Die Stadtverwaltung Frankenthal hat im Sommer 2025 durch das Labor Lehmacher Schneider GmbH & Co. KG eine unabhängige Prüfung und Begutachtung der städtischen Naturrasen- und Kunststoffrasenspielfelder beauftragt. Im Rahmen des Frankenthaler Sportplatzgutachten wurden auf Grundlage von Ortsterminen, Laboruntersuchungen und Zustandsbewertungen Einzelprüfberichte für jeden Sportplatz erstellt sowie eine empfohlene Sanierungsreihenfolge der elf untersuchten Sportplätze festgelegt. Bewertet und berücksichtigt wurden insbesondere:
- die baulichen und spieltechnischen Zustand der Plätze,
- die festgestellten Mängel und Schäden,
- die Nutzungshäufigkeit,
- sowie mögliche Risiken für Verkehrssicherheit und Spielbetrieb.
Aufgrund erheblicher Sicherheitsrisiken an der 400-Meter-Laufbahn im Ostparkstadion wurde die ursprünglich vorgeschlagene