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Friedrich-Ebert-Grundschule, Friedrich-Ebert-Realschule plus und Kita Jakobsplatz öffnen am Dienstag wieder 

Die Friedrich-Ebert-Realschule plus sowie die Friedrich-Ebert-Grundschule und Kita Jakobsplatz blieben am Montag als Vorsichtsmaßnahme geschlossen. Die Schülerinnen und Schüler werden über die Plattform „Sdui“ mit Unterrichtsstoff versorgt. Ein Anlaufpunkt für Schüler, die diese Nachricht nicht erreicht hatte, wurde eingerichtet.

Das Krisenteam der Schule ist derzeit vor Ort aktiv und berät über das weitere Vorgehen (zusammen mit Vertretern der ADD, Schulleitungen, Vertretern des Schulträgers, Vertretern des Jugendamts), Schulpsychologischer Dienst ist eingeschaltet und wird die Schulgemeinschaft begleiten. Eine Begleitung des auslösenden Schülers wird ebenfalls sichergestellt. Das Jugendamt der Stadt Frankenthal ist eingeschaltet.

Der Schulalltag morgen soll für alle Klassen mit einem Klassenunterricht beginnen, um vorhandene Sorgen und Ängste aufzugreifen und ggf. mit externer Unterstützung zu bearbeiten. Die Schulsozialarbeiter der Stadt Frankenthal werden ebenfalls den ganzen Tag vor Ort sein.

Mitteilung der ADD

Für alle rheinland-pfälzischen Schulen gibt es die „Handreichung Umgang mit Krisensituationen an Schulen“ – den sogenannten Krisenordner. Diese Handreichung wurde erstmals 2007 von der Schulbehörde gemeinsam mit Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Landes erstellt, im Laufe der Jahre immer wieder aktualisiert und jeweils den gesetzlichen Rahmenbedingungen angepasst. Die Handreichung gibt Hinweise und Empfehlungen, wie Schulen in Zusammenarbeit mit Polizei, Rettungsdiensten, Jugendämtern und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz auf mögliche Krisensituationen reagieren und koordiniert handeln sollten. Zu den angesprochenen Krisensituationen gehören Mobbing, Cybermobbing, genauso wie Fälle körperlicher Gewalt, Suizide oder eben auch Amoklagen.

Über 1.000 Schulen im Land hatten bis 2018 bereits sogenannte „schulische Krisenteams“. Seit dem Schuljahr 2018/19 sind die Schulen verpflichtet entsprechende Teams zu bilden. Ziel ist es, dass die Krisenteams der Schulleitung und der gesamten Schulgemeinschaft dabei helfen, in Krisen strukturiert, zügig und der jeweiligen

Situation angemessen zu handeln. Dazu arbeiten die Krisenteams vor allem auch präventiv, üben den Ernstfall und bereiten sich auf unterschiedliche Notfall-Szenarien vor.

Die Krisenteams wiederum werden durch die Beratung von und Fortbildung durch Schulpsychologinnen und Schulpsychologen des Pädagogischen Landesinstituts (PL) unterstützt. Die Schulpsychologie, die in landesweit 14 regionalen Beratungszentren für die Schulen, die Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und auch Eltern erreichbar ist, wird im Krisenfall ebenfalls zur Beratung und Unterstützung herangezogen.

Der beste Schutz vor Krisen ist jedoch eine wirksame Präventionsarbeit. Die rheinland-pfälzischen Schulen leisten diese mit großem Engagement und die Landesregierung unterstützt sie dabei durch Beratung, das Angebot von Fort- und Weiterbildungen und auch finanziell – etwas im Rahmen der Zusammenarbeit mit Partnerinnen und Partnern in zahlreichen Programmen und Projekten. Ebenso können die schulpsychologischen Beratungszentren selbstverständlich jederzeit angesprochen werden, um Problemlagen im schulischen Kontext früh zu erkennen und so Krisen möglichst zu vermeiden.

Meldung der Polizei vom 19. September, 9.30 Uhr

Androhung einer Straftat an Schule - Verursacher ermittelt

Der Polizei lagen am Sonntag (18.09.2022) Hinweise vor, dass ein Schüler einer Schule in Frankenthal geäußert habe, dass es zu einer möglichen Gefahrenlage an einer Schule in Frankenthal kommen könnte. In einem öffentlichen Forum erkundigte sich der Schüler, wie man eine Amoktat an einer Schule begeht.

Der Schüler wurde von der Polizei bereits am Sonntag ermittelt. Es ergaben sich keine Hinweise auf eine tatsächliche Gefahrensituation. Eine Gefährderansprache wurde durchgeführt.

Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Schule oder für sonstige Einrichtungen in Frankenthal.

Es wurden Ermittlungen wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten aufgenommen.