So mancher hat sie noch zuhause – Seifenstücke mit der Aufschrift „Frankenthaler Kernseife“. Sie stammen aus der Produktion etwa der 1880 gegründeten Seifen-Fabrik von Samuel Mohr, der sogar Namensgeber einer kleinen Straße in Frankenthal wurde, dem „Mohrengässchen“.
Die Seifenherstellung hat jedoch in Frankenthal schon eine längere Tradition, die bis in die Zeiten des Kurfürsten Carl Theodor und Frankenthals Rolle als „Fabriquenstadt“ für den Mannheimer Hof zurückführt. Bis 1928 zudem die Seifenfabrik Schuck, die 1785 die Nachfolge der Seifenfabrik von Daniel Herold antrat.
Auch der Name „Mahla“, heute bekannt durch die Mahlastraße, war für kurze Zeit mit Seife verknüpft: Ihr Namnesgeber und ehemaliger Frankenthaler Bürgermeister Adolf Ludwig Mahla betrieb bis 1898 ebenfalls eine derartige Fabrik.
Mangels entsprechender Marken auf den Seifenstücken selbst ist leider meist nicht mehr eindeutig zuzuordnen, aus welcher Fabrik denn nun ein Stück „Frankenthaler Kernseife“ tatsächlich stammte. Kernseife jedoch war und ist ein beliebtes und vielseitiges Produkt, die sowohl für Körperpflege als auch für Haushalts- und Textilreinigung zum Einsatz kommt.