Hohe Temperaturen werden von vielen Menschen unterschiedlich wahrgenommen: Während die einen die Sonne genießen und warme Tage als angenehm empfinden, belasten Hitzeperioden andere körperlich stark. Besonders für ältere Menschen, kleine Kinder, Schwangere und Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen kann Hitze zu einer ernsthaften Gefahr werden.
Warum ist Hitze belastend für den Körper?
Der menschliche Körper versucht, seine Temperatur konstant bei etwa 37 Grad zu halten. Steigen die Außentemperaturen, beginnt der Körper zu schwitzen, um Wärme abzugeben. Dabei verliert er Wasser und wichtige Mineralstoffe. Während im Alltag meist eine Flüssigkeitsaufnahme von etwa 1,5 bis 2 Litern pro Tag ausreichend ist, kann der Bedarf an heißen Tagen deutlich steigen.
Bei großer Hitze ist es deshalb besonders wichtig, ausreichend zu trinken. Der Flüssigkeitsbedarf kann sich je nach Belastung und Temperatur auf drei bis fünf Liter täglich erhöhen. Wer zu wenig trinkt, riskiert Kreislaufprobleme, eine Überhitzung des Körpers oder im schlimmsten Fall einen Hitzschlag.
Zusätzlich steigt an heißen Tagen die Belastung durch UV-Strahlung und Ozon. Haut, Augen, Atemwege und Herz-Kreislauf-System werden stärker beansprucht. Längere Aufenthalte in der prallen Sonne ohne Schutz können zu Sonnenbrand oder Sonnenstich führen.
Tipps für heiße Tage
Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Belastung durch Hitze reduzieren:
- Ausreichend trinken: Wasser oder ungesüßte Getränke regelmäßig über den Tag verteilt trinken – auch ohne Durstgefühl. Wasserspender stehen auf dem Rathausplatz, am Speyerer Tor und am Jakobsplatz. Zu den Öffnungszeiten des Rathauses steht auch hier Wasser kostenlos zur Verfügung.
- Direkte Sonne vermeiden: Besonders in den Mittagsstunden möglichst im Schatten bleiben. Schatten und Abkühlung bieten zum Beispiel auch das Frankenthaler Strandbad, der Ostpark oder weitere Grünanlagen und Brunnen im Stadtgebiet.
- Sonnenschutz nutzen: Eine Kopfbedeckung, luftige Kleidung und Sonnencreme schützen vor UV-Strahlung.
- Wohnräume kühl halten: Tagsüber Fenster und Rollläden geschlossen halten, morgens und abends lüften.
- Körperliche Belastung anpassen: Sport und schwere Arbeiten möglichst auf kühlere Tageszeiten verlegen.
- Auf Mitmenschen achten: Gerade ältere oder alleinlebende Menschen in der Nachbarschaft regelmäßig fragen, ob Unterstützung benötigt wird.
Nachbarschaftshilfe kann Leben retten
Das Klimabüro bittet die Frankenthalerinnen und Frankenthaler, besonders auf Menschen in ihrem Umfeld zu achten, denen Hitze besonders zusetzen kann. Ein kurzer Besuch, ein Anruf oder ein freundliches Nachfragen kann viel bewirken.
Auch Menschen, die im Freien arbeiten, freuen sich über kleine Gesten der Aufmerksamkeit. Post- und Paketbotinnen und -boten sowie Müllwerkerinnen und Müllwerker sind bei Hitze oft hohen Belastungen ausgesetzt. Ein angebotenes Getränk kann hier eine wertvolle Unterstützung sein.
Frankenthal arbeitet am Umgang mit Hitze
Auch innerhalb der Stadtverwaltung wird das Thema Hitze intensiv bearbeitet. Mitarbeitende verschiedener Bereiche entwickeln Maßnahmen, die kurz-, mittel- und langfristig umgesetzt werden können. Die Erarbeitung eines Hitzeaktionsplans wurde angestoßen. Erste sichtbare Maßnahmen, wie beispielsweise Neupflanzungen von Bäumen und Installation von Trinkwasserbrunnen im Stadtgebiet, sind bereits umgesetzt.
Doch Klimaanpassung ist eine gemeinsame Aufgabe. Bürgerinnen und Bürger können ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten – etwa durch das Gießen von Bäumen und Beeten, die Entsiegelung eigener Grundstücke, Fassadenbegrünung oder Unterstützung in der Nachbarschaft.
Weitere Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten bei Hitze gibt es unter www.frankenthal.de/hitze
Zusätzliche Hinweise zum Hitzeschutz bietet auch der „Hitzeknigge“ des Umweltbundesamtes, abrufbar unter www.umweltbundesamt.de/en/publikationen/der-hitzeknigge



