Straßenverkehr bei Nacht

Pilgerpfad

Quartiersentwicklung Pilgerpfad

Die Stadt Frankenthal plant, das Gebiet „Pilgerpfad“ fit für die Zukunft zu machen. Gebäude, Wegeverbindungen und Plätze sind in die Jahre gekommen – Anlass für Politik und Verwaltung, hier aktiv zu werden. 

Das Quartier, das entwickelt werden soll, liegt zwischen der Mahlastraße im Westen, der B9 im Osten, der Frankenstraße im Norden und der Isenach im Süden. 

Endgültiger Auslöser für den Prozess waren die Pläne des Investors ProConcept, dem Eigentümer des Geländes, auf dem sich der Edeka-Markt befindet. Der Investor beabsichtigte dort eine Entwicklung, die unter anderem zwei neue Hochhäuser vorsah. Die Aufstellung des hierfür nötigen Bebauungsplans löste teilweise Protest in der Bewohnerschaft aus. ProConcept zog daraufhin seine Pläne vorerst zurück. 

Mit Unterstützung des Stadtberatungsbüros Dr. Sven Fries hat die Stadt nun zunächst das Gesamtquartier in den Fokus genommen. Mit Hilfe eines breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses, bei dem die Bedarfe vor Ort ermittelt wurden, soll weiterhin nicht nur die Grundlage für die Entwicklung auf dem Gelände der ProConcept geschaffen werden, sondern Ziel ist es, Fördermittel von Bund und Land für die Entwicklung des gesamten Quartiers zu bekommen.

Aktueller Stand Pilgerpfad

Bauprojekt am Jakobsplatz

Nach dem umfassenden Bürgerbeteiligungsprozess im letzten Jahr wurde dieser ausgewertet. Mit Hilfe der Ergebnisse hat die Verwaltung gemeinsam mit dem Investor ProConcept mit den Planungen zur Bebauung des Jakobsplatzes auf dem Edeka-Gelände begonnen. Die ersten Planungen des Investors liegen bereits in Form von drei Varianten vor. 

Eine der drei möglichen Varianten.


Hier können Sie sich die drei aktuellen Varianten des Bauprojekts auf dem Edeka-Gelände ansehen. 

Damit wir auch weiterhin erfahren, was die Bürger*innen vor Ort brauchen, möchten wir auch zukünftig mit Ihnen in den Dialog treten. Ziel ist es, Stärken, Schwächen und Bedarfe im Quartier und insbesondere am Jakobsplatz zu ermitteln. Wenn Sie hier leben oder arbeiten, sind Sie Profi, was Ihr Quartier angeht. Deshalb binden wir Sie auch weiterhin aktiv in die Planungen ein.


Stadtteilzeitung

Es wurde eine Stadtteilzeitung erstellt, damit die Bürger*innen sich ausführlich über die verschiedenen Schritte des Prozesses informieren können. Diese wird innerhalb des
Gebietes Pilgerpfad verteilt und ist zeitgleich online abrufbar.

Hier können Sie sich die Stadtteilzeitung online ansehen.

 

Sozialverträglichkeitsanalyse

Dem Wunsch der Politik und der Bürgerinitiative folgend, hat die Verwaltung vor dem Beginn des eigentlichen Planungsprozesses eine Sozialverträglichkeitsanalyse zur Bebauung am Jakobsplatz erarbeiten lassen. 

Hierfür konnten wir mit Herrn Prof. Dr. Martin Albert von der SRH Hochschule Heidelberg einen anerkannten und sehr erfahrenen Experten im Bereich der sozialen Stadtentwicklung gewinnen. Zur Erarbeitung des Gutachtens wurden viele Gespräche geführt, u.a. mit der Bürgerinitiative, mit Herrn Oberbürgermeister Hebich und der Verwaltung, mit dem Büro Stadtberatung Dr. Fries, das uns in diesem Prozess von Beginn an begleitet, sowie natürlich auch mit dem Investor Herrn Khan von ProConcept, um unterschiedliche Belange und Perspektiven zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Ortsbesichtigungen vorgenommen.

 

Ergebnis der Sozialverträglichkeitsanalyse

Im Ergebnis liegt ein Gutachten vor, das neben einer Bestandsanalyse insbesondere Handlungsleitlinien für eine sozialverträgliche Bebauung am Jakobsplatz formuliert.

Hier können Sie sich die Sozialverträglichkeitsstudie ansehen

Das Gutachten stellt fest, dass im Pilgerpfad dringend etwas passieren muss. Eine moderate bauliche Weiterentwicklung am Jakobsplatz, worunter auch das Bauprojekt des Investors ProConcept am Jakobsplatz zählt, ist unter Voraussetzung einer begleitenden professionellen Quartiersarbeit möglich. Aus Sicht der Verwaltung ist eine bauliche Entwicklung am Jakobsplatz mit der Schaffung eines lebendigen Quartiersmittelpunktes und eines attraktiven Nutzungsmixes aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen, Wohnen und sozialen Einrichtungen unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung im Pilgerpfad.


Weiteres Vorgehen

Im weiteren Verlauf müssen neben sozialen Belangen auch die Themen wie unter anderem Wirtschaftlichkeit, Städtebau, Architektur und Verkehr sowie natürlich auch ökologische Aspekte (Klimaschutz) berücksichtigt und abgewogen werden.

