Dazu zählen u.a. die Schaffung von Baurecht für das Wohngebiet, der erfolgreiche Abschluss des Zielabweichungsverfahrens für das Fachmarktzentrum und die Unterstützung bei Verhandlungen mit Fachbehörden (beispielsweise LBM und SGD Süd). Die beiden Investoren – gsp Städtebau GmbH (Wohnbebauung) und SGE Stüdemann-Grundbesitz-Entwicklung GmbH (Gewerbe) – bereiten nun die Umsetzung vor. Sichtbarer Start ist der Bau einer Lärmschutzwand im Herbst.
Wohngebiet „Nördlich der Mühlbergstraße“
Für das geplante Wohngebiet im südlichen Teil des ehemaligen Real-Geländes sind inzwischen die wesentlichen planungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen. Ein zentraler Bestandteil der Vorbereitung ist die Errichtung einer Lärmschutzwand entlang der B 9, die aus immissionsschutzrechtlichen Gründen erforderlich ist. Die hierfür notwendige Vereinbarung mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) Speyer wurde inzwischen erfolgreich abgeschlossen.
Der Investor gsp Städtebau bereitet derzeit gemeinsam mit dem LBM die Umsetzung der Lärmschutzwand vor. Der Baubeginn ist für den Herbst vorgesehen, die Bauzeit wird voraussichtlich drei bis vier Monate betragen. Die Planung der Arbeiten erfolgt in enger Abstimmung mit weiteren Straßeninfrastrukturmaßnahmen, um Abläufe zu koordinieren und Einschränkungen möglichst gering zu halten.
Parallel dazu wird die Ausführungsplanung für die Erschließung des neuen Baugebietes erstellt. Ziel ist es, nach Fertigstellung der Lärmschutzwand zügig mit den Erschließungsarbeiten beginnen zu können.
Der Vermarktungsstart für die Baugrundstücke ist in den kommenden Monaten geplant. Zwar stellt die weiterhin angespannte Lage auf dem Wohnungs- und Bauzinsmarkt eine Herausforderung dar, der Investor zeigt sich jedoch zuversichtlich, die notwendige Vorvermarktungsquote zu erreichen, sodass anschließend auch die Hochbauphase starten kann.
Oberbürgermeister Dr. Nicolas Meyer ordnet das Projekt in den größeren wohnungspolitischen Kontext ein: „Mit der Entwicklung des ehemaligen Real-Geländes schaffen wir weiteren dringend benötigten Wohnraum in Frankenthal. Gemeinsam mit anderen Projekten setzen wir damit Schritt für Schritt unsere Roadmap Wohnungsbau um und bringen mehrere große Wohnbauvorhaben gleichzeitig in die Umsetzung.“
Fachmarktzentrum im nördlichen Bereich
Auch die Planungen für das Fachmarktzentrum im nördlichen Teil des Areals werden weiter konkretisiert. Nach dem erfolgreichen Zielabweichungsverfahren wurden die Vorgaben der SGD Süd in die Planung eingearbeitet.
Vorgesehen sind weiterhin ein Vollsortimenter mit Bäckerei, ein Discounter, ein Drogeriemarkt sowie eine Apotheke. Ergänzend soll nun ein Ladepark für E-Mobilität (PKW) integriert werden. Entsprechende Gespräche mit einem potenziellen Betreiber laufen derzeit.
Sobald das überarbeitete Planungskonzept vollständig in die erforderlichen Fachgutachten eingearbeitet ist, kann das Bebauungsplanverfahren fortgeführt und voraussichtlich in den kommenden Monaten abgeschlossen werden. Im Anschluss plant der Projektentwickler, zeitnah den Bauantrag einzureichen, um möglichst schnell mit der Umsetzung beginnen zu können.
Teil einer größeren Wohnbauoffensive
Mit dem Projekt „Nördlich der Mühlbergstraße“ entsteht zusammen mit weiteren großen Vorhaben in der Stadt – darunter das neue „Strandbad Quartier“ auf dem ehemaligen Sternjakob-Areal – eines der größten Wohnungsbauprogramme der vergangenen Jahrzehnte in Frankenthal.
Ziel der Stadt ist es, durch mehrere parallel laufende Projekte dringend benötigten Wohnraum für unterschiedliche Zielgruppen zu schaffen und gleichzeitig die städtebauliche Entwicklung nachhaltig voranzubringen.
Mehr zu den Planungen in Studernheim und die Präsentationen der Investoren sind unter www.frankenthal.de/real-gelände zu finden.



