Zum Vergleich: 2022 lag Frankenthal bei derselben Kennzahl noch auf dem letzten Platz. Damals wurden lediglich 50 Wohnungen in neuen Wohngebäuden genehmigt – 10,2 je 10.000 Einwohner. Auch gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 ist der Anstieg deutlich: Damals waren es 58 Wohnungen, 2026 sind es 240 – ein Plus von rund 314 Prozent.
„Vom letzten Platz auf Platz eins – das ist ein starkes Signal für den Wohnungsbaustandort Frankenthal. Die Zahlen zeigen, dass sich bei uns etwas bewegt und große Vorhaben nach Jahren der Planung jetzt in die Umsetzung kommen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.
Strandbad Quartier trägt wesentlich zum Ergebnis bei
Ein wesentlicher Anteil der aktuellen Genehmigungen entfällt auf das Strandbad Quartier auf dem ehemaligen Sternjakob-Areal. Auf dem rund 2,8 Hektar großen Gelände entstehen insgesamt 346 Wohnungen in 19 Mehrfamilienhäusern. Die Entwicklung erfolgt in mehreren Bauabschnitten.
„Das Strandbad Quartier hat als Großprojekt naturgemäß einen erheblichen Einfluss auf die Halbjahresstatistik. Gleichzeitig zeigt das Beispiel, wie aus jahrelanger Planung konkreter neuer Wohnraum entstehen kann“, so Meyer.
Auch weitere Wohnungsbauvorhaben werden in Frankenthal vorangetrieben. Grundlage dafür ist unter anderem die 2024 einstimmig beschlossene Roadmap Wohnungsbau, mit der größere Projekte priorisiert und projektbezogen begleitet werden. Neben dem Strandbad Quartier geht es unter anderem um die Wohnbebauung auf dem ehemaligen Real-Gelände in Studernheim, Lauterecken-Nord und die Entwicklung am Jakobsplatz.
Wohnungsbau weiter beschleunigen
Zusätzlichen Rückenwind soll der sogenannte Bau-Turbo bringen. Der Stadtrat hat im Mai 2026 entsprechende Leitlinien für die Anwendung der neuen bundesrechtlichen Beschleunigungsmöglichkeiten beschlossen.
„240 genehmigte Wohnungen sind ein erfreuliches Zwischenergebnis – jetzt kommt es darauf an, dass daraus auch tatsächlich neuer Wohnraum entsteht. Wir wollen die Dynamik nutzen, weitere Projekte voranbringen und Verfahren dort beschleunigen, wo es möglich und sinnvoll ist“, sagt Meyer.
Die Statistik erfasst genehmigte Wohnungen, nicht fertiggestellte Wohnungen. Die Zahl von 240 bedeutet zudem nicht 240 einzelne Bauvorhaben, sondern die Zahl der Wohnungen, die in den im ersten Halbjahr genehmigten neuen Wohngebäuden vorgesehen sind.



