Sicherheitsberater für Senioren

Sicherheitsberater für Senioren werden

In Frankenthal gibt es ab sofort eine zentrale Anlaufstelle für alle Frankenthaler Bürger, die sich ehrenamtlich als Sicherheitsberaterin oder Sicherheitsberater für Seniorinnen und Senioren (SfS) ausbilden lassen möchten. Ziel dieses Ehrenamts ist es, ältere Menschen über Risiken im Alltag aufzuklären und ihnen mehr Sicherheit zu geben.

Ältere Menschen sind grundsätzlich autonom und treffen Entscheidungen selbst. Es kann jedoch passieren, dass sie Opfer von Betrügern werden. Betrüger suchen sich vor allem Menschen aus, die hilfsbereit und gutgläubig sind oder zum Teil altersbedingt unsicher wirken.

Gefahren und Verbrecher können überall lauern. Bestimmte Faktoren wie Stress, Hektik, Überforderung, Müdigkeit und mangelnde Konzentration, können zusätzlich die Aufmerksamkeit trüben. Auch Gefahren im Straßenverkehr werden häufig unterschätzt. Gefahren entstehen durch Ablenkung, mangelnde Sichtbarkeit und unsichere Verhaltensweisen. Mit zunehmendem Alter ist es daher wichtig, die Risiken zu kennen und aktiv vorzubeugen. 


  • Wer sind Sicherheitsberater für Senioren?

    Sicherheitsberater für Senioren sind ehrenamtliche Bürger, der Stadt Frankenthal, die sich gerne für ihre Mitbürger Zeit nehmen. Sie wurden von der Polizei geschult und nehmen an regelmäßigen Fortbildungen teil.  

  • Warum sind Sicherheitsberater für Senioren wichtig?

    Es ist wichtig, Senioren zu sensibilisieren und aufzuklären, welche Maßnahmen zum Schutz der eigenen Person und des eigenen Vermögens umgesetzt werden können. Gewisse Schwellenängste zur Polizei können den Zugang erschweren. Zusätzlich wissen nicht alle, an wen sie sich wenden können oder haben eine gewisse Scheu sich konkret beraten zu lassen.

    Es fehlt ihnen der leichte Zugang, um Informationen zu erhalten.

    Sicherheitsberater für Senioren sind Multiplikatoren. Sie geben die gelernten Handlungsempfehlungen und Sicherheitshinweise an Senioren weiter. Ältere Menschen sollen Gefahren des Alltages besser meistern. Das Hauptziel ist, Senioren so vor Kriminalität zu schützen, um ihre Lebensqualität durch eine Verbesserung des Sicherheitsgefühls zu erhöhen. Außerdem soll das Vertrauen, zu den richtigen Institutionen gestärkt werden. Im Bedarfsfall können Senioren die richtigen Ansprechpartner für spezifische Probleme identifizieren und einen schnellen Kontakt mit den zuständigen Stellen der Verwaltung oder der Polizei herstellen. Zudem soll auf eine positive Verhaltensänderung hingewirkt werden.

    Sicherheitsberater für Senioren unterstützen Bürger und finden zusammen Antworten auf ihre Fragen, stärken das Sicherheitsgefühl und das Selbstbewusstsein.

  • Was wird angeboten?

    • Bürgergespräche an Informationsständen
    • Seniorensprechstunden
    • Vortragsveranstaltungen
    • Besuch von Seniorentreffpunkten

    Die Beratungen sind kostenfrei, leicht zugänglich, verständlich, ohne formellen Voraussetzungen und an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst. Der Zugang zu Informationen wird somit erleichtert.

    Mögliche Beratungsthemen sind:

    • Enkeltrick
    • Falscher Polizist
    • Verkehrssicherheit
    • Haustürgeschäfte
    • Kaffeefahrten
    • Sicherer Geldverkehr
    • Betrugsmaschen am Telefon
  • Wie kann ich Sicherheitsberater für Senioren werden?

    Neuausbildungen finden regelmäßig statt. Die Teilnahme ist kostenlos für alle Bürger. Die zweitägige Neuausbildung bietet umfassendes Wissen und praktische Tipps, um ältere Mitbürger im Umgang mit Betrugsmaschen wie dem Enkeltrick, Gefahren im Straßenverkehr oder unseriösen Haustürgeschäften aufzuklären. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Gemäß § 67 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 POG Rheinland-Pfalz ist es für Personen, die im Bereich der öffentlichen Sicherheit und Ordnung polizeilich qualifizierte Aufklärungs- oder Beratungstätigkeiten ausführen wollen, erforderlich, sich im Vorfeld einer Zuverlässigkeitsüberprüfung zu unterziehen. Ziel ist es zu verhindern, dass Bürgerinnen und Bürger für ihre zukünftige Tätigkeit qualifiziert werden, die straffällig geworden sind oder von denen eine Gefährdung ausgehen könnte. Zusätzlich ist ein Bekenntnis zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung erforderlich.

  • Welche Vorteile hat das Ehrenamt?

    Sicherheitsberater für Senioren ...

    • leisten einen aktiven Beitrag zur Sicherheit
      • Sie unterstützen, Kriminalität zu verhindern, indem Sie ältere Menschen aufklären und präventive Verhaltenstipps weitergeben.
    • stärken die Gemeinschaft
      • Sie sind Multiplikatoren und wirken als Bindeglied zwischen der Polizei und Senioren
      • Sie sind Teil eines engagierten Netzwerks und wissen, an wen sich Senioren im Bedarfsfall wenden können
      • Sie bauen Hemmschwellen zur Polizei und der Verwaltung ab
    • lernen selbst noch was dazu
      • Sie bekommen spannende Einblicke in kriminal- und verkehrspräventive Themen
      • Sie lernen, ihr eigenes Leben sicherer zu gestalten
    • werden Vorbilder
      • Sie leben richtiges Verhalten vor

    Durch ein Ehrenamt profitieren letztlich alle Seiten, also nicht nur Senioren, die Informationen erhalten, sondern natürlich auch die Ehrenamtlichen selbst. Sie kennen die kriminellen Tricks der Betrüger und können so sich selbst schützen.  

  • Was macht das Ehrenamt so besonders?

    Die Beratungstätigkeit kann auf individuelle Art und Weise ausgeübt werden.

    Ideen und Wünsche werden dabei berücksichtigt. Sicherheitsberater können sich selbst Aufgaben/ Themen suchen, die ihnen liegen und nach ihrer Verfügbarkeit übernehmen. Teamarbeit funktioniert nur, wenn jeder in der Gruppe einen Teil der Aufgaben zur Zielführung übernimmt. Einzelne Persönlichkeitsprofile beeinflussen und ergänzen sich mit ihren Stärken und Schwächen im Team.

    Grundsätzlich ist jedem selbst überlassen, wie lang und intensiv er sich engagieren möchte.

  • Wie sind Ehrenamtliche versichert?

    Im Rahmen der Tätigkeiten für die Stadt sind die Ehrenamtlichen bei Personen- und Sachschäden, welche sie Dritten gegenüber verursachen, über die kommunale Haftpflichtversicherung der Stadtverwaltung Frankenthal gemäß den gesetzlichen Bestimmungen versichert. Bei Vorsatz des Ehrenamtlichen ist der Versicherungsschutz ausgeschlossen. Sollte Ehrenamtlichen während der Tätigkeit, bzw. auf dem Weg dahin / auf dem Rückweg, ein Unfall passieren, so ist die Person regulär über die Unfallkasse des Landes Rheinland-Pfalz versichert.

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