Buchrücken von Kirchenbüchern Frankenthaler Gemeinden

Stadtarchiv

Familienforschung im Stadtarchiv

Familienforschung im Stadtarchiv

Im Stadtarchiv Frankenthal gibt es einige Bestände, die sich besonders für Familien- und Ahnenforschung anbieten. 

Für "Einsteiger" eignen sich vor allem die Personenstandsregister, d.h. die Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, Frankenthals und seiner heutigen Ortsteile. Auch die noch erhaltenen Adressbücher Frankenthals könnten ein erster Einstieg in die eigene Forschung sein.

Die bereits etwas erfahreneren Familienforscherinnen und Familienforscher könnten die Kirchenbücher der verschiedenen Kirchengemeinden mit ihren Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträgen zu Rate ziehen. Sie führen wesentlich weiter in die Vergangenheit zurück als die Personenstandsregister, verlangen dafür aber auch Fähigkeiten im Lesen alter Handschriften, speziell der Kurrentschrift. Ähnliches gilt für die Rats- und Gerichtsprotokolle.

Wenn Sie vor Ihrem Archivbesuch das Lesen der Kurrentschrift üben möchten oder Tipps und Tricks zum Einstieg in die Familienforschung suchen, haben wir für Sie einige nützliche Links zusammengestellt.

Einige Bestände des Stadtarchivs wurden bereits digitalisiert und können auch bequem von zu Hause über das Archivportal-D eingesehen werden. 


Personenstandsregister

In einem Regal aufgereihte Heiratsregister im Stadtarchiv Frankenthal (Pfalz)

Das Stadtarchiv verwahrt die Erstschriften der Zivilstands- bzw. Standesamtsregister, d.h. die Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, von Frankenthal und seinen heutigen Ortsteilen Eppstein, Flomersheim, Mörsch und Studernheim.

Ortsteile

Bis ca. 1954 unterhielten Flomersheim, Mörsch und Studernheim eigene Standesämter und führten ihre eigenen, separaten Register; Eppstein führte eigene Register bis zu seiner Eingemeindung 1969. Die weiteren Einträge zu den Ortsteilen ab 1954 bzw. 1969 befinden sich in den Registern von Frankenthal.

Vor 1798

Für die Zeit vor 1798 existieren keine Personenstandsregister. Einträge zu Taufen, Heiraten und Sterbefällen finden sich aber in den Kirchenbüchern der verschiedenen Kirchengemeinden, teilweise bereits ab ca. 1565.

Nach 1915 (Geburt) / 1945 (Heirat) / 1995 (Sterbefall)

Personenstandsregister jüngeren Datums befinden sich aufgrund der im Personenstandsgesetz vorgegebenen Fortführungsfristen (Geburtenregister: 110 Jahre, Heiratsregister: 80 Jahre, Sterberegister: 30 Jahre) noch im Standesamt. Für Auskünfte aus diesen Registern wenden Sie sich bitte direkt an das Standesamt.


Folgende Personenstandsregister liegen im Stadtarchiv vor:


EppsteinFlomersheimFrankenthalMörschStudernheim
Geburtsregister1798-19071798-19071798-19151808 -19071799-1905
Heiratsregister1798-19401798-19381798-19451807-19381818-1938
Sterberegister1798-19691798-19541799-19951807-19541818-1954


Digitalisate online

Das Landesarchiv Rheinland-Pfalz hat die Personenstandsregister Frankenthals und seiner Ortsteile bis 1880 digitalisiert. Die Digitalisate können im virtuellen Lesesaal des Landesarchivs online unter dem Reiter "Findbuch" eingesehen werden:

Adressbücher

Buchdeckel eines Frankenthaler Adressbuchs aus dem Jahr 1893

Im Stadtarchiv liegen vereinzelt Jahrgänge der Adressbücher Frankenthals aus einem Zeitraum von 1893 bis 1984 vor. 

