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Im Mittelpunkt steht der Austausch mit den zukünftigen Nutzerinnen und Nutzern. Gemeinsam soll geprüft werden, ob die bisherigen Wünsche und Anregungen in den Entwurf eingeflossen sind und ob die geplante Anlage den Vorstellungen der Jugendlichen entspricht.
„Kinder und Jugendliche haben jetzt erneut die Möglichkeit, sich aktiv einzubringen und offen Rückmeldung zum Entwurf zu geben“, betont Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer. „Dabei sind sowohl Zustimmung als auch konkrete Verbesserungsvorschläge oder neue Ideen ausdrücklich willkommen.“
Die Jugendlichen können sich den Entwurf vor Ort anschauen, Fragen an den Architekten stellen und ihre Meinung äußern. Auch Interessierte, die sich bisher noch nicht an der Planung beteiligt haben, sind herzlich eingeladen. Das Kinder- und Jugendbüro bittet zudem darum, die Information an weitere potenzielle Nutzerinnen und Nutzer weiterzugeben.
Zwei Termine stehen zur Auswahl
Für die Vorstellung des Entwurfs stehen zwei Termine zur Auswahl: Freitag, 23. Oktober und Dienstag, 27. Oktober, jeweils von 17 bis 18 Uhr. Interessierte können über eine Online-Umfrage angeben, an welchem Termin sie teilnehmen können. Es ist auch möglich, sich für beide Termine einzutragen.
Die Rückmeldung zur Terminwahl ist bis Freitag, 9. Oktober, um 12 Uhr unter https://fragab.de/Npt5Xm9d möglich.
Ein Freizeitareal für Sport, Bewegung und Begegnung
Auf einer rund einen Hektar großen Fläche soll ein modernes Freizeitgelände für Kinder, Jugendliche und sportbegeisterte Erwachsene entstehen. Zentrale Elemente sind eine Skateanlage und ein Pumptrack. Der bereits vorhandene Bolzplatz soll erhalten bleiben und weiter genutzt werden. Ergänzt wird das Areal durch Grün- und Aufenthaltsbereiche mit Sitzgelegenheiten und Schattenzonen sowie barrierefreie Wegeverbindungen. Vorgesehen sind außerdem eine Toilettenanlage und zehn Pkw-Stellplätze. Optional können weitere Angebote wie Outdoor-Fitnessgeräte hinzukommen.
„Hinter diesem Projekt liegen mehrere Jahre des Austauschs, der Beteiligung und der gemeinsamen Suche nach einer guten Lösung. Besonders wichtig ist mir, dass die Ideen und Wünsche der Jugendlichen von Anfang an in die Planung eingeflossen sind. Mit dem nun vorliegenden Vorentwurf wird aus diesen Ideen ein konkretes Projekt. Wir schaffen damit Perspektiven für einen zeitgemäßen Ort, an dem Sport, Bewegung und Begegnung möglich sind“, sagt Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.
Von der Idee zum konkreten Projekt
Die Planungen sind das Ergebnis eines mehrjährigen Beteiligungs- und Planungsprozesses. Der Wunsch nach einer zeitgemäßen Skate- und Bikesportanlage besteht in Frankenthal bereits seit mehreren Jahren. Bereits seit 2019 suchte die Skate-Community gemeinsam mit Stadtverwaltung, Kinder- und Jugendbüro und Anwohnern nach Lösungen für eine neue Skateanlage. Hintergrund waren unter anderem der Zustand des bestehenden Skateparks sowie Nutzungskonflikte mit der angrenzenden Wohnbebauung.
Im Jahr 2021 wurde der Dialogprozess auf weitere Nutzergruppen ausgeweitet. Auslöser waren unter anderem während der Pandemie entstandene, selbst angelegte Mountainbike-Strecken. Diese mussten aus rechtlichen, naturschutzfachlichen und haftungsrechtlichen Gründen zurückgebaut werden. Das Kinder- und Jugendbüro brachte daraufhin Jugendliche, Verwaltung, Politik und weitere Beteiligte miteinander ins Gespräch, um gemeinsam eine dauerhafte Lösung zu entwickeln.
In den folgenden Jahren wurden verschiedene Standorte geprüft und Workshops durchgeführt. Anfang 2024 fiel die Entscheidung, die Entwicklung eines Freizeitgeländes im Bereich zwischen Carl-Benz-Straße und Nordring weiterzuverfolgen.
Auch bei der weiteren Konkretisierung wurden junge Menschen einbezogen: Im April 2025 beteiligten sich 280 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an einer Online-Befragung. Die Fläche wurde gemeinsam mit Jugendlichen, dem Kinder- und Jugendbüro sowie dem Bereich Planen und Bauen besichtigt. Im Sommer 2025 gründete sich zudem der Rollbrett-Sportverein Frankenthal, der sich insbesondere für die Förderung des Skatesports einsetzt.
Im November und Dezember 2025 wurde die Beteiligung mit weiteren Treffen fortgesetzt. Dabei wurde ein erster Entwurf des Planungsbüros Seiler – Ingenieure und Architekten GmbH gemeinsam mit Jugendlichen diskutiert. Die Ergebnisse flossen in die weitere Planung ein.
Planung verbindet Sport, Aufenthalt und Umwelt
Die aktuelle Entwurfsplanung verbindet aktive Sportangebote mit Bereichen zum Aufenthalt und zur Erholung. Die Skateanlage und der Pumptrack bilden dabei die Schwerpunkte. Der Bolzplatz bleibt erhalten.
Auch ökologische Aspekte werden in der Planung berücksichtigt. Flächen sollen, soweit möglich, wasserdurchlässig ausgeführt werden. Das auf den befestigten Flächen anfallende Regenwasser soll auf dem Grundstück gesammelt und zur Versickerung gebracht werden. Die Beleuchtung wird insektenschonend geplant. Bestehende Bäume sollen teilweise erhalten und durch zusätzliche Baumpflanzungen ergänzt werden. Nicht benötigte Flächen werden begrünt. Für den Eingriff in die bestehende Ausgleichsfläche ist zudem eine externe Ausgleichsfläche vorgesehen.
Nächster Schritt: frühzeitige Beteiligung
Für die Standortentwicklung wurden bereits Bodenuntersuchungen und eine Kampfmitteldetektierung durchgeführt. Weitere Fachgutachten, unter anderem zu Artenschutz und Entwässerung, sind in Bearbeitung.
Der Stadtrat hat bereits im Mai 2026 den Aufstellungsbeschluss für die erforderliche Änderung des Bebauungsplans gefasst. Nun soll mit dem vorliegenden Vorentwurf die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange durchgeführt werden.
Die eingehenden Stellungnahmen werden anschließend ausgewertet und in die weitere Planung einbezogen. Parallel werden die noch ausstehenden Fachbeiträge fertiggestellt. Auf dieser Grundlage kann anschließend der Bebauungsplanentwurf erarbeitet werden.
Mit dem neuen Freizeitareal soll in Frankenthal langfristig ein zeitgemäßer Ort für Bewegung, Sport und Begegnung entstehen – und damit ein Angebot, das maßgeblich aus dem Wunsch junger Menschen nach geeigneten Flächen für Skate- und Bikesport hervorgegangen ist.



