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Kinder psychisch kranker Eltern

Kinder psychisch kranker Eltern

Eine psychische Erkrankung ist eine Familienerkrankung. Nicht nur der erkrankte Vater oder die erkrankte Mutter leidet unter den Symptomen, sondern die gesamte Familie. Insbesondere die Kinder merken schnell , dass "etwas nicht stimmt" und suchen für das Verhalten der Eltern nach Antworten. Für die Erwachsenen ist es wiederum nicht einfach, offen und kindgerecht über ihre Krankheit zu reden, da psychische Störungen, wie Depressionen, Angst oder auch Suchterkrankungen nach wie vor ein Tabuthema in unserer Gesellschaft sind. 

Die Gefühle von Hilflosigkeit, Überforderung und Zukunftsängsten führen oft zu einer großen Stressbelastung innerhalb betroffener Familien. Für die Kinder ist das Risiko erhöht, selbst eine psychische Erkrankung zu entwickeln.

Eltern-Kind-Gruppe

Die Gruppe Eltern-Kind-Gruppe "Zusammen stark trotz seelischer Belastung" bietet den betroffenen Familien einen Raum, um sich ungezwungen mit anderen Familien auszutauschen, die ähnliches erleben. Ein offener Umgang innerhalb der Familie hilft dabei, dass die Eltern weniger belastet sind und die Kinder gestärkter aufwachsen können.

Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern zwischen 0 und 18 Jahren aus Frankenthal und dem Rhein-Pfalz-Kreis.

An jedem 4. Montag im Monat treffen sich Eltern mit ihren Kindern von 16:30 bis 18:00 Uhr im Konferenzraum im 1. OG in der Stadtklinik Frankenthal, Elsa-Brändström-Str. 1, 67227 Frankenthal. Dort erwartet sie ein Team aus Fachkräften, das der Gruppe zur Seite steht. Mit dabei sind auch Experten aus Erfahrung, die selbst wissen, was es bedeutet, als Kind von psychisch erkrankten Eltern aufzuwachsen.

Ablauf der Treffen

Nach einer kurzen Begrüßung teilen sich die Anwesenden in eine Erwachsenen und eine Kindergruppe auf. Die Kinder bekommen durch die Mitarbeiter altersgerechte Beschäftigungs- und Gesprächsangebote, die Erwachsenen tauschen sich in einem separaten Raum aus.

Die Eltern und Kinder lernen im Austausch Strategien und Wege zur Problemlösung zu entwickeln. Sie erleben, dass sie nicht alleine sind und dürfen uneingeschränkt über ihre Erfahrungen sprechen. Bei Bedarf erhalten sie Informationen über die jeweilige Diagnose und zu Hilfsangeboten in der Region. Die Familien gelten dabei selbst auch als die Experten, die ihre Erfahrungen an andere Eltern weitergeben können.

In der Eltern-Kind-Gruppe darf jeder über die Erkrankung sprechen. Diese offene Gesprächsatmosphäre soll sich im Idealfall auch auf die Familie außerhalb der Gruppentreffen übertragen. Wenn eine Enttabuisierung der Erkrankung innerhalb der Familie erreicht ist, entlastet das die Kinder erheblich und fördert deren Konfliktlösungsstrategien und das Wissen über die Krankheit. Kinder leiden oft unter Schuldgefühlen, weil sie sich das Verhalten der Eltern nicht erklären können.

Je früher Kinder mit der Eltern-Kind-Gruppe in Kontakt kommen, umso größer ist die Chance, dass sie selbst keine Auffälligkeiten entwickeln. Die Kinder erleben von Anfang an, dass eine psychische Erkrankung kein Tabuthema ist und sie die Schutzbedürftigen innerhalb der Familie sind.

Die Eltern erfahren, dass sie trotz der Erkrankung bereits gute Eltern waren und weiterhin sein können. Die Erziehungskompetenz wird gestärkt und der Blick auf die Bedürfnisse des Kindes gelenkt- auch in der Krankheitsphase. Die Erarbeitung eines Notfallplans gemeinsam mit den Mitarbeitern entlastet die Eltern erheblich und das Wissen um eine gute Versorgung des Kindes im Notfall kann den Eltern ebenfalls Schuldgefühle nehmen. 

Ort:

Konferenzraum im 1. OG, Stadtklinik Frankenthal, Elsa-Brändström-Str. 1, 67227 Frankenthal (Pfalz)

Anmeldung: 

Stadtverwaltung  Frankenthal, Tel. 06233-89948, jacqueline.zipperle@frankenthal.de


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