Die Adressbücher der Stadt Frankenthal bieten in vielen Fällen neben den üblichen Angaben zu Namen und Adressen auch Informationen zu Beruf und möglichem Haus- oder Firmenbesitz der aufgeführten Personen.

Sie enthalten dadurch Informationen, die sich in Personenstandsregistern üblicherweise nicht finden: Vielleicht lässt sich über sie nachvollziehen, dass eine Person mehrfach den Beruf gewechselt oder ihr gesamtes Leben in demselben Haus gewohnt hat.


Digitalisate online

Einige der ältesten Adressbücher Frankenthals wurden vom Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz digitalisiert. Die Digitalisate können online im Digitalisierungsportal dilibri eingesehen werden:

Kirchenbücher

Seite aus dem Kirchenbuch der lutherischen Gemeinde, 1686

Mit einzelnen Lücken verwahrt das Stadtarchiv die Kirchenbücher der Gemeinden von Frankenthal und der heutigen Ortsteile Eppstein, Flomersheim und Mörsch aus den Jahren 1565-1801. Für den Ortsteil Studernheim liegen keine Kirchenbücher vor.

Die Kirchenbücher stellen eine der wichtigsten Quellen für die Familienforschung in Frankenthal dar, da sie einen Zeitraum umfassen, der von anderen Quellen gar nicht oder nur sehr vereinzelt abgedeckt wird.

Kirchengemeinden

Die Kirchenbücher umfassen die folgenden Gemeinden: Niederdeutsche Gemeinde, wallonische Gemeinde, deutsch-reformierte Gemeinde, reformierte Gemeinde, lutherische Gemeinde, katholische Gemeinde. 

Nach 1798

1798 wurde in Frankenthal das zivile Personenstandswesen, d.h. die Führung von Geburts-, Heirats- und Sterbeurkunden, eingeführt. Für die Zeit nach 1798 liegen dem Stadtarchiv deshalb keine Kirchenbücher vor; hier setzen stattdessen die Personenstandsregister ein.


Digitalisate online

Die Kirchenbücher wurden vom Stadtarchiv bereits digitalisiert. Sie können gemeinsam mit anderen digitalisierten Beständen des Stadtarchivs online im Archivportal-D eingesehen werden. 

Falls Ihnen noch nicht bekannt ist, wie im Archivportal-D Digitalisate aufgerufen werden können, haben wir für Sie in unseren FAQ eine kurze Erklärung zusammengestellt.

Rats- und Gerichtsprotokolle

In einem Regal aufgereihte Ratsprotokollbücher im Stadtarchiv Frankenthal (Pfalz)

Im Stadtarchiv sind die Rats- und Gerichtsprotokolle ab 1572 nahezu lückenlos überliefert. Für die ältesten, in flämischer Sprache verfassten Bände liegt eine maschinenschriftliche deutsche Übersetzung vor, die im Stadtarchiv vor Ort genutzt werden kann.

Einträge in Rats- und Gerichtsprotokollen können weiterführende Hinweise auf Einzelpersonen bieten, z.B. bei einer Aufnahme als Bürger der Stadt oder der Abwicklung eines Grundstücksverkaufs. So können sich - im Gegensatz zu Personenstandsregistern oder Kirchenbüchern - Informationen ergeben, die über die bloße Ermittlung von Lebensdaten hinausgehen. 

Für die Rats- und Gerichtsprotokolle liegt aktuell kein Verzeichnis über die darin erwähnten Personen vor. Bei einer Suche nach Einträgen zu einer bestimmten Person müssen die Protokolle daher Seite für Seite durchgesehen werden. 


Digitalisate online

Die älteren Rats- und Gerichtsprotokolle wurden vom Stadtarchiv bereits digitalisiert. Sie können gemeinsam mit anderen digitalisierten Beständen des Stadtarchivs online im Archivportal-D eingesehen werden. 

Falls Ihnen noch nicht bekannt ist, wie im Archivportal-D Digitalisate aufgerufen werden können, haben wir für Sie in unseren FAQ eine kurze Erklärung zusammengestellt.

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