Zum Auftakt wurde die Delegation herzlich von Stadtpräsidentin Magdalena Czarzyńska-Jachim, dem früheren Stadtpräsidenten Jacek Karnowski sowie weiteren Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Sopot empfangen. Anlässlich des 35-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft überreichte Oberbürgermeister Meyer ein Glaspräsent als Zeichen der langjährigen Verbundenheit beider Städte.
„Städtepartnerschaften sind heute wichtiger denn je. Sie schaffen Begegnungen, bauen Vertrauen auf und machen den europäischen Gedanken im Alltag erlebbar. Gerade in einer Zeit großer gesellschaftlicher und politischer Herausforderungen sind sie ein wertvoller Beitrag für Frieden, Demokratie und gegenseitiges Verständnis“, betont Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.
Im Mittelpunkt des mehrtägigen Besuchs standen konkrete Zukunftsprojekte. So wurden Möglichkeiten zur Reaktivierung und zum Ausbau des Schüleraustauschs erörtert. Ziel ist es, insbesondere jungen Menschen persönliche Begegnungen zu ermöglichen und europäische Freundschaften frühzeitig wachsen zu lassen.
Auch die bereits enge Zusammenarbeit der Musikschulen soll weiter intensiviert werden. Geplant sind gegenseitige Besuche, gemeinsame Konzerte sowie die Beteiligung an Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2027. Darüber hinaus standen Gespräche mit der Feuerwehr Sopot, Besuche der Staatlichen Kunstgalerie sowie des Kunst- und Innovationszentrums Goyki 3 auf dem Programm. Dabei wurden neue Ansätze für den fachlichen und kulturellen Austausch entwickelt.
Ein weiterer Schwerpunkt war der Austausch über den Aufbau einer neuen Metropolregion rund um Danzig, Gdynia und Sopot. Meyer sieht darin großes Potenzial für eine intensivere Zusammenarbeit auf kommunaler Ebene.
„Die Metropolregion Rhein-Neckar ist seit vielen Jahren ein erfolgreiches Beispiel dafür, wie Städte und Landkreise gemeinsam Zukunft gestalten können. Ich werde mich dafür einsetzen, dass wir unsere Erfahrungen in diesen Prozess einbringen und den Aufbau der neuen Strukturen partnerschaftlich begleiten. Europa lebt davon, voneinander zu lernen und erfolgreiche Modelle miteinander zu teilen“, so Meyer.
Neben den offiziellen Terminen besuchte die Delegation auch die historische Stadt Marienwerder (Kwidzyn). Für den Oberbürgermeister hatte dieser Programmpunkt eine besondere persönliche Bedeutung: Die Großmutter von Dr. Nicolas Meyer stammt aus der Region.
„Gerade hier wird deutlich, welchen Weg Europa gegangen ist. Dort, wo Geschichte Menschen einst getrennt hat, entstehen heute Freundschaften und Zusammenarbeit über Grenzen hinweg. Das ist ein starkes Zeichen dafür, wie wertvoll der europäische Gedanke und unsere Städtepartnerschaften sind“, erklärt Meyer.
Den Abschluss des Besuchs bildete die Teilnahme am renommierten Baltic Opera Festival in der Waldoper Sopot sowie weitere Gespräche über die zukünftige Ausgestaltung der Partnerschaft.
Mit zahlreichen neuen Ideen, konkreten Projektansätzen und gestärkten persönlichen Kontakten kehrt die Frankenthaler Delegation nach Hause zurück. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Vorhaben umgesetzt und die Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Jugend, Kultur, Musik, Feuerwehr und kommunale Vernetzung weiter ausgebaut werden.
„35 Jahre Städtepartnerschaft sind kein Anlass, nur zurückzublicken. Sie sind vor allem Auftrag, gemeinsam die Zukunft zu gestalten – für unsere Städte und für ein starkes, friedliches Europa.“, so Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer abschließend.
Mehr zu Frankenthals Städtepartnerschaften unter www.frankenthal.de/partnerstädte



