Die Art breitet sich seit einigen Jahren verstärkt in Süd- und Westdeutschland aus. Grund hierfür sind unter anderem veränderte klimatische Bedingungen. Charakteristisch für die Große Drüsenameise ist die Bildung sogenannter Superkolonien mit zahlreichen miteinander verbundenen Nestern. Diese können im Einzelfall zu Unterhöhlungen von Flächen wie Gehwegen oder befestigten Bereichen führen.
Für Menschen stellt die Ameise grundsätzlich keine direkte Gefahr dar. Eine Bekämpfung ist nicht verpflichtend. Da die Ameise jedoch Schäden an der Infrastruktur verursachen kann, ist dies dennoch ratsam. Dabei übernimmt die Stadt Frankenthal entsprechende Maßnahmen auf öffentlichem Grund. Bei der Bekämpfung der Ameise auf privaten Grundstücken liegt die Zuständigkeit bei den jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümern.
Die Stadt Frankenthal wird beim Bereich Bürgerdienste, Ordnung und Umwelt eine Anlaufstelle einrichten, die die Entwicklung dokumentiert und das Auftreten kartiert, um bei den innerhalb der Stadtverwaltung betroffenen Bereichen gezielt übergreifende Maßnahmen anregen zu können. Die Stelle soll ebenfalls als Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger dienen. Im städtischen Mängelmelder wird eine entsprechende Kategorie eingerichtet, über die Bürgerinnen und Bürger Sichtungen mitteilen können.
Beobachtungen zur Bestimmung können auch online gemeldet werden, zum Beispiel über den NABU bzw. das zugehörige Meldeportal „naturgucker“. Dort können Fotos hochgeladen und Funde dokumentiert werden. Eine eindeutige Bestimmung von Tieren ist auch über einen fachkundigen Schädlingsbekämpfer möglich.
Umfassende Informationen zur Erkennung und Bestimmung der Art sowie Hinweise zur möglichen Bekämpfung sind bereits auf der städtischen Internetseite zu finden unter www.frankenthal.de/tiere



