Straßenverkehr bei Nacht

Pilgerpfad

Quartiersentwicklung Pilgerpfad

Die Stadt Frankenthal plant, das Gebiet „Pilgerpfad“ fit für die Zukunft zu machen. Gebäude, Wegeverbindungen und Plätze sind in die Jahre gekommen – Anlass für Politik und Verwaltung, hier aktiv zu werden. 

Das Quartier, das entwickelt werden soll, liegt zwischen der Mahlastraße im Westen, der B9 im Osten, der Frankenstraße im Norden und der Isenach im Süden. 

Endgültiger Auslöser für den Prozess waren die Pläne des Investors ProConcept, dem Eigentümer des Geländes, auf dem sich der Edeka-Markt befindet. Der Investor beabsichtigte dort eine Entwicklung, die unter anderem zwei neue Hochhäuser vorsah. Die Aufstellung des hierfür nötigen Bebauungsplans löste teilweise Protest in der Bewohnerschaft aus. ProConcept zog daraufhin seine Pläne vorerst zurück. 

Mit Unterstützung des Stadtberatungsbüros Dr. Sven Fries hat die Stadt nun zunächst das Gesamtquartier in den Fokus genommen. Mit Hilfe eines breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses, bei dem die Bedarfe vor Ort ermittelt wurden, soll weiterhin nicht nur die Grundlage für die Entwicklung auf dem Gelände der ProConcept geschaffen werden, sondern Ziel ist es, Fördermittel von Bund und Land für die Entwicklung des gesamten Quartiers zu bekommen.

Vier Varianten 

Im Folgenden sehen Sie die vier Varianten, die im Planungs- und Umweltausschuss am 22.9.22 vorgestellt wurden. Alle Unterlagen.
Die Variante 1 und 2 werden voraussichtlich intensiver diskutiert: Stadtrat 

Aus Sicht des Investors wird die Variante 1 bevorzugt. Bei dieser Variante wurden die Forderungen des Gutachters grundsätzlich aufgenommen. Die Überschreitung der überbauten Fläche wird durch die größere Grünfläche kompensiert und er-zeugt damit einen Mehrwert bei der Nutzung. Die Verteilung der Wohnungen in zwei Gebäude wurde berücksichtigt und ist bei dieser Variante wegen der Abstände zueinander und zur Nachbarbebauung optimal angeordnet. Die Geschossigkeit mit weniger als fünf Wohngeschossen wurde eingehalten; die Bebauung ist damit auch im Hinblick auf die Höhenentwicklung weit von den ursprünglich geplanten Hochhäusern entfernt und berücksichtigt die Bedenken der Anwohner.

Bei dieser Variante ist zudem die Wirtschaftlichkeit gegeben. Der Aufwand für den Dachgarten kann bei dieser Anzahl der Wohnungen bzw. Wohnfläche kompensiert werden. Zudem können bei dieser Variante neben dem Edeka-Markt und den Wohnnutzungen noch weitere Nutzungen realisiert werden, beispielsweise ein Quartierstreffpunkt/Quartiersbüro oder ergänzende Dienstleistungen. Somit wird ein Beitrag zu den von Prof. Albert in seinem Gutachten geforderten sozialen Begleitmaßnahmen geleistet. 

Variante 1 

Jakobsplatz Variante 1


Jakobsplatz Variante 1


  

  • Beschreibung

    •       Neubau Edeka mit begrüntem Flachdach

    •       2 Gebäude:

    •       südöstl.: 4 Wohngeschosse

    •       norwestl.: 3 Wohngeschosse mit Auskragung über Parkflächen

    Das vorliegende Konzept sieht vor, den eingeschossigen Edeka-Markt abzubrechen und durch einen eingeschossigen Neubau mit begrüntem Flachdach zu ersetzen. Im südöstlichen Bereich des Gebäudes ist die Errichtung weiterer vier Ge-schosse auf dem ansonsten eingeschossigen Nahversorger vorgesehen; hier ist das Gebäude mit einer Gesamthöhe von 18 m dargestellt.

    Im nordwestlichen Bereich wird das Gebäude als teilweise Auskragung über die bestehenden Stellplätze geplant. Dieses soll insgesamt eine Höhe von 15 m erreichen.

