Es war ein Tag, an den sich viele noch lange erinnern werden. 25 Musiker der Frankenthaler Stadtstreicher waren am 23. Juni zum Euro-Musique-Festival 2026 in den Europa-Park gereist – und kehrten am Abend voller Eindrücke zurück.
Im ganzen Park war Musik zu hören: Auf zahlreichen Freiluftbühnen traten Ensembles auf, überall begegnete man Klängen. Die Stadtstreicher spielten unter anderem das Notturno aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“, ein Werk, das auf eine Shakespeare-Vorlage zurückgeht. Passend dazu durften sie im Globe Theater auftreten, einer der großen Bühnen des Parks. Das überdachte Theater ist ein Nachbau des berühmten Londoner Globe Theatre, das untrennbar mit William Shakespeare verbunden ist.
Außerdem erklangen die dahinschmelzend gespielte „Gabriel's Oboe“, der schmissige Ungarische Tanz Nr. 5 von Brahms, das immer wieder gern gespielte „Palladio“ von Jenkins sowie „As Long As I Have Music“ und – als feierlicher Abschluss – die Europahymne nach dem Finale aus Beethovens 9. Sinfonie. Dieses letzte Stück spielten die Stadtstreicher gemeinsam mit dem Wiesentäler Saitentanz aus Schopfheim und dem Orchester des Goethe-Gymnasiums Freiburg. Drei durchaus unterschiedliche Ensembles verschmolzen zu einem großen Klangkörper – ein treffendes Bild für Einheit in der Vielfalt.
Zwischen den Auftritten erkundeten die jungen Musiker den Park. Mit viel Humor bildeten sich Gruppen, die sich gegenseitig mit selbstgewählten Namen aufzogen: Die „Furchtlosen Fünf“, die „Verrückten Vier“ und die „Feigen Vier“ machten den Europa-Park auf ihre ganz eigene Weise unsicher.
„Trotz der Hitze hatten wir alle viel Spaß – egal ob beim Achterbahnfahren, bei anderen Fahrgeschäften oder beim Vorspielen“, berichtet Nathalie, eine 15-jährige Cellistin. „Es war eine supertolle Gruppe, und selbst das Anstehen war nicht schlimm, weil man sich die ganze Zeit gut unterhalten konnte.“ Und Hannah, eine 13-jährige Geigerin, ergänzt: „Ich fand den Besuch auch sehr schön. Besonders gut gefallen hat mir, dass wir in unserer Gruppe alles gemeinsam entschieden und unternommen haben.“
„Wir haben so einen schönen Tag gehabt!“, war am Abend immer wieder zu hören. Als die begeisterten Reiseberichte eintrafen, brachte es Gabi Klaus-Thoma, als stets engagierte Kollegin und Unterstützerin des Orchesters, auf den Punkt: „An solche Erlebnisse erinnert man sich ein Leben lang. Schön, dass ihr wohlbehalten von einem tollen Tag zurück seid. Das hat euch allen gut getan. Eintüten, konservieren, nicht vergessen!“
Cami Hotea-Schulz, die gemeinsam mit Gyöngyi Gontermann die Reise organisiert hatte und das Orchester dirigierte, freute sich besonders über die einhellige Rückmeldung der Teilnehmenden: Alle wünschen sich eine weitere Teilnahme. Für die Stadtstreicher wäre es bereits das dritte Mal beim Euro-Musique-Festival.
Genau darum geht es bei solchen Fahrten: um Motivation, um gemeinsame Erlebnisse, um neue Begegnungen und wachsende Freundschaften, um Erinnerungen, die bleiben – und um die Musik, die begeistert und neue Gelegenheiten schafft.
Am 29. August spielen die Stadtstreicher ihr nächstes Konzert, zu dem sie nach Darmstadt eingeladen wurden.



