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Foto "Neue Anlage Frankenthal am 4. Januar 1883
(Wasser 40 cm gefallen)"
1883
Fotografie, schwarz-weiß, in Holzrahmen
Fotograf: Jacob Fuchs, Frankenthal
Erkenbert-Museum, Inv. Nr. G 3173
OBJEKT DES mONATS
Foto "Neue Anlage Frankenthal am 4. Januar 1883
(Wasser 40 cm gefallen)"
1883
Fotografie, schwarz-weiß, in Holzrahmen
Fotograf: Jacob Fuchs, Frankenthal
Erkenbert-Museum, Inv. Nr. G 3173

Ab Weihnachten 1882 stieg der Pegel des Rheins innerhalb weniger Tage stark an. Obwohl die Regierung zum Schutz des Rheindamms Pioniere entsandt hatte, brach der Damm am späten Abend des 29. Dezembers bei der Oppauer Fähre auf einer Länge von 50 Metern. Friesenheim, Oppau und Edigheim wurden innerhalb weniger Stunden überflutet, zwei Tage später überfloss das Wasser den Damm des Frankenthaler Kanals und auch Mörsch wurde überschwemmt. Die evakuierten Einwohner der Dörfer wurden u.a. in Frankenthal untergebracht, welches insgesamt über 700 Menschen aufnahm.
Aber auch die Stadt selbst war betroffen: Einige Tage lang stand das Stadtgebiet fast bis zur Nürnberger Straße unter Wasser. Ab dem 3. Januar zog sich der Rhein langsam wieder zurück in sein Bett.
Der Frankenthaler Fotograf Jacob Fuchs dokumentierte am 4. Januar 1883 die Situation in der "Neuen Anlage", dem Neubaugebiet der Stadt Frankenthal zwischen Kanal und Nürnberger Straße, und vermerkte auf dem Passepartout, dass das Wasser zu diesem Zeitpunkt schon wieder 40 cm gefallen sei. Zwei der abgelichteten Gebäude scheinen auf Grund des Hochwassers eingestürzt zu sein. In Frankenthal mussten nach dem Hochwasser 13 Häuser wiederaufgebaut werden. Damit erlitt es im Gegensatz zu den Dörfern nur einen geringen Schaden.
Das „Objekt des Monats“ ist ein gemeinsames Projekt des Erkenbert-Museums und der Stadtbücherei, bei dem im Wechsel besondere Objekte des Museums in einer Vitrine im Eingangsbereich der Stadtbücherei ausgestellt werden. Hintergrund ist die derzeitige Schließung des Museums aufgrund anstehender Sanierungsarbeiten. Das Museum wird in dieser Zeit mit einer Reihe von Aktionen und Ausstellungen unter dem Motto „Das Museum in der Stadt“ für die Öffentlichkeit sichtbar bleiben.