    Die Maßgaben des Einzelhandelskonzeptes werden eingehalten.

  • Bewertung 

    Nutzung

    Im Erdgeschoss ist ein Markt vorgesehen sowie ein Quartiers-büro und ein mögliches Café (Darstellung 4). Der Nahversorger entspricht den Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes. Die Auskragung dient zusätzlich als Witterungsschutz für das ebenerdigen Parken und als Einfahrt zu einer Tiefgarage (Dar-stellung 4). In den Obergeschossen ist Wohnnutzung, auch in Sonderformen, umsetzbar sowie die Unterbringung von Quar-tiersräumen sowie soziale Infrastruktur (Ärzte, ergänzende Dienstleistungen etc.).

    Abstände und Schattenfall

    Die Stellung der Gebäude ist als Grenzbebauung vorgesehen, jedoch wurden die Abstandsflächen der geplanten Gebäude gegenüber dem Bestand gem. § 8 Abs. 6 LBauO bei den Pla-nungen berücksichtigt.

    Verkehrliche Erschließung

    Erschlossen ist das Grundstück im Süden und Osten zu Fuß über den Jakobsplatz sowie zu Fuß und mit dem PKW im Nor-den und Westen über die Lucas-Cranach-Straße.

    Die Anlieferung des Marktes ist, wie im Bestand, an der nord-westlichen Gebäudeseite vorgesehen (Darstellung 4). Die An-lieferung findet hier unter dem Wohngebäude, im überbauten Bereich statt.

    Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über zwei Treppen-häuser, die vom Edeka-Parkplatz und vom Jakobsplatz aus er-reichbar sind. Die Wohnungen werden über einen Mittelgang erschlossen und orientieren sich in Ost-West-Richtung

    Ruhender Verkehr

    Zum Nachweis der erforderlichen Stellplätze ist neben den oberirdischen Stellplätzen im westlichen Bereich des Grund-stücks eine zusätzliche Tiefgarage vorgesehen. Die Tiefgarage erstreckt sich über das gesamte Grundstück, lediglich die Ab-standsflächen zur Grundstücksgrenze werden freigehalten. Die Zufahrt hierzu soll von der nordwestlichen Grundstücksseite aus erfolgen.

    Grünstrukturen

    Der vorhandene Grünstreifen im Südwesten des Grundstücks wird in den Planungen berücksichtigt und in reduzierter Form beibehalten (Darstellung 4).

    Die Dachterrasse im 1. OG wird intensiv begrünt und in ver-schiedene Zonen mit unterschiedlichen Nutzungen aufgeteilt. Dieser Dachgarten kann sowohl von den Anwohnern als auch von Nutzern der öffentlichen Einrichtungen benutzt werden.

    Auswirkungen auf die Umgebung

    Durch die vorliegende Planung wird benötigter Wohnraum für Frankenthal geschaffen. Weiterhin wird die Nahversorgung im Frankenthaler Süden gesichert.

    Alles in allem ist durch das Vorhaben mit entsprechenden Sy-nergieeffekten im umgebenden Bereich zu rechnen. Das Zent-rum des Gebiets, der Jakobsplatz, wird auch künftig weiterhin als Mittelpunkt des Gebietes wahrgenommen, der durch die so-ziale Mischung und die Ansiedlung verschiedener Angebote (z. B.Quartiersbüro) belebt wird.

    Vereinbarkeit mit der Sozialverträglichkeitsanalyse

    Das vorliegende Konzept entspricht in seiner überbauten Flä-che und den Höhen der Wohngebäude nicht der Sozialverträg-lichkeits-analyse. Die Höhenüberschreitung kommt durch eine benötigte Mindestanzahl an Wohngeschossen und der hohen Geschosshöhe des Marktes zustande. Ohne die Flächenüber-schreitung könnten im Erdgeschoss neben dem Edeka-Markt keine ergänzenden Nutzungen wie bspw. Dienstleistungs- oder Gemeinschaftsflächen realisiert werden. Somit ist trotz des Wi-derspruchs zur Sozialverträglichkeitsanalyse diese Variante zu empfehlen, da hier ergänzende Nutzungen und soziale Einrich-tungen realisiert werden können, die in der Analyse als sehr wichtig für die Entwicklung des Quartiers aufgeführt sind.

