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Zu Ehren Kaiser Wilhelms I. wurde der 1871 der Guss einer Kaiserglocke für den Kölner Dom beschlossen. Den Zuschlag für den Auftrag konnte sich der Frankenthaler Gießer Andreas Hamm sichern. Der Guss der Glocke war ein prestigeträchtiges Unterfangen für die ganze Stadt. Zur Fertigstellung gab es ein großes Fest. Der Kaiser selbst stiftete 25 Tonnen Bronze, 22 erbeutete französische Kanonenrohe und Bruchmaterial für das Werk. Mit seiner Herrschaft begann für Frankenthal eine Zeit unter zwei Herren: Dem bayerischen König und dem (preußisch-)deutschen Kaiser des neuen deutschen Kaiserreichs.
Die unter dem Titel "Glockenguss in Frankenthal" aktuell laufende Ausstellung im Erkenbert-Museum beleuchtet neben vielen anderen Aspekten des Glockengusses auch Entstehung und Schicksal der Kaiserglocke sowie die Geschichte Andreas Hamms.



