Asiatische Hornisse
Die ursprünglich aus Südostasien stammende Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) breitet sich seit Jahren in Europa aus und wurde auch in Frankenthal festgestellt. In Westdeutschland gilt die Art bereits als etabliert und dehnt ihr Verbreitungsgebiet weiter aus.
Besonders wichtig ist die klare Abgrenzung zur Asiatischen Riesenhornisse (Vespa mandarinia), die oft fälschlich als „Honigbienenkiller“ Schlagzeilen macht. Diese deutlich größere Art kommt in Europa nicht vor.
Herkunft und Lebensweise
Die Asiatische Hornisse wurde 2004 erstmals in Europa nachgewiesen. Sie ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse, hat einen dunkleren Körper und auffällig gelbe Beine. Typisch ist ihr Nestbau: Zunächst entsteht im Frühjahr ein kleines Gründungsnest in geschützten Gebäudebereichen, später folgt meist ein großes Sekundärnest hoch in Baumkronen. Diese Nester werden oft erst im Herbst sichtbar. Nach milden Wintern können sogar ganze Völker überleben, was die Ausbreitung zusätzlich begünstigt.
Invasive Art
Seit 2018 steht die Asiatische Hornisse auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten. Sie gilt als stark invasiv, da sie sich sehr erfolgreich verbreiten kann. Welche Auswirkungen sie auf die heimische Artenvielfalt und Bestäuberleistungen tatsächlich hat, ist jedoch noch nicht abschließend erforscht. Fachleute sehen insbesondere bei hohen Bestandszahlen eine mögliche Konkurrenz für heimische Insekten.