„Wir eröffnen heute kein beliebiges Klinikgebäude. Wir eröffnen ein Haus mit Charakter“, betonte Oberbürgermeister und Krankenhausdezernent Dr. Nicolas Meyer: „Ein Gebäude, das die Haltung unserer Stadtklinik architektonisch sichtbar macht: Offenheit, Klarheit, Orientierung – und Menschlichkeit.“
51 Millionen Euro Investition – starke Förderung durch das Land
Der Erweiterungsbau ist ein zentrales Zukunftsprojekt für den Standort. Insgesamt wurden über 51 Millionen Euro investiert. Davon entfielen mehr als 36 Millionen Euro auf Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz. In diesem Förderbetrag sind auch die zwischenzeitlich entstandenen Baukostensteigerungen enthalten.
„Gesundheitsversorgung beginnt nicht in großen Zentren, sondern dort, wo Menschen leben. Mit dieser Investition bekennen sich Land und Kommune klar zur wohnortnahen Versorgung hier in Frankenthal. Über 51 Millionen Euro sind ein starkes Vertrauensvotum in unseren Standort. Die Stadtklinik Frankenthal steht für Verlässlichkeit, Qualität und Nähe. Sie ist für viele Familien, ältere Menschen und Notfallpatientinnen und -patienten der erste Anlaufpunkt – und das soll sie auch in Zukunft bleiben. Dieser Neubau sichert nicht nur Räume, sondern Versorgungssicherheit“, so der Frankenthaler Oberbürgermeister und Krankenhausdezernent Dr. Nicolas Meyer. Träger der Stadtklinik Frankenthal ist die Stadt Frankenthal, die das Krankenhaus als kommunale Einrichtung verantwortet und damit die wohnortnahe medizinische Versorgung in eigener Trägerschaft sichert.
„Diese Investition zeigt, dass die rheinland-pfälzische Landesregierung als verlässlicher Partner an der Seite seiner Krankenhäuser steht. Mit einer Förderung von insgesamt über 36 Millionen Euro setzen wir hier in Frankenthal ein kraftvolles Zeichen für die medizinische Entwicklung der Region. Mein besonderer Dank gilt den rund 700 Beschäftigten der Stadtklinik und dem Träger, der Stadt Frankenthal, die mit großem Engagement und einem wichtigen Eigenanteil diese moderne Klinik zum Wohle der Patientinnen und Patienten Wirklichkeit werden lassen", so Ministerpräsident Alexander Schweitzer.
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer dankte dem Land ausdrücklich für die Unterstützung: „Diese Förderung ist ein starkes Zeichen der partnerschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Land und Kommune und unterstreicht die Bedeutung unseres Standortes für die regionale Gesundheitsversorgung.“
111 Betten, 20 tagesklinische Plätze – moderne Strukturen auf drei Ebenen
Der Neubau umfasst auf drei Geschossen insgesamt 111 stationäre Betten sowie 20 tagesklinische Plätze. Entstanden sind vier psychiatrische Stationen, eine geriatrische Station sowie moderne Bereiche für Geburtshilfe und Wöchnerinnenversorgung.
Damit reagiert die Klinik gezielt auf wachsende Anforderungen – insbesondere im Bereich der psychiatrischen Versorgung. In den vergangenen zehn Jahren wurden rund 13.000 Patientinnen und Patienten vollstationär psychiatrisch behandelt. Ergänzend dazu verzeichnete die Psychiatrische Institutsambulanz etwa 67.000 ambulante Patientenkontakte. Insgesamt wurden in der Stadtklinik seit 2016 rund 86.000 Patientinnen und Patienten stationär und 165.000 ambulant betreut (ohne Psychiatrie).
Ein Tag der offenen Tür ist für den 19. April geplant, bevor Ende April die ersten Patienten in den Neubau einziehen.

