Große Drüsenameise

Große Drüsenameise in Frankenthal

Inzwischen wurde die Ameisenart Tapinoma magnum – die sogenannte Große Drüsenameise – auch in Frankenthal nachgewiesen. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits in vielen Regionen Süd- und Westdeutschlands zu beobachten ist: Die ursprünglich aus Südeuropa stammende Art breitet sich zunehmend auch hierzulande aus.

Das bedeutet, dass viele einzelne Nester mit jeweils eigener Königin existieren, die jedoch miteinander verbunden sind. Diese Struktur kann dazu führen, dass unterirdisch Hohlräume entstehen – etwa unter Gehwegen, Straßen oder Gebäuden.

Allgemeine Informationen zur Großen Drüsenameise

Die Große Drüsenameise profitiert vermutlich von milderen klimatischen Bedingungen und kann sich dadurch immer weiter nach Norden ausdehnen. Auffällig ist ihr besonderes Sozialverhalten: Sie bildet sogenannte Superkolonien. Das bedeutet, dass viele einzelne Nester mit jeweils eigener Königin existieren, die jedoch miteinander verbunden sind. Diese Struktur kann dazu führen, dass unterirdisch Hohlräume entstehen – etwa unter Gehwegen, Straßen oder Gebäuden.

Fachleute untersuchen derzeit intensiv, wie sich diese Art weiter ausbreitet und welche Auswirkungen sie langfristig auf Umwelt und Infrastruktur haben kann. Ob heimische Ameisenarten verdrängt werden, ist aktuell noch nicht abschließend geklärt.

  • Woran erkennt man die Art?

    Eine eindeutige Bestimmung ist für Laien schwierig, da es ähnliche Arten gibt. Absolute Sicherheit bietet nur eine fachliche Untersuchung.

    Typische Merkmale sind:

    • Körpergröße zwischen etwa 2 und 3,5 Millimetern
    • Schwarze Färbung
    • Leichte Einkerbung am Kopf
    • Häufig stark frequentierte, breite „Ameisenstraßen“
    • Auffälliger Geruch beim Zerdrücken (unangenehm, leicht zitronig oder ranzig)
    • Verteidigungsverhalten bei Störung des Nestes
    • Kleine Erdhäufchen oder Ansammlungen von Sand und Kies als Nesthinweis

    Für Menschen stellt die Ameise grundsätzlich keine direkte Gefahr dar. Allerdings können durch ihre Bautätigkeit Schäden entstehen, deren Beseitigung unter Umständen kostspielig ist.

    Verschieden große Ameisen auf weißem Untergrund
    Arbeiterinnen in unterschiedlichen Größen der Großen Drüsenameisen
  • Muss ich etwas unternehmen? 

    Derzeit besteht keine Verpflichtung, die Große Drüsenameise zu melden oder zu bekämpfen. Auch wenn sie häufig als invasiv bezeichnet wird, gilt sie aktuell rechtlich nicht als solche.

    Wenn Sie vermuten, dass es sich um die Große Drüsenameise handelt, ist eine sichere Bestimmung besonders wichtig, um Fehlmaßnahmen zu vermeiden.

  • Wer ist zuständig?

    Öffentliche Flächen: Zuständig ist die jeweilige Kommune, wenn beispielsweise Wege oder Straßen betroffen sind und eine Gefährdung entsteht.

    Privatgrundstücke: Hier liegt die Verantwortung beim Eigentümer. Ob Maßnahmen notwendig sind, hängt vom Einzelfall ab.

  • Was können Privatpersonen tun?

    Wenn Sie Ameisen auf Ihrem Grundstück entdecken:

    • Art bestimmen lassen: Bevor Maßnahmen ergriffen werden, sollte geklärt werden, um welche Ameisenart es sich handelt. Fachkundige Unterstützung ist sinnvoll.
    • Keine vorschnelle Bekämpfung: Der unüberlegte Einsatz von Pestiziden kann heimische Arten schädigen und sollte vermieden werden?

     

    Wann sind Bekämpfungsmaßnahmen sinnvoll?

    Der Einsatz von Mitteln zur Bekämpfung kann in bestimmten Fällen gerechtfertigt sein, etwa:

    • bei drohenden Schäden an Gebäuden oder Wegen
    • bei hygienischen Problemen im Innenbereich

     

    Was tun, wenn Ameisen ins Haus gelangen?

    Folgende Maßnahmen können helfen:

    • Zugangswege finden: Verfolgen Sie die Ameisenstraße, um den Eintrittspunkt zu lokalisieren
    • Öffnungen abdichten: Ritzen und Spalten möglichst verschließen
    • Lebensmittel sichern: Offene Nahrungsmittel vermeiden und gut verschließen
    • Hausmittel wie Kieselgur können helfen
    • Bei Bedarf Schädlingsbekämpfer hinzuziehen
  • Meldung von Exemplaren

    Meldung (empfohlen)

    Wenn Sie vermuten, dass es sich um die Große Drüsenameise handelt, ist eine sichere Bestimmung besonders wichtig, um Fehlmaßnahmen zu vermeiden.

    Sie können Beobachtungen online melden zum Beispiel über den NABU bzw. das zugehörige Meldeportal „naturgucker“ (Große Drüsenameise – Projektinfos - NABU|naturgucker). Dort können Fotos hochgeladen und Funde dokumentiert werden. Dies unterstützt die Forschung zur weiteren Ausbreitung der Art.

    Einsendung von Exemplaren

    Eine eindeutige Bestimmung anhand von eingesandten Tieren ist möglich, erfolgt jedoch in der Regel nicht über den NABU, sondern über spezialisierte Einrichtungen wie:

    Vor dem Versand sollte unbedingt vorab Kontakt aufgenommen werden, um die Einsendung abzustimmen.

    Weiterführende Informationen und Fotos finden Sie auch beim Umweltbundesamt
     https://www.umweltbundesamt.de/grosse-druesenameise

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