichen Daseinsvorsorge: Bildung, Kultur und Sport sowie Jugend, Soziales und Gesundheit. Perspektivisch übernimmt ihr Dezernat auch die Verantwortung für die strategische Weiterentwicklung der Stadtklinik und ihrer Gesellschaften.
Eine wesentliche Neuerung bildet das technische Dezernat unter Bernd Leidig. Gebäude und Grundstücke sowie Tiefbau, Bauordnung und Stadtbildpflege werden gemeinsam mit dem Eigen- und Wirtschaftsbetrieb in einem technischen Geschäftsbereich gebündelt. Damit erhält das bevorstehende Sanierungs- und Modernisierungsjahrzehnt mit seinen großen Aufgaben bei öffentlichen Gebäuden, Schulen, Kitas, Straßen und Infrastruktur eine klare organisatorische Verantwortung. Mit Leidig übernimmt zugleich ein Ingenieur die politische Steuerung dieses technischen Geschäftsbereichs. Leidig übernimmt damit in seinem Dezernat übergreifende Verantwortung für wesentliche Bau-, Infrastruktur- und Unterhaltungsaufgaben.
Bernd Knöppel verantwortet weiterhin die Bereiche Bürgerdienste, Ordnung und Umwelt, Migration und Integration sowie Brand- und Katastrophenschutz. Damit werden wichtige staatliche und kommunale Kernaufgaben mit den wachsenden Anforderungen an Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz in einem Dezernat gebündelt.
Fachbereiche und Führung sollen näher zusammenrücken
Die Neuordnung soll sich perspektivisch auch räumlich widerspiegeln. Insbesondere technische und planungsbezogene Einheiten sollen stärker an einem Standort konzentriert werden. Die räumliche Nähe von Gebäude- und Grundstücksmanagement, Bauordnung, Tiefbau und den Schnittstellen zur strategischen Planung soll die Zusammenarbeit erleichtern und Abstimmungswege verkürzen. Auch die Mitglieder des Stadtvorstands sollen möglichst an den räumlichen Schwerpunkten ihrer jeweiligen Geschäftsbereiche präsent sein.
„Gute Steuerung entsteht nicht allein durch ein Organigramm. Sie braucht klare Verantwortlichkeiten, kurze Wege und eine Führung, die nah an den Aufgaben und Projekten ist“, so Meyer. „Gleichzeitig werden wir große Zukunftsprojekte über Dezernatsgrenzen hinweg gemeinsam steuern. Für die Bürgerinnen und Bürger zählt am Ende, dass Verantwortung klar ist und wichtige Projekte verlässlich umgesetzt werden.“
Dazu wird auch die gesamtstädtische Projekt- und Portfoliosteuerung weiterentwickelt. Strategisch wichtige Investitions- und Transformationsvorhaben sollen klar priorisiert und hinsichtlich Ressourcen, Zeitplanung und Umsetzungsstand systematisch gesteuert werden.
Neuordnung erfolgt in drei Schritten
Die neue Geschäftsverteilung wird schrittweise umgesetzt. Bereits zum 9. September greifen erste organisatorische Veränderungen. Dazu gehört unter anderem die Zuordnung des Marktwesens zum neu aufgestellten Bereich Stadtentwicklung, Klima, Mobilität und Wirtschaft.
Mit dem Amtswechsel im Januar 2027 nimmt der vierköpfige Stadtvorstand mit Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer, Bürgermeisterin Tanja Mester sowie den Beigeordneten Bernd Leidig und Bernd Knöppel seine Arbeit in der neuen Aufstellung auf.
Zum 1. Juni 2027 geht schließlich die Zuständigkeit für die Stadtklinik Frankenthal, das Medizinische Versorgungszentrum und die Stadtklinik Service GmbH auf das Dezernat der Bürgermeisterin über.
Die neue Verteilung ist auch auf www.frankenthal.de/bereiche zu finden.



