Das Fazit der Kontrollfahrt: Insgesamt mussten zwei Fahrzeuge abgeschleppt werden. Darüber hinaus wurden 15 Verwarnungen ausgesprochen. In acht Fällen trafen die Halter gerade noch rechtzeitig vor dem Abschleppen ein und entfernten verkehrswidrig geparkte Fahrzeuge.
Feuerwehr und auch den Eigen- und Wirtschaftsbetrieb (EWF), der an der Erstellung der Route ebenfalls beteiligt war, verbindet bei ihrer täglichen Arbeit eine zentrale Voraussetzung: Sie sind auf ausreichend Platz im Straßenraum angewiesen, um ihre Aufgaben zuverlässig erfüllen zu können. Sowohl die Löschfahrzeuge der Feuerwehr als auch die Müllfahrzeuge des EWF sind große Einsatzfahrzeuge, die in engen oder zugeparkten Straßen schnell an ihre Grenzen stoßen.
In der Praxis kommt es immer wieder zu verbotswidrig zugeparkten Einmündungen und Kreuzungsbereichen oder zu Straßen, in denen Fahrzeuge auf beiden Seiten parken. Dadurch wird ein Durchkommen für Großfahrzeuge teilweise unmöglich oder nur mit erheblichem Zeitverlust und aufwendigen Rangiermanövern möglich. Ähnliche Probleme entstehen auch durch zugeparkte Wendekreise in Sackgassen.
Gerade für Feuerwehr und Rettungsdienst kann Zeit im Einsatzfall entscheidend sein. Ihre Aufgabe ist es, rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Frankenthal da zu sein. Bereits wenige Sekunden können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden. Zwar ist eine Durchfahrt für Einsatzfahrzeuge bei einer Restfahrbahnbreite von etwa drei Metern häufig noch möglich – zum Aufstellen einer Drehleiter, beispielsweise zur Menschenrettung oder Brandbekämpfung, wird jedoch deutlich mehr Platz benötigt, insbesondere für die seitlichen Abstützungen.
Auch für den EWF sind zugeparkte Straßen regelmäßig eine große Herausforderung. Teilweise ist eine Durchfahrt für Müllfahrzeuge nicht möglich. Hinzu kommt, dass aufgrund strenger gesetzlicher Vorgaben das Rückwärtsfahren von Müllfahrzeugen möglichst vermieden werden muss. Daher benötigen die Fahrzeuge an geeigneten Stellen ausreichend Platz zum Wenden.
Die beteiligten Bereiche ziehen insgesamt ein positives Fazit der gemeinsamen Aktion. Neben der Ahndung von Verstößen stand vor allem die Sensibilisierung der Autofahrer für die Problematik im Mittelpunkt. Ziel bleibt es, die Verkehrssituation dauerhaft zu verbessern und sicherzustellen, dass Einsatz- und Arbeitsfahrzeuge jederzeit ungehindert ihren Aufgaben nachkommen können.