Die Bürger*innen werden weiterhin aktiv in den Planungsprozess eingebunden, sowohl bei der Bebauung am Jakobsplatz als auch bei der Quartiersentwicklung insgesamt.

Bisherige Schritte

Bürgerbeteiligung


Worum geht es?
Hier können Sie es lesen.
Wir haben es in leichter Sprache geschrieben.

Der Pilger·pfad ist ein Stadt·teil von Franken·thal.

Die Stadt·verwaltung hat Menschen gefragt:

  • Was ist gut im Pilger·pfad?
  • Was ist schlecht im Pilger·pfad?
  • Was brauchen die Menschen im Pilger·pfad?

Die Menschen wissen das.
Sie kennen sich aus im Pilger·pfad.
Weil sie hier wohnen. 

Viele Menschen aus dem Pilger·pfad haben geantwortet.
Der Ober·bürger·meister ist froh darüber.
Der Ober·bürger·meister heißt Martin Hebich.
Martin Hebich sagt:

  • Viele Menschen interessieren sich für den Pilger·pfad.
  • Das ist gut.

Manche Menschen wollen weg·ziehen.
Weil es woanders schöner ist.
Die meisten Menschen aus dem Pilger·pfad sagen:
Es muss besser werden im Pilger·pfad.
Der Ober·bürger·meister sagt:

  • Wir müssen etwas tun.
  • Der Pilger·pfad soll wieder schön werden.

Zuerst soll der Jakobs·platz schön werden.
Der Jakobsplatz liegt im Pilger·pfad.
Vielen Menschen ist der Jakobs·platz sehr wichtig.
Es gibt dort einen Einkaufs·markt.
Viele kaufen dort ein.

Und es soll mehr Wohnungen geben.
Und die Menschen brauchen Treff·punkte.
Das kostet Franken·thal Geld.
Geld von dem Staat soll helfen.
Franken·thal fragt den Staat jetzt nach Geld. 


Protokolle bisheriger Termine

Bürgerumfrage

Damit Ihre Bedarfe in den Entwicklungsprozess eingebunden werden können, brauchen wir Ihr Expertenwissen! Sie kennen Ihr Quartier am besten. Sie wissen, was im Pilgerpfad bereits gut läuft und was vielleicht noch fehlt. Hierfür baten wir Sie, Ihr Wissen mit uns in einer Umfrage zu teilen. Diese lief bis zum 18. September 2020.

Bürgerdialoge vor Ort

Sie möchten persönlich mit uns ins Gespräch kommen? Dafür hatten Sie die Möglichkeit, unsere Infostände auf dem Jakobsplatz zu besuchen. An folgenden Terminen waren wir für Sie vor Ort:

  • 18. Juli, 9 bis 12.30 Uhr – mit OB Martin Hebich
  • 18. August, 8 bis 11.30         
  • 4. September, 13 bis 16.30 Uhr        

Am großen Plantisch sind wir mit Ihnen ins Gespräch gekommen und konnten mehr über Ihr Quartier erfahren: Was läuft gut? Wo sind die Bedarfe? Haben Sie Fragen?

Ebenfalls waren mit dabei: Die Bürgerinitiative „Frankenthal-Jakobsplatz“ und der Investor ProConcept.

Jugendbeteiligung

Damit auch die jungen Stimmen im Quartier nicht ungehört bleiben, lief bis zum 18. September 2020 eine digitale Schnitzeljagd für alle Kinder und Jugendlichen im Pilgerpfad. Mit Hilfe der App „Actionbound“ sollten Bedarfe, Vorlieben und Wünsche der jungen Generation eingeholt werden.

Kontakt konzeptionelles Beratungsbüro 

Stadtberatung Dr. Sven Fries

Ansprechpartnerin: Dr. Rebecca Körnig-Pich

Landauer Straße 58 
67346 Speyer

Telefon: 06232-919965
E-Mail: rebecca.koernig@stadtberatung.info

www.stadtberatung.info

Kontakt Stadtverwaltung

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Anlass der Infokusnahme des Pilgerpfads

Dezember 2019

Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" wird jetzt nicht beschlossen.

Oberbürgermeister Martin Hebich teilt mit, dass er den Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" von der Tagesordnung der Stadtratssitzung genommen hat. Anstelle des Beschlusses wird der Stadtrat am Mittwoch, 18.12., mündlich über die nächsten Schritte informiert. 

„Wir werden jetzt nicht über das Projekt am Jakobsplatz beschließen. Wir haben verstanden, dass die Bürgerschaft hier mit uns, der Verwaltung, und dem Investor in den Dialog treten möchte. Das werden wir tun,“ verspricht Oberbürgermeister Martin Hebich.

Zunächst einmal werden mit allen Beteiligten die Fakten geklärt, die Ängste gehört und entsprechend informiert, Vor- und Nachteile müssen abgewogen und erörtert werden. Mit welchem Konzept die Verwaltung die Beteiligung durchführen will, wird mit der Politik diskutiert. „Darüber können wir uns im Stadtrat nach dem mündlichen Bericht noch einmal austauschen. Die Planungen müssen intensiv diskutiert werden,“ so Oberbürgermeister Martin Hebich.

Hintergrund

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" war am 26.11.2019 im Planungs- und Umweltausschuss. Dort erhielt er neun Ja-Stimmen, drei Gegen-Stimmen und drei Enthaltungen.