    Wirtschaftlichkeit

    Durch die Realisierung ist die Wirtschaftlichkeit gegeben. Durch die beiden Wohngebäude mit den drei und vier Ge-schossen können circa 72 Wohnungen gebaut werden. Die Fi-nanzierung eines Dachgartens oder der Neugestaltung und Aufwertung eines Teils des Jakobsplatzes, im Rahmen der fi-nanziellen Möglichkeiten, ist vorstellbar.

    Vor- und Nachteile von Variante 1

    Entspricht nicht den Vorgaben der Sozialverträglichkeitsana-lyse, aber dafür können größere Investitionen im Bereich der Freiflächengestaltung realisiert werden. Die Überschreitung der überbauten Grundstücksfläche ergibt sich durch die Auf-ständerung und den angebotenen Dachgarten. Die Fläche un-ter der Aufständerung ist als Parkfläche und Zufahrt zur Tief-garage sowie zur Anlieferung weiterhin nutzbar.

     

Variante 2

Jakobsplatz Variante 2 


   

Jakobsplatz Variante 2 


  

  • Beschreibung

    Das vorliegende Konzept sieht vor, den eingeschossigen Edeka-Markt abzubrechen und durch einen eingeschossigen Neubau mit begrüntem Flachdach zu ersetzen. Im südöstlichen Bereich des Gebäudes ist die Errichtung weiterer vier Ge-schosse auf dem ansonsten eingeschossigen Nahversorger vorgesehen, hier ist das Gebäude mit einer Gesamthöhe von 18 m dargestellt.

    Im nordwestlichen Bereich des Gebäudes ist ein weiteres Wohngebäude vorgesehen. Dieses soll insgesamt eine Höhe von 15 m erreichen.

    Die Maßgaben des Einzelhandelskonzeptes werden eingehalten.

  • Bewertung

    Nutzung

    Im Erdgeschoss sind ein Markt vorgesehen sowie ein Quar-tiersbüro und ein mögliches Café (Darstellung 9). Der Nahver-sorger entspricht den Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes. Auf die Auskragung wird verzichtet, was zu einer baulichen Verdichtung führt. In den Obergeschossen ist Wohnnutzung, auch in Sonderformen, umsetzbar.

    Abstände und Schattenfall

    Die Stellung der Gebäude ist als Grenzbebauung vorgesehen, jedoch wurden die Abstandsflächen der geplanten Gebäude gegenüber dem Bestand gem. § 8 Abs. 6 LBauO bei den Pla-nungen berücksichtigt.

    Verkehrliche Erschließung

    Erschlossen ist das Grundstück im Süden und Osten zu Fuß über den Jakobsplatz sowie zu Fuß und mit dem PKW im Nor-den und Westen über die Lucas-Cranach-Straße.

    Die Anlieferung des Marktes ist, wie im Bestand, an der nord-westlichen Gebäudeseite vorgesehen (Darstellung 9).

    Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über zwei Treppen-häuser, die vom Edeka-Parkplatz und vom Jakobsplatz aus er-reichbar sind. Die Wohnungen werden über einen Mittelgang erschlossen und orientieren sich in Ost-West-Richtung.

    Sonstige Nutzungen wie bspw. ein Quartiersbüro oder eine Apotheke können im Erdgeschoss untergebracht werden.

    Ruhender Verkehr

    Zum Nachweis der erforderlichen Stellplätze ist neben den oberirdischen Stellplätzen im westlichen Bereich des Grund-stücks eine zusätzliche Tiefgarage vorgesehen. Die Tiefgarage erstreckt sich über das gesamte Grundstück, lediglich die Ab-standsflächen zur Grundstücksgrenze werden freigehalten. Die Zufahrt hierzu soll von der nordwestlichen Grundstücksseite aus erfolgen.

    Grünstrukturen

    Der vorhandene Grünstreifen im Südwesten des Grundstücks wird in den Planungen berücksichtigt und in reduzierter Form beibehalten (Darstellung 9).

    Die Dachterrasse zwischen den Wohngebäuden wird intensiv begrünt und den Anwohnenden sowie Nutzern der öffentlichen Einrichtungen zur Gartennutzung zur Verfügung gestellt.

