Im gesamten Stadtgebiet werden derzeit rund 150 Bäume gepflanzt, 31 weitere folgen im Norden der Stadt im Laufe der nächsten Wochen.
Vielfältige, zukunftsfähige Baumarten
Bei der Auswahl der Baumarten wurde großer Wert auf Klimaresilienz, Artenvielfalt und eine langfristig stabile Entwicklung des Baumbestands gelegt. Gepflanzt werden unter anderem Eisenholzbaum, Feld-Ahorn, Hopfenbuche, Ungarische Eiche, Silber-Linde „Brabant“, Zerreiche, Japanische Zelkowe, Südlicher Zürgelbaum, Weiß-Esche, Wollapfel sowie weitere robuste und trockenheitsverträgliche Arten.
Die neue Baumgeneration ist besser an trocken-heiße Sommer, längere Hitzeperioden und veränderte Niederschlagsmuster angepasst und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung im Stadtgebiet.
Die Pflanzungen erfolgen verteilt über den gesamten Ostpark. Unter anderem werden entlang des Verbindungsweges zwischen Mannheimer Straße und Ostring neue Bäume gesetzt. Auch die Baumreihe auf der großen Wiese wurde gezielt an den vorhandenen Altbaumbestand angepasst, um ein harmonisches Gesamtbild und eine ausgewogene Altersstruktur zu erreichen.
Teil eines langfristigen Entwicklungskonzepts
Die Baumpflanzungen sind Teil eines umfassenden Entwicklungskonzepts für den Ostpark. Bereits seit 2023 wird der Park schrittweise ökologisch aufgewertet. Neben der Erneuerung des Baumbestands gehören dazu die Bekämpfung invasiver Arten, die Auflösung dichter, schlecht einsehbarer Gehölzstrukturen („Angsträume“), neue Stauden- und Wiesenflächen sowie die Entsiegelung von Asphaltflächen.
Die Planung erfolgt durch das beauftragte Landschaftsplanungsbüro Schuler und Winz aus Balingen. Ab 2026 beginnt die Entwicklungspflege für die Pflanzungen, die bis Oktober 2030 vorgesehen ist. So wird sichergestellt, dass die jungen Bäume gut anwachsen und sich langfristig zu einem stabilen, artenreichen Baumbestand entwickeln.
Nächste Schritte: Umgestaltung des Nachtweidewegs
Ein weiterer Schritt ist die Entsiegelung alter Asphaltflächen im kleinen Ostpark neben dem Betriebsgelände des EWF. Hier entstehen künftig blütenreiche Wiesenflächen mit heimischen Arten – ein Gewinn für Natur, Klima und Erholung. Die Umgestaltung der Parkeingänge am Nachtweideweg verbessert zugleich die Erreichbarkeit und die Verkehrssicherheit für Besucherinnen und Besucher, die zu Fuß oder mit dem Rad kommen. Der Baubeginn ist für Frühjahr 2026, der Abschluss bis Juni 2026 vorgesehen.
Installiert wird außerdem ein Trinkwasserbrunnen, gefördert über das Landesprogramm „Trinkwasserbrunnen für Rheinland-Pfalz“ und umgesetzt durch die Stadtwerke Frankenthal. Darüber hinaus werden mit Mitteln aus der Bürgerstiftung Maßnahmen zur Schaffung von Bewegungs- und Sportangeboten im Park durchgeführt, um die Freizeitqualität weiter zu erhöhen.
Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger
Mit den neuen Bäumen gewinnt der Ostpark deutlich an Aufenthaltsqualität. Schattenspendende Baumstandorte, bessere Einsehbarkeit der Parkräume und eine klare Wegeführung erhöhen sowohl das Sicherheitsempfinden als auch die Nutzbarkeit für Spaziergängerinnen, Radfahrende, Familien und ältere Menschen.
Anregungen aus der Bürgerschaft – unter anderem aus einem Bürgerspaziergang im November 2023 sowie aus der Beteiligung des Seniorenbeirats und des Beirats für Menschen mit Behinderungen – sind in die Planung eingeflossen.
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer: „Mit den Baumpflanzungen im Ostpark setzen wir ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz, Sicherheit und Lebensqualität. Der neue Baumbestand macht den Park widerstandsfähiger gegen den Klimawandel und zugleich attraktiver für alle Frankenthalerinnen und Frankenthaler.“
Finanzierung
Der KIPKI-Förderrahmen von 500.000 Euro wird vollständig ausgeschöpft. Kosten für Boden- und Kampfmitteluntersuchungen sowie ergänzende Maßnahmen trägt die Stadt aus eigenen Mitteln.



