Im ersten Schritt werden umfassende Daten zusammengetragen, darunter bekannte Hochwasser- und Starkregenereignisse, Boden- und Landnutzungsinformationen, bestehende Planwerke wie Flächennutzungs- und Bauleitpläne, der Generalentwässerungsplan sowie Daten zur kritischen Infrastruktur. Ziel ist es, besonders gefährdete Bereiche („Hot-Spots“) im gesamten Stadtgebiet zu identifizieren.
Bürgerbeteiligung als zentrales Element
Ein zentraler Bestandteil ist die aktive Einbindung der Bevölkerung. Parallel zur fachlichen Analyse sollen Bürgerinnen und Bürger über eine Beteiligungsplattform problematische Stellen und eigene Erfahrungen mit Hochwasser und Starkregen melden. Dieses lokale Wissen ist ein wichtiger Baustein für die Konzepterstellung.
In den Monaten April und Mai 2026 sind darüber hinaus Ortsbegehungen in allen Vororten (Mörsch, Flomersheim, Eppstein, Studernheim) sowie in der Kernstadt geplant. Diese erfolgen gemeinsam mit Fachleuten des Ingenieurbüros, den Ortsvorstehern und weiteren fachkundigen Beteiligten. Die Hinweise aus der Bürgerschaft fließen dabei direkt in die Bewertung ein.
Nach Auswertung aller Daten und Ortsbegehungen sind ab Herbst 2026 in den Vororten und der Kernstadt erste Informations- und Beteiligungsveranstaltungen geplant. Das fertige Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzept soll 2027 vorgestellt werden – ebenfalls unter Einbindung der Öffentlichkeit. Der Abschluss des Projekts ist spätestens für das dritte Quartal 2027 geplant.
Die Stadt Frankenthal wird regelmäßig über den Projektfortschritt informieren und lädt die Bürgerinnen und Bürger ausdrücklich zur Mitwirkung ein. Alle Details zu den Beteiligungsmöglichkeiten und Termine der Infoveranstaltungen werden in den nächsten Wochen bekannt gegeben.
„Unser Ziel ist es, die Bürgerinnen und Bürger bestmöglich vor Starkregenereignissen und Hochwasser zu schützen. Dabei geht es uns nicht nur um Information, sondern auch um Sensibilisierung – insbesondere im Hinblick auf Maßnahmen, die jede und jeder selbst am eigenen Gebäude zum Starkregenschutz ergreifen kann. Prävention ist ein zentraler Baustein moderner Gefahrenabwehr“, so der für den Katastrophenschutz zuständige Bürgermeister Bernd Knöppel.