    Auswirkungen auf die Umgebung

    Durch die vorliegende Planung wird benötigter Wohnraum für Frankenthal geschaffen, allerdings in einer verdichteten Form. Weiterhin wird die Nahversorgung im Frankenthaler Süden ge-sichert.

    Alles in allem ist durch das Vorhaben mit entsprechenden Sy-nergieeffekten im umgebenden Bereich zu rechnen. Das Zent-rum des Gebiets, der Jakobsplatz, wird auch künftig weiterhin als Mittelpunkt des Gebietes wahrgenommen, der durch die so-ziale Mischung und die Ansiedlung verschiedener Angebote (z. B.Quartiersbüro) belebt wird.

    Vereinbarkeit mit der Sozialverträglichkeitsanalyse

    Das vorliegende Konzept entspricht in seiner überbauten Flä-che und den Höhen der Wohngebäude nicht der Sozialverträg-lichkeitsanalyse. Die Höhenüberschreitung kommt durch eine benötigte Mindestanzahl an Wohngeschossen und der hohen Geschosshöhe des Marktes zustande. Ohne die Flächenüber-schreitung könnten im Erdgeschoss neben dem Edeka-Markt keine ergänzenden Nutzungen, wie bspw. Dienstleistungs- oder Gemeinschaftsflächen realisiert werden.

    Wirtschaftlichkeit

    Durch die Realisierung ist die Wirtschaftlichkeit gegeben. Durch die beiden Wohngebäude mit den 3 und 4 Geschossen können circa 65 Wohnungen gebaut werden. Die Finanzierung eines Dachgartens oder der Neugestaltung und Aufwertung ei-nes Teils des Jakobsplatzes ist, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, vorstellbar.

    Vor- und Nachteile von Variante 2

    Variante 2 entspricht nicht den Vorgaben der Sozialverträglich-keitsanalyse in seiner Flächenüberbauung und in den Höhen der Wohngebäude, dafür können aber aufgrund der Wirtschaft-lichkeit größere Investitionen im Bereich der Freiflächengestal-tung realisiert werden. Durch die Überschreitung der überbau-ten Grundstücksflächen können Nutzungen wie ein Quartiers-büro, wie in der Sozialverträglichkeitsanalyse empfohlen, reali-siert werden. Ebenfalls bietet der Dachgarten als halböffentli-cher Bereich eine hohe Qualität.

Variante 3 

Jakobsplatz Variante 3


  

Jakobsplatz Variante 3


  

  • Beschreibung

    Das vorliegende Konzept sieht vor, den eingeschossigen Edeka-Markt abzubrechen und durch einen eingeschossigen Neubau mit begrüntem Flachdach zu ersetzen. Es gibt nur ein Wohngebäude, das sich am östlichen Rand orientiert. Dieses wird mit vier Wohngeschossen geplant.

    Die Maßgaben des Einzelhandelskonzeptes werden eingehalten.

  • Bewertung 

    Nutzung

    Im Erdgeschoss ist ein Markt, für andere Nutzungen ist nur sehr wenig Platz vorhanden (Darstellung 14). Der Nahversorger entspricht den Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes. In den Obergeschossen ist Wohnnutzung. Aufgrund der kleinen Grundfläche können keine ergänzenden Nutzungen angeboten werden.

    Abstände und Schattenfall

    Die Stellung der Gebäude ist als Grenzbebauung vorgesehen, jedoch wurden die Abstandsflächen der geplanten Gebäude gegenüber dem Bestand gem. § 8 Abs. 6 LBauO bei den Planungen berücksichtigt.

    Verkehrliche Erschließung

    Erschlossen ist das Grundstück im Süden und Osten zu Fuß über den Jakobsplatz sowie zu Fuß und mit dem PKW im Nor-den und Westen über die Lucas-Cranach-Straße.

    Die Anlieferung des Marktes ist, wie im Bestand, an der süd-westlichen Gebäudeseite vorgesehen (Darstellung 14).

    Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über ein Treppen-haus, das vom Jakobsplatz aus erreichbar ist. Die Wohnungen werden über einen Mittelgang erschlossen und orientieren sich in Ost-West-Richtung.

