Ein außergewöhnliches Engagement zeigte das von Cami Hotea-Schulz geleitete Jugendsinfonieorchester der Städtischen Musikschule Frankenthal am 29. August 2026 in Darmstadt. Für ein buntes Programm im Rahmen einer einem Festival ähnlichen Veranstaltung auf dem Gelände des Schulzentrums Marienhöhe – mit knapp 1300 angemeldeten Besucherinnen und Besuchern – hatte es sich als Begleitorchester engagieren lassen. Für den Auftritt erhielten die Stadtstreicher ein Honorar von 600 Euro, das an den Förderverein der Musikschule, den Bund der Freunde, ging.
Cami Hotea-Schulz und den das Orchester unterstützenden Lehrkräften Gyöngyi Gontermann, Gerhilde Zuck und Selen Alvira Torrente kam es bei diesem Einsatz besonders auf die Vielfalt der musikpädagogischen Herausforderungen an. Neben eigenen Werken wie der Ouvertüre von Gabriel Fauré begleiteten die Stadtstreicher verschiedene Solistinnen und Solisten, unter anderem mit Werken von Max Bruch und Alessandro Marcello.
Vor allem aber war das Orchester für einen großen Chor gefragt, dessen Werke die in Darmstadt hoch angesehene Dirigentin Angela Gehann-Dernbach leitete. Auf dem Programm standen Johann Sebastian Bachs „Wohl mir, dass ich Jesum habe" aus der Kantate BWV 147 sowie ein Werk der zeitgenössischen Darmstädter Komponistin Claudia Petersen; Höhepunkt war zweifellos Felix Mendelssohn Bartholdys anspruchsvolle Vertonung des 42. Psalms, „Wie der Hirsch schreit". Das junge Orchester musizierte präsent und musikalisch wach und stützte den Chor sicher. Gehann-Dernbach sprach dem Orchester höchstes Lob aus.
Zum Festivalcharakter trugen außerdem weitere Künstlerinnen und Künstler bei – teils in selten gehörten Besetzungen wie sechs Klarinetten mit Solistin, teils aus fernen Ländern wie ein Ensemble aus Korea.
Wie sehr der Abend die Musizierenden getragen hat, bringt Luisa, eine der mitwirkenden Schülerinnen, auf den Punkt:
„Also, ich fand, es war ein super Konzert; die Stimmung sowie die Gemeinschaft fand ich richtig toll. Die einzelnen Bilder, die auf den Monitoren gezeigt wurden, waren sehr liebevoll ausgewählt. Besonders schön fand ich, dass ich Unterstützung hatte. Am liebsten habe ich den Mendelssohn gespielt, weil er mir richtig Spaß gemacht hat. Ich finde, so etwas muss unbedingt wiederholt werden."
Dem ist wenig hinzuzufügen. Die nächste Gelegenheit steht schon fest: das Adventskonzert am 5. Dezember in der Adventgemeinde in der Siemensstraße. Für weitere Projekte gerne auch in ungewöhnlichen Formaten sind die Stadtstreicher offen und freuen sich über kreative Konzertideen und Einladungen. Und die Einladung gilt auch allen Musizierenden: Die Stadtstreicher freuen sich über neue Mitspielerinnen und Mitspieler jeden Alters.



