Frankenthal

Frankenthal stärkt Sicherheit und investiert in Brand- und Katastrophenschutz

Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr nachhaltig zu sichern, den Schutz der Bevölkerung weiter zu stärken und zugleich die Gesundheit der Einsatzkräfte besser zu schützen.

Mit rund 50.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Frankenthal der Gefahrenklasse B4 zugeordnet und unterliegt damit hohen gesetzlichen Anforderungen an Personalstärke, Hilfsfristen und technische Ausstattung. Vor diesem Hintergrund investiert die Stadt gezielt in moderne Einsatzmittel und folgt damit auch den Zielsetzungen bundesweiter Strategien zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes.

Ersatzbeschaffung und Erweiterung des Fuhrparks

Im Rahmen der geplanten Maßnahmen wird die Ausstattung sowie die bauliche und technische Infrastruktur der Feuerwehr und des Brand- und Katastrophenschutzes umfassend weiterentwickelt. Neben der Erneuerung und Modernisierung des Fahrzeugbestandes umfasst dies auch Investitionen in Gebäude, technische Anlagen, Sireneninfrastruktur, Rettungswachen sowie zentrale Einrichtungen des Katastrophenschutzes.

Ein Teil der Vorhaben betrifft Ersatzbeschaffungen für stark beanspruchte oder reparaturanfällige Einsatzmittel, um die dauerhafte Einsatzbereitschaft sicherzustellen und aktuelle fachliche sowie taktische Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus sind Erweiterungen des Fuhrparks für spezielle Einsatzlagen, logistische Aufgaben und den Katastrophenschutz vorgesehen. Ergänzend werden Maßnahmen zur Verbesserung der Einsatzstellenlogistik, der Führungs- und Aufenthaltsstrukturen sowie der Sicherheit und Funktionalität von Feuerwehr- und Katastrophenschutzeinrichtungen umgesetzt.

Die genannten Fahrzeug- und Beschaffungsprojekte stellen dabei nur einen Teil der Maßnahmen dar. Insgesamt dienen die Investitionen der nachhaltigen Stärkung des Brand-, Hilfeleistungs- und Katastrophenschutzes sowie der Sicherstellung eines leistungsfähigen und zukunftsfähigen Feuerwehrwesens.

Konkret eingeleitet im Finanzausschuss wurden die Beschaffungen eines neuen Kleineinsatz- und Logistikfahrzeugs (KLAF) sowie von zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen.

Einsatzhygiene und interkommunale Zusammenarbeit

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Schutz der Gesundheit der Einsatzkräfte. Die Stadt Frankenthal setzt hierbei gemeinsam mit der Verbandsgemeinde Lambsheim-Heßheim und der Gemeinde Bobenheim-Roxheim auf eine interkommunale Lösung zur Verbesserung der Einsatzhygiene. Geplant ist die gemeinsame Beschaffung eines Abrollbehälters „Hygiene“ sowie eines Wechselladerfahrzeugs, das bei der Feuerwehr Frankenthal stationiert wird.

Der Abrollbehälter ermöglicht eine konsequente Schwarz-Weiß-Trennung zur Reduzierung gesundheitlicher Risiken nach Einsätzen. Die Kosten werden zwischen den beteiligten Kommunen aufgeteilt; für das Projekt liegt bereits ein Förderbescheid des Landes Rheinland-Pfalz in Höhe von 210.000 Euro vor.

Gesamtstrategie für einen leistungsfähigen Bevölkerungsschutz

Die aktuellen Fahrzeugbeschaffungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Weiterentwicklung des Brand- und Katastrophenschutzes in Frankenthal. Seit dem 1. Januar 2025 ist dieser Bereich als eigener Verwaltungsbereich organisiert. Neben 36 hauptamtlichen Stellen und einer rund um die Uhr besetzten Feuerwehreinsatzzentrale wird die Feuerwehr maßgeblich durch ein starkes Ehrenamt mit rund 120 Einsatzkräften sowie durch Jugend- und Bambinifeuerwehr getragen. Um den Veränderungen in der Verfügbarkeit von Einsatzkräften Rechnung zu tragen, läuft derzeit die Erstellung einer Brandschutzbedarfsplanung. Diese ist laut Landesbrand- und Katastrophenschutzgesetz zwar erst zum 1. Januar 2028 verpflichtend, wird in Frankenthal jedoch bereits jetzt erarbeitet.

Gleichzeitig steht die Stadt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die räumlich und funktional überlastete Hauptfeuerwache sowie die ebenfalls sanierungsbedürftigen Außenstützpunkte in Mörsch und Eppstein. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen bekennt sich die Stadt klar zu ihrer Verantwortung für eine leistungsfähige Gefahrenabwehr. Die Umsetzung weiterer Projekte – sowohl im Bereich Ausrüstung und Fahrzeugtechnik, teilweise in interkommunaler Zusammenarbeit, als auch bei Investitionen in die Liegenschaften des Brand- und Katastrophenschutzes – ist bereits in Planung.

„Ein leistungsfähiger Katastrophenschutz ist keine abstrakte Aufgabe, sondern eine konkrete Investition in die Sicherheit der Menschen in unserer Stadt. Mit den vorgesehenen Maßnahmen stellen wir sicher, dass unsere Feuerwehr auch künftig professionell, schnell und unter bestmöglichen Bedingungen helfen kann“, betont Bürgermeister Bernd Knöppel, zuständig für den Brand- und Katastrophenschutz.

„Mit den geplanten Investitionen setzt Frankenthal ein deutliches Zeichen für die Stärkung des Brand- und Katastrophenschutzes. Wir investieren gezielt in moderne Technik, zeitgemäße Infrastruktur und den Schutz unserer Einsatzkräfte, um auch künftig eine verlässliche und leistungsfähige Gefahrenabwehr sicherzustellen. Damit stärken wir nicht nur die Feuerwehr, sondern vor allem die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger – heute und mit Blick auf die kommenden Herausforderungen“, so Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer.

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