    Ruhender Verkehr

    Zum Nachweis der erforderlichen Stellplätze ist neben den oberirdischen Stellplätzen im westlichen Bereich des Grundstücks eine zusätzliche Tiefgarage vorgesehen. Die Tiefgarage erstreckt sich über das gesamte Grundstück, lediglich die Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze werden freigehalten. Die Zufahrt hierzu soll von der südwestlichen Grundstücksseite aus erfolgen.

    Grünstrukturen

    Der vorhandene Grünstreifen im Südwesten des Grundstücks wird in den Planungen berücksichtigt und erweitert (Darstellung 14).

    Die Dachterrasse im 1. OG wird extensiv begrünt.

    Auswirkungen auf die Umgebung

    Durch die vorliegende Planung wird benötigter Wohnraum für Frankenthal geschaffen. Diese Variante bietet allerdings keinen Platz für zusätzliche gemeinschaftlich genutzte Flächen, was den gesellschaftlichen Nutzen mindert. Weiterhin wird die Nahversorgung im Frankenthaler Süden gesichert.

    Alles in allem ist durch das Vorhaben mit deutlich weniger Synergieeffekten im umgebenden Bereich zu rechnen als bei Variante 1 und 2. So ist weniger Grünfläche auf dem Dach gegeben und die Einrichtung verschiedener sozialer Einrichtungen, wie das Quartiersbüro oder anderer Nutzungen, ist einge-schränkt.

    Vereinbarkeit mit der Sozialverträglichkeitsanalyse

    Die vorliegende Variante entspricht in ihrer überbauten Fläche den Vorgaben der Sozialverträglichkeitsanalyse, überschreitet diese allerdings in den Höhen. Die Höhenüberschreitung kommt durch eine benötigte Mindestanzahl an Wohngeschossen und der hohen Geschosshöhe des Marktes zustande. Die überbaute Fläche wird im Erdgeschoss nicht überschritten, wodurch keine ergänzenden Nutzungen angeboten werden können.

    Wirtschaftlichkeit

    Durch die Realisierung ist die Wirtschaftlichkeit schwierig. Durch nur ein Wohngebäude mit den vier Geschossen kann nur eine begrenzte Anzahl an Wohnungen gebaut werden. Dadurch ist auch die Finanzierung eines Dachgartens oder die Revitalisierung eines Teils des Jakobsplatzes eingeschränkt und nur in geringerem Maße umsetzbar. Ergänzende Nutzun-gen (bspw. Quartiersbüro, ergänzende Dienstleistungen) kön-nen bei dieser Variante nur sehr begrenzt berücksichtigt wer-den.

    Vor- und Nachteile von Variante 3

    Entspricht größtenteils den Vorgaben der Sozialverträglichkeitsanalyse, allerdings können keine größeren Investitionen im Bereich der Freiflächengestaltung realisiert werden, da die finanziellen Mittel durch die begrenzte Wirtschaftlichkeit eingeschränkt sind.

Variante 4 

Jakobsplatz Variante 4


  

Jakobsplatz Variante 4


  

  • Beschreibung

    Das vorliegende Konzept sieht vor, den eingeschossigen Edeka-Markt abzubrechen und durch einen eingeschossigen Neubau mit begrüntem Flachdach zu ersetzen. Es werden zwei Wohngebäude errichtet, die in ihrer Mitte miteinander verbunden sind und somit einen großen Baukörper bilden. Beide Gebäude haben vier Wohngeschosse.

    Die Maßgaben des Einzelhandelskonzeptes werden eingehalten. 

  • Bewertung

    Nutzung

    Im Erdgeschoss sind ein Markt sowie eine mögliche weitere Nutzung vorgesehen (Darstellung 19). Der Nahversorger entspricht den Vorgaben des Einzelhandelskonzeptes. In den Obergeschossen ist Wohnnutzung. Aufgrund der kleinen Grundfläche können keine ergänzenden Nutzungen angeboten werden.

    Abstände und Schattenfall

    Die Stellung der Gebäude ist als Grenzbebauung vorgesehen, jedoch wurden die Abstandsflächen der geplanten Gebäude gegenüber dem Bestand gem. § 8 Abs. 6 LBauO bei den Planungen berücksichtigt.