Architektur als Teil des Behandlungskonzepts
Neben medizinischen Funktionen verfolgt der Neubau ein modernes architektonisches Konzept. Lichtführung, klare Orientierung und funktionale Struktur sollen Heilungsprozesse unterstützen und das Wohlbefinden der Patientinnen und Patienten fördern. Ein wesentliches Gestaltungsprinzip ist der Ansatz der Healing Architecture. Alle Patientenzimmer und Aufenthaltsbereiche sind konsequent auf den Außenraum ausgerichtet und verfügen über Blickbeziehungen oder Zugänge ins Grüne. Der Bezug zum Außenraum trägt zu einer ruhigen, unterstützenden Atmosphäre bei und sorgt für Orientierung im Klinikalltag. „Entscheidend war, dass alle Patientinnen und Patienten aus ihren Zimmern heraus Weite und Grün erleben können. Für die Mitarbeitenden setzt sich diese Qualität fort, Lichthöfe bringen Tageslicht bis in die Flure und schaffen eine helle, angenehme Arbeitsatmosphäre. Unterm Strich ist ein Gebäude entstanden, das klar, freundlich und auf den Menschen ausgerichtet ist“, so Martin Rieger, geschäftsführender Gesellschafter von a|sh sander.hofrichter architekten aus Ludwigshafen, die mit Planung und Bau beauftragt waren. Die Dimension des Bauprojekts spiegelt sich auch in den Kennzahlen wider: Rund 300.000 Arbeitsstunden wurden geleistet, mehr als 1.190 Tonnen Stahl verbaut.
Strategische Ausrichtung im Kontext der Krankenhausreform
Die Eröffnung erfolgt in einer Phase grundlegender Reformen der Krankenhauslandschaft. Mit dem Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetz (KHVVG) werden bundesweit neue Leistungsgruppen definiert und Qualitätsvorgaben geschärft.
„Die Stadtklinik Frankenthal stellt sich dieser Reform bewusst und verantwortungsvoll. Dieser Neubau ist Teil unserer strategischen Ausrichtung und ein klares Signal, dass wir bereit sind, zukünftige Anforderungen aktiv mitzugestalten“, so Oberbürgermeister Dr. Meyer.
Gerade angesichts regionaler Herausforderungen – rückläufiger Anzahl von Arztpraxen, steigender Anforderungen in der stationären Pflege und komplexerer Versorgungsbedarfe – kommen starken regionalen Krankenhausstandorten eine Schlüsselrolle zu. Die Stadtklinik versteht sich dabei als Bindeglied zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, medizinischer Behandlung und sozialer Begleitung.
Nächster Schritt: Sanierung des Bestandsgebäudes
Der Erweiterungsbau ist der erste Bauabschnitt eines umfassenden Gesamtkonzepts. Das Haupthaus aus dem Jahr 1979 soll in einem nächsten Schritt grundlegend saniert werden, um Unterbringungsqualität, Energieeffizienz und Behandlungsabläufe an heutige Anforderungen anzupassen.
„Investitionen in die Stadtklinik sind Investitionen in die Gesundheitsversorgung der gesamten Region“, so Dr. Meyer abschließend: „Dieser Erweiterungsbau ist mehr als ein Bauwerk. Er ist ein Zeichen der Verantwortung. Ein Zeichen des Vertrauens in die Zukunft. Und ein klares Bekenntnis zur medizinischen Versorgung in Frankenthal.“
Über die Stadtklinik Frankenthal
Die Stadtklinik Frankenthal ist ein Haus der Grund- und Regelversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar und beschäftigt rund 700 Mitarbeiter.
In den fünf Abteilungen stehen insgesamt 315 stationäre Betten und tagesklinische Plätze zur Verfügung. In der Notfallambulanz werden Patientinnen und Patienten Tag und Nacht versorgt.
Neben der optimalen medizinischen Versorgung und der kompetenten und verantwortungsvollen Pflege erweitert die Stadtklinik Leistungsangebot durch die Kooperation mit mehreren Kliniken und niedergelassenen Fachärzten sowie durch Spezialisierungen in verschiedenen medizinischen Fachbereichen.
Über a|sh sander.hofrichter architekten
Die a|sh sander.hofrichter architekten GmbH ist ein inhabergeführtes Planungs- und Architekturbüro mit tiefen Wurzeln in Rheinland-Pfalz. Seit über 90 Jahren ist das Unternehmen fest in Ludwigshafen am Rhein verankert und prägt von hier aus die Architekturbranche im deutschsprachigen Raum. Mit rund 300 Mitarbeitenden und acht Standorten deutschlandweit gehört a|sh zu den größten Architekturbüros des Landes.
Heilen, Lernen, Forschen – dafür baut a|sh. Mit langjähriger Erfahrung im Gesundheitsbau verfügt das Büro über umfassende Expertise in der Planung komplexer Klinikstrukturen und begleitet Projekte von der ersten Idee bis zur erfolgreichen Realisierung.
Mehr zum Neubau und Fotos der Eröffnung unter www.skh-ft.de



