Im Mittelpunkt des Gesprächs standen insbesondere die Zukunft der Feuerwehr sowie die angekündigte Anpassung der Förderregelungen für die Freiwilligen Feuerwehren. Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer stellte das Frankenthaler Modell mit einer hauptamtlichen Tagesalarmbereitschaft und einer leistungsstarken Freiwilligen Feuerwehr vor. Dieses Zusammenspiel hat sich über viele Jahre bewährt und sichert eine hohe Einsatzbereitschaft. Die Stadt setzt sich dafür ein, dass die künftigen Förderregelungen die unterschiedlichen kommunalen Strukturen angemessen berücksichtigen.
Im Anschluss an das Gespräch im Rathaus informierte sich Minister Schwickert bei einem Rundgang über bedeutende Stadtentwicklungsprojekte. Erste Station war die Frankenthaler Innenstadt, deren Weiterentwicklung im Mittelpunkt zahlreicher Maßnahmen zur Stärkung des Einzelhandels, der Aufenthaltsqualität und des öffentlichen Lebens steht.
Am Hauptbahnhof stellte der Oberbürgermeister die Planungen zum Umbau des Bahnhofsvorplatzes und das Stadtentwicklungsprojekt „Westlich der Bahn“ vor. Beide Vorhaben sind zentrale Bestandteile des Zukunftsprozesses „Frankenthal 2035“ und verdeutlichen den Anspruch der Stadt, Stadtentwicklung und nachhaltige Mobilität eng miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, die verschiedenen Verkehrsträger besser zu vernetzen und die Anbindung Frankenthals innerhalb der Metropolregion Rhein-Neckar weiter zu stärken.
Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war der Jakobsplatz im Quartier Pilgerpfad. Dort erläuterte die Stadt ihren integrierten Entwicklungsansatz im Rahmen des Förderprogramms „Innenstadt-Impulse 2026“. Geplant sind Maßnahmen zur Aufwertung des öffentlichen Raums, zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Förderung des sozialen Miteinanders im Quartier. Dabei wurde deutlich, dass attraktive und gut gestaltete öffentliche Räume einen wichtigen Beitrag zur Prävention und zum Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger leisten.
Die Sicherheit im öffentlichen Raum war ebenfalls Thema des Gesprächs. Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer warb gegenüber Innenminister Achim Schwickert dafür, die rechtlichen Voraussetzungen für eine Videoüberwachung öffentlicher Plätze weiterzuentwickeln. Gerade nach dem Vorfall am Jakobsplatz und angesichts des wachsenden Sicherheitsbedürfnisses vieler Bürgerinnen und Bürger brauche es aus Sicht der Kommunen wirksame Instrumente, um Straftaten vorzubeugen, aufzuklären und das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu stärken.
Vorgestellt wurden außerdem die Planungen für die Neubebauung am Jakobsplatz durch den Investor ProConcept. Das Projekt soll neuen Wohnraum schaffen und den Platz als lebendigen Mittelpunkt des Quartiers weiterentwickeln. Städtebauliche Entwicklung, Wohnungsbau, Aufenthaltsqualität und Prävention werden dabei bewusst gemeinsam gedacht.
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer zog eine positive Bilanz des Besuchs: „Der offene und konstruktive Austausch hat gezeigt, wie wichtig die enge Zusammenarbeit zwischen Land und Kommunen ist. Die Herausforderungen unserer Städte lassen sich nur gemeinsam bewältigen. Ich freue mich, dass Minister Schwickert sich vor Ort ein Bild von unseren Projekten gemacht hat und wir unsere Anliegen unmittelbar erläutern konnten.“
Auch Minister Achim Schwickert würdigte die Bemühungen der Stadt: „Frankenthal zeigt eindrucksvoll, wie kommunale Zukunftsaufgaben ganzheitlich gedacht werden können. Die vorgestellten Projekte machen deutlich, dass Mobilität, Sicherheit, Stadtentwicklung und Integration eng miteinander verknüpft sind. Eine erfolgreiche Entwicklung unserer Städte gelingt nur in einer vertrauensvollen Partnerschaft zwischen Land und Kommunen. Ich danke der Stadt Frankenthal für den offenen Austausch und die Möglichkeit, mir vor Ort ein Bild von den vielfältigen Projekten und Herausforderungen zu machen.“
Die Stadt wird den begonnenen Dialog mit dem Land fortsetzen und ihre Projekte gemeinsam mit den Partnern konsequent weiterentwickeln.