    Verkehrliche Erschließung

    Erschlossen ist das Grundstück im Süden und Osten zu Fuß über den Jakobsplatz sowie zu Fuß und mit dem PKW im Nor-den und Westen über die Lucas-Cranach-Straße.

    Die Anlieferung des Marktes ist, wie im Bestand, an der süd-westlichen Gebäudeseite vorgesehen (Darstellung 19).

    Die Erschließung der Wohnungen erfolgt über ein Treppen-haus, das vom Jakobsplatz aus erreichbar ist. Die Wohnungen werden über einen Mittelgang erschlossen und orientieren sich in Ost-West- Richtung.

    Ruhender Verkehr

    Zum Nachweis der erforderlichen Stellplätze ist neben den oberirdischen Stellplätzen im westlichen Bereich des Grundstücks eine zusätzliche Tiefgarage vorgesehen. Die Tiefgarage erstreckt sich über das gesamte Grundstück, lediglich die Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze werden freigehalten. Die Zufahrt hierzu soll von der südwestlichen Grundstücksseite aus erfolgen.

    Grünstrukturen

    Der vorhandene Grünstreifen im Südwesten des Grundstücks wird in den Planungen berücksichtigt und erweitert (Darstellung 19).

    Die Dachterrasse im 1. OG wird extensiv begrünt.

    Auswirkungen auf die Umgebung

    Durch die vorliegende Planung wird benötigter Wohnraum für Frankenthal geschaffen. Weiterhin wird die Nahversorgung im Frankenthaler Süden gesichert.

    Der Platz für gemeinschaftlich genutzte und öffentliche Flächen, die für eine Steigerung der Quartiersqualität essenziell sind, fehlt bei dieser Variante aufgrund der geringeren Grundfläche.

    Vereinbarkeit mit der Sozialverträglichkeitsanalyse

    Das vorliegende Konzept entspricht in seiner überbauten Fläche der Sozialverträglichkeitsanalyse, lediglich die Gebäude-höhen widersprechen dieser. Die Höhenüberschreitung kommt durch eine benötigte Mindestanzahl an Wohngeschossen und der hohen Geschosshöhe des Marktes.

    Wirtschaftlichkeit

    Durch die Realisierung ist die Wirtschaftlichkeit gegeben. Durch die beiden Wohngebäude mit den vier Geschossen können circa 57 Wohnungen gebaut werden. Die Wohnqualität leidet allerdings in Teilen aufgrund der hohen baulichen Dichte und dem geringen Abstand zur bestehenden Nachbarbebauung. Die Finanzierung eines Dachgartens oder die Revitalisie-rung eines Teils des Jakobsplatzes sind eingeschränkt und nur in geringerem Maße umsetzbar. Ergänzende Nutzungen (bspw. Quartiersbüro, ergänzende Dienstleistungen) können bei dieser Variante nur sehr begrenzt berücksichtigt werden.

    Vor- und Nachteile von Variante 4

    Entspricht in seiner Flächenüberbauung der Sozialverträglichkeitsanalyse, die Höhen werden allerdings überschritten. Die bauliche Dichte ist sehr hoch. Investitionen in Freiflächen und andere Nutzungen sind nur begrenzt möglich.

     

 Bisherige Schritte 

Bauprojekt am Jakobsplatz

Nach dem umfassenden Bürgerbeteiligungsprozess im letzten Jahr wurde dieser ausgewertet. Mit Hilfe der Ergebnisse hat die Verwaltung gemeinsam mit dem Investor ProConcept mit den Planungen zur Bebauung des Jakobsplatzes auf dem Edeka-Gelände begonnen. Die ersten Planungen des Investors liegen bereits in Form von drei Varianten vor. 

Eine der drei möglichen Varianten.


Hier können Sie sich die drei aktuellen Varianten des Bauprojekts auf dem Edeka-Gelände ansehen. 

Damit wir auch weiterhin erfahren, was die Bürger*innen vor Ort brauchen, möchten wir auch zukünftig mit Ihnen in den Dialog treten. Ziel ist es, Stärken, Schwächen und Bedarfe im Quartier und insbesondere am Jakobsplatz zu ermitteln. Wenn Sie hier leben oder arbeiten, sind Sie Profi, was Ihr Quartier angeht. Deshalb binden wir Sie auch weiterhin aktiv in die Planungen ein.


