Quellen für Familienforschung und Stadtgeschichte jetzt online verfügbar
Einen Meilenstein in der Digitalisierungsstrategie des Stadtarchivs stellt insbesondere die Online-Veröffentlichung der ab dem 16. Jahrhundert überlieferten Kirchenbücher beider Konfessionen dar. Gerade für Familienforscherinnen und Familienforscher eröffnen diese Unterlagen vielfältige Möglichkeiten zur Ahnen- und Herkunftsforschung und stellen eine wertvolle Quelle zur regionalen Geschichte dar.
Gleichzeitig trägt die Digitalisierung zum Schutz der historischen Originale bei.
Darüber hinaus wurden nun auch Rechnungsbestände des 18. und 19. Jahrhunderts digital zugänglich gemacht. Hinter den auf den ersten Blick unscheinbaren Verwaltungsunterlagen verbergen sich zahlreiche spannende Einblicke in die Geschichte Frankenthals und den Alltag früherer Generationen.
So dokumentieren die Gemeinderechnungen des Jahres 1801/02 unter anderem die politische Situation während der sogenannten „französischen Zeit“ in der Pfalz. Verzeichnet ist beispielsweise eine Ausgabe von fünf Gulden an den Maire Forthuber „für den Ankauf von Schießpulver“ zur Feier des sogenannten Reunionfestes, das an die Eingliederung der Pfalz in den Französischen Staat ab 1797/98 erinnerte.
Ebenso zeigen die Unterlagen alltägliche Ausgaben der damaligen Gemeinde – etwa für Schreibmaterialien, die „Verbesserung der Uhr auf dem Gemeindehaus Bureau“, für die Arbeit „an denen Feuersprützen“ oder auch für Branntwein, der der Gemeinde damals drei Gulden und 20 Kreuzer wert war.
Mit der erweiterten Digitalisierung schafft das Stadtarchiv neue Möglichkeiten für stadthistorisch Interessierte, Familienforschende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, historische Quellen orts- und zeitunabhängig zu nutzen. Gleichzeitig wird damit die Grundlage für weitere Forschungen zur Frankenthaler Stadtgeschichte gelegt.
Weitere Informationen zum digitalen Stadtarchiv sind unter www.frankenthal.de/stadtarchiv zu finden.



