Digitalisierung eines Ratsprotokolls

Stadtarchiv

Digitalisierung im Stadtarchiv

Digitalisierung im Stadtarchiv

Dem Stadtarchiv ist die Digitalisierung der wertvollsten und für die Stadtgeschichte besonders herausragenden Bestände ein besonderes Anliegen. 

Auf diese Weise möchten wir auch diejenigen am Stadtarchiv teilhaben lassen, denen es aus verschiedensten Gründen nicht möglich ist, persönlich im Stadtarchiv vorbeizuschauen und vor Ort in unseren Beständen zu recherchieren.  

Gleichzeitig trägt die Digitalisierung zum Schutz der historischen Originale bei, die bei jeder Nutzung im Lesesaal Schaden nehmen könnten. 

Auf dieser Seite möchten wir Sie deshalb zu den Meilensteinen in der Digitalisierungsstrategie des Stadtarchivs mitnehmen: Die Freischaltung der ersten Digitalisate des Stadtarchivs im Archivportal-D, die Digitalisierung der ab dem 16. Jahrhundert überlieferten Kirchenbücher und die Zugänglichmachung der Gemeinderechnungen des 18. und 19. Jahrhunderts, die den Alltag der Menschen in dieser ereignisreichen Zeit greifbar machen.

Falls Sie selbst gerne einmal in die Digitalisate des Stadtarchivs hineinschauen möchten, finden Sie einen Überblick über die online einsehbaren Bestände in unserem Digitalen Angebot.

Das Stadtarchiv wird digital - Frankenthal im Archivportal-D

Archivportal-D

Ab sofort stellt das Stadtarchiv ein neues Angebot für Geschichtsbegeisterte zur Verfügung: In mehr als 100.000 Digitalisaten aus historischen Unterlagen Frankenthals kann nun auch bequem von zu Hause aus gestöbert werden. 

Über das überregionale "Archivportal-D" lassen sich im Internet nun neben den Ratsprotokollen von 1572 bis 1900 auch Akten wie die der kurfürstlichen Polizei- und Privilegienkommission des 18. Jahrhunderts oder Bürgeraufnahmen und Schatzungsregister finden. Dort stehen auch schon jetzt Metadaten zu weiterem Archivgut zur Verfügung, das noch nicht digitalisiert wurde. 

Das Stadtarchiv lädt Sie herzlich dazu ein, diese Schätze unserer Stadtgeschichte kennenzulernen und vielleicht sogar die eine oder andere Neuentdeckung zu machen. 

11.04.2024

"Handarbeit" Digitalisierung

Hinter der Digitalisierung des wertvollen Archivguts steht eine mühsame Handarbeit: Die teilweise fragilen Archivalien wurden von einem auf historische Unterlagen spezialisierten Dienstleister Blatt für Blatt sorgsam einzeln digitalisiert. 

Wissenswandel

Im Anschluss daran bereitete das Stadtarchiv die Digitalisate mithilfe der vorhandenen Archivsoftware für die Onlinestellung auf. Es entstand eine Datenmenge von ca. 6 Terrabyte.

Möglich war all dies dank einer Förderung von rund 30.000 € aus dem Programm "Wissenswandel" des Deutschen Bibliotheksverbands (dbv) als Teilprogramm von "Neustart Kultur" der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien. 

Das Stadtarchiv, das insgesamt ca. 1.200 laufende Meter Archivgut vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart aufbewahrt, setzt seine Digitalisierungsstrategie fort: Weitere Projekte zur Digitalisierung dieses wertvollen und greifbaren Teils unserer Stadtgeschichte sind geplant.

11.04.2024

Familienforschung online

Buchrücken von Kirchenbüchern Frankenthaler Gemeinden

Das Stadtarchiv hat sein digitales Angebot erweitert. Im bundesweiten Archivportal-D stehen zusätzlich zu den bereits seit einigen Jahren verfügbaren Digitalisaten von Altbeständen des 18. und 19. Jahrhundert ab sofort weitere zentrale Quellenbestände in hoher Qualität für die Online-Recherche von zu Hause aus zur Verfügung. 

Einen Meilenstein in der Digitalisierungsstrategie des Stadtarchivs stellt insbesondere die Online-Veröffentlichung der ab dem 16. Jahrhundert überlieferten Kirchenbücher beider Konfessionen dar, die sich vor allem für Familienforscherinnen und Familienforscher als eine wahre Fundgrube erweisen. Die Digitalisierung dient zugleich dem Schutz der besonders häufig genutzten Originalbände im Archiv.

12.05.2026

Rechnungsbestände

Beschriftung auf dem Buchrücken der Frankenthaler Gemeinderechnung, 1800-1801

Zusätzlich zu den bereits vorhandenen Digitalisaten sind im Archivportal-D nun auch Rechnungsbestände des 18. und 19. Jahrhunderts digital zugänglich – auch das Quellen, die es „in sich haben“ und keinesfalls eine so trockene Lektüre bieten,  wie ihr Titel es vielleicht vermuten lässt. 

So spiegeln die Gemeinderechnungen des Jahres 1801/02 beispielsweise die politische Situation der Pfalz während der sogenannten „französischen Zeit“ wider, wenn etwa eine Ausgabe von 5 Gulden an den Maire Forthuber „für den Ankauf von Schießpulver“ zur Feier des sogenannten Reunionfestes vermerkt wird, das an die Eingliederung der Pfalz in den Französischen Staat ab 1797/98 erinnerte. 

Aber auch der Alltag der Frankenthalerinnen und Frankenthaler zu Beginn des 19. Jahrhunderts wird dokumentiert:

Ausgaben erfolgten laut Gemeinderechnung etwa für Schreibmaterialien, für die „Verbesserung der Uhr auf dem Gemeindehaus Bureau“, für die Arbeit „an denen Feuersprützen“ – oder auch schlicht für Branntwein, der der Gemeinde damals ganze 3 Gulden und 20 Kreuzer wert war.

12.05.2026

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