Stadtteilzeitung

Es wurde eine Stadtteilzeitung erstellt, damit die Bürger*innen sich ausführlich über die verschiedenen Schritte des Prozesses informieren können. Diese wird innerhalb des
Gebietes Pilgerpfad verteilt und ist zeitgleich online abrufbar.

Hier können Sie sich die Stadtteilzeitung online ansehen.

 

Sozialverträglichkeitsanalyse

Dem Wunsch der Politik und der Bürgerinitiative folgend, hat die Verwaltung vor dem Beginn des eigentlichen Planungsprozesses eine Sozialverträglichkeitsanalyse zur Bebauung am Jakobsplatz erarbeiten lassen. 

Hierfür konnten wir mit Herrn Prof. Dr. Martin Albert von der SRH Hochschule Heidelberg einen anerkannten und sehr erfahrenen Experten im Bereich der sozialen Stadtentwicklung gewinnen. Zur Erarbeitung des Gutachtens wurden viele Gespräche geführt, u.a. mit der Bürgerinitiative, mit Herrn Oberbürgermeister Hebich und der Verwaltung, mit dem Büro Stadtberatung Dr. Fries, das uns in diesem Prozess von Beginn an begleitet, sowie natürlich auch mit dem Investor Herrn Khan von ProConcept, um unterschiedliche Belange und Perspektiven zu berücksichtigen. Darüber hinaus wurden zahlreiche Ortsbesichtigungen vorgenommen.

 

Ergebnis der Sozialverträglichkeitsanalyse

Im Ergebnis liegt ein Gutachten vor, das neben einer Bestandsanalyse insbesondere Handlungsleitlinien für eine sozialverträgliche Bebauung am Jakobsplatz formuliert.

Hier können Sie sich die Sozialverträglichkeitsstudie ansehen

Das Gutachten stellt fest, dass im Pilgerpfad dringend etwas passieren muss. Eine moderate bauliche Weiterentwicklung am Jakobsplatz, worunter auch das Bauprojekt des Investors ProConcept am Jakobsplatz zählt, ist unter Voraussetzung einer begleitenden professionellen Quartiersarbeit möglich. Aus Sicht der Verwaltung ist eine bauliche Entwicklung am Jakobsplatz mit der Schaffung eines lebendigen Quartiersmittelpunktes und eines attraktiven Nutzungsmixes aus Einzelhandel, Gastronomie, Dienstleistungen, Wohnen und sozialen Einrichtungen unabdingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Quartiersentwicklung im Pilgerpfad.


Weiteres Vorgehen

Im weiteren Verlauf müssen neben sozialen Belangen auch die Themen wie unter anderem Wirtschaftlichkeit, Städtebau, Architektur und Verkehr sowie natürlich auch ökologische Aspekte (Klimaschutz) berücksichtigt und abgewogen werden.

Die Bürger*innen werden weiterhin aktiv in den Planungsprozess eingebunden, sowohl bei der Bebauung am Jakobsplatz als auch bei der Quartiersentwicklung insgesamt.

Bisherige Schritte

Bürgerbeteiligung


Worum geht es?
Hier können Sie es lesen.
Wir haben es in leichter Sprache geschrieben.

Der Pilger·pfad ist ein Stadt·teil von Franken·thal.

Die Stadt·verwaltung hat Menschen gefragt:

  • Was ist gut im Pilger·pfad?
  • Was ist schlecht im Pilger·pfad?
  • Was brauchen die Menschen im Pilger·pfad?

Die Menschen wissen das.
Sie kennen sich aus im Pilger·pfad.
Weil sie hier wohnen. 

Viele Menschen aus dem Pilger·pfad haben geantwortet.
Der Ober·bürger·meister ist froh darüber.
Der Ober·bürger·meister heißt Martin Hebich.
Martin Hebich sagt:

  • Viele Menschen interessieren sich für den Pilger·pfad.
  • Das ist gut.

Manche Menschen wollen weg·ziehen.
Weil es woanders schöner ist.
Die meisten Menschen aus dem Pilger·pfad sagen:
Es muss besser werden im Pilger·pfad.
Der Ober·bürger·meister sagt:

  • Wir müssen etwas tun.
  • Der Pilger·pfad soll wieder schön werden.

Zuerst soll der Jakobs·platz schön werden.
Der Jakobsplatz liegt im Pilger·pfad.
Vielen Menschen ist der Jakobs·platz sehr wichtig.
Es gibt dort einen Einkaufs·markt.
Viele kaufen dort ein.

Und es soll mehr Wohnungen geben.
Und die Menschen brauchen Treff·punkte.
Das kostet Franken·thal Geld.
Geld von dem Staat soll helfen.
Franken·thal fragt den Staat jetzt nach Geld. 


Protokolle bisheriger Termine

Bürgerumfrage

Damit Ihre Bedarfe in den Entwicklungsprozess eingebunden werden können, brauchen wir Ihr Expertenwissen! Sie kennen Ihr Quartier am besten. Sie wissen, was im Pilgerpfad bereits gut läuft und was vielleicht noch fehlt. Hierfür baten wir Sie, Ihr Wissen mit uns in einer Umfrage zu teilen. Diese lief bis zum 18. September 2020.

Bürgerdialoge vor Ort

Sie möchten persönlich mit uns ins Gespräch kommen? Dafür hatten Sie die Möglichkeit, unsere Infostände auf dem Jakobsplatz zu besuchen. An folgenden Terminen waren wir für Sie vor Ort:

  • 18. Juli, 9 bis 12.30 Uhr – mit OB Martin Hebich
  • 18. August, 8 bis 11.30         
  • 4. September, 13 bis 16.30 Uhr        

Am großen Plantisch sind wir mit Ihnen ins Gespräch gekommen und konnten mehr über Ihr Quartier erfahren: Was läuft gut? Wo sind die Bedarfe? Haben Sie Fragen?

Ebenfalls waren mit dabei: Die Bürgerinitiative „Frankenthal-Jakobsplatz“ und der Investor ProConcept.

Jugendbeteiligung

Damit auch die jungen Stimmen im Quartier nicht ungehört bleiben, lief bis zum 18. September 2020 eine digitale Schnitzeljagd für alle Kinder und Jugendlichen im Pilgerpfad. Mit Hilfe der App „Actionbound“ sollten Bedarfe, Vorlieben und Wünsche der jungen Generation eingeholt werden.

Stadtberatung Dr. Sven Fries

Ansprechpartnerin: Dr. Rebecca Körnig-Pich

Landauer Straße 58 
67346 Speyer

E-Mail: rebecca.koernig@stadtberatung.info

www.stadtberatung.info

Kontakt Stadtverwaltung

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Anlass der Infokusnahme des Pilgerpfads

Dezember 2019

Vorhabenbezogener Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" wird jetzt nicht beschlossen.

Oberbürgermeister Martin Hebich teilt mit, dass er den Aufstellungsbeschluss zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" von der Tagesordnung der Stadtratssitzung genommen hat. Anstelle des Beschlusses wird der Stadtrat am Mittwoch, 18.12., mündlich über die nächsten Schritte informiert. 

„Wir werden jetzt nicht über das Projekt am Jakobsplatz beschließen. Wir haben verstanden, dass die Bürgerschaft hier mit uns, der Verwaltung, und dem Investor in den Dialog treten möchte. Das werden wir tun,“ verspricht Oberbürgermeister Martin Hebich.

Zunächst einmal werden mit allen Beteiligten die Fakten geklärt, die Ängste gehört und entsprechend informiert, Vor- und Nachteile müssen abgewogen und erörtert werden. Mit welchem Konzept die Verwaltung die Beteiligung durchführen will, wird mit der Politik diskutiert. „Darüber können wir uns im Stadtrat nach dem mündlichen Bericht noch einmal austauschen. Die Planungen müssen intensiv diskutiert werden,“ so Oberbürgermeister Martin Hebich.

Hintergrund

Der vorhabenbezogene Bebauungsplan "Nördlich des Jakobsplatzes" war am 26.11.2019 im Planungs- und Umweltausschuss. Dort erhielt er neun Ja-Stimmen, drei Gegen-Stimmen und drei Enthaltungen.