Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer betont die Bedeutung der Maßnahme im Zusammenhang der städtischen Gesamtentwicklung: „Wir schaffen damit Ordnung, Klarheit und Verlässlichkeit, aber vor allem auch ein besser lesbares und gepflegtes Erscheinungsbild im öffentlichen Raum. Unser Ziel ist eine Innenstadt und ein Stadtgebiet, in dem Informationen sichtbar sind, ohne den öffentlichen Raum zu überfrachten.“
Ausgangslage: zunehmende Unordnung im öffentlichen Raum
In den vergangenen Jahren hat sich im Stadtgebiet zunehmend eine unübersichtliche Plakatierung entwickelt. Neben nicht zulässigen Formaten an nicht vorgesehenen Orten kam es vermehrt zu Wildplakatierungen sowie zu einer Vielzahl unterschiedlich angebrachter Werbeträger.
Insbesondere entlang stark frequentierter Verkehrsachsen führte dies zu einem heterogenen und teils unruhigen Gesamteindruck im öffentlichen Raum. Gleichzeitig stieg der Aufwand für Kontrolle, Entfernung und Nachverfolgung deutlich an. Mit dem neuen System reagiert die Stadtverwaltung auf diese Entwicklung und schafft eine klare, einheitliche und nachvollziehbare Struktur.
Einheitliches System für mehr Übersicht und weniger Wildplakatierung
Die neuen Wechselrahmen werden durch die Firma MW Plakatierservice geliefert und installiert. Das eingesetzte System basiert auf einem in den Niederlanden etablierten und patentierten Format („Duo quick A0“) und ermöglicht eine geordnete, doppelseitige Plakatierung.
Ziel der Neuregelung ist es, die bisherige heterogene Plakatierungslandschaft im Stadtgebiet zu bündeln und dauerhaft zu strukturieren. Damit sollen insbesondere Wildplakatierungen reduziert, unübersichtliche Plakatansammlungen vermieden und die Sichtbarkeit städtischer sowie kultureller Veranstaltungen verbessert werden.
Die Installation der 120 Rahmen erfolgt zwischen dem 16. und 18. April. Während der Übergangsphase werden die Rahmen zunächst mit Platzhalterplakaten bestückt, die unter anderem auf städtische Angebote wie die Personalkampagne und den Wochenmarkt hinweisen.
Plakatierung künftig ausschließlich im Wechselrahmen
Nach der vollständigen Installation gilt künftig eine klare Regelung: Plakate dürfen ausschließlich in den städtischen Wechselrahmen angebracht werden. Vorgesehen ist zunächst der Einsatz von Hohlkammerplakaten im DIN-A0-Format. Die Standorte werden dabei bewusst reduziert und neu geordnet.
Oberbürgermeister Dr. Meyer erklärt dazu: „Das bisherige Durcheinander im Stadtgebiet wird damit der Vergangenheit angehören. Das neue System sorgt für klare Strukturen, bessere Lesbarkeit und ein insgesamt gepflegteres Erscheinungsbild. Gleichzeitig erhöhen wir auch die Verkehrssicherheit, da unkontrollierte Plakatierungen künftig entfallen.“
Mehr Effizienz, weniger Aufwand, mehr Sicherheit
Mit der Einführung des neuen Systems werden zugleich die Abläufe in der Verwaltung deutlich vereinfacht. Durch die klar definierten Standorte und einheitlichen Formate entsteht ein erheblich reduzierter Kontroll- und Reinigungsaufwand.
Auch die Verkehrssicherheit wird verbessert, da Plakatierungen künftig nicht mehr in unübersichtlichen oder sicherheitskritischen Bereichen erfolgen können. Die neuen Strukturen sorgen damit nicht nur für mehr Ordnung, sondern auch für effizientere Verwaltungsprozesse.
Die Beschaffung, Organisation und Koordination erfolgen zentral über die Wirtschaftsförderung sowie das Stadtmarketing in Zusammenarbeit mit dem Bereich Bürgerdienste, Ordnung und Umwelt.
Trotz der Neustrukturierung bleibt die Vielfalt der Werbemöglichkeiten im Stadtgebiet erhalten. Neben den neuen Wechselrahmen stehen weiterhin klassische Litfaßsäulen, externe Werbeanlagen sowie digitale City-Light-Formate zur Verfügung.
Damit bleibt ein breites Spektrum an Werbe- und Informationsmöglichkeiten bestehen, das unterschiedliche Bedürfnisse von Veranstaltern, Unternehmen und Institutionen abdeckt – jedoch künftig in klar geregelten und geordneten Strukturen.
Teil einer umfassenden Innenstadtstrategie
Die Einführung des neuen Plakatiersystems ist Teil einer umfassenden städtischen Strategie zur Aufwertung des öffentlichen Raums. Bereits mit der neuen Sondernutzungssatzung und den ergänzenden Gestaltungsrichtlinien hat die Stadt klare Rahmenbedingungen für ein einheitlicheres Erscheinungsbild geschaffen. Diese traten zum 1. Januar 2026 in Kraft.
Die Neuregelung umfasst unter anderem Vorgaben für Außengastronomie, Warenauslagen, Kundenstopper sowie die Qualität von Möblierungen im öffentlichen Raum. Ziel ist es, die Aufenthaltsqualität zu verbessern, Barrieren abzubauen und ein harmonisches Stadtbild zu schaffen.
Auch die Plakatierung wurde dabei grundlegend neu geregelt: Künftig gilt ein einheitliches, reduziertes und klar strukturiertes System mit festen Standorten, definierten Laufzeiten und einheitlichen Formaten.
Stadt reagiert auf Entwicklung im öffentlichen Raum
Hintergrund der Reform ist auch die in den vergangenen Jahren gestiegene Plakatdichte im Stadtgebiet, insbesondere entlang der Hauptverkehrsachsen. Unterschiedliche Formate, Materialien und teils langanhaltende Aushänge haben zunehmend zu einem unruhigen Stadtbild geführt.
Mit der Einführung des neuen Systems reagiert die Stadtverwaltung auf diese Entwicklung und schafft verbindliche, einheitliche Strukturen.
„Wir regulieren nicht, um zu bremsen, sondern um zu ermöglichen – im Sinne von Maß und Mitte“, so Dr. Meyer. „Frankenthal soll ein Ort bleiben, an dem Veranstaltungen sichtbar sind, aber das Stadtbild gleichzeitig geordnet und einladend wirkt.“
Schrittweise Umsetzung
Die Stadt betont, dass die Umstellung schrittweise erfolgt und zunächst eine Erprobungsphase vorgesehen ist. In dieser Zeit werden bestehende lose Plakatierungen sukzessive in das neue System überführt.
Gleichzeitig ist das Projekt Teil eines größeren Maßnahmenpakets zur Attraktivierung der Innenstadt. Dazu gehören unter anderem die Grundreinigung der Fußgängerzone, Verbesserungen in der Beschilderung, zusätzliche Begrünungsmaßnahmen sowie die Weiterentwicklung der Radverkehrsführung.
Gemeinsames Ziel: mehr Ordnung und Qualität im öffentlichen Raum
Mit dem neuen Wechselrahmen-System setzt Frankenthal einen weiteren sichtbaren Schritt in Richtung eines geordneten, modernen und hochwertigen öffentlichen Raums.
„Wir machen Frankenthal Schritt für Schritt klarer, gepflegter und lebenswerter“, so Oberbürgermeister Dr. Meyer abschließend. „Das neue Plakatierungssystem ist dafür ein wichtiger Baustein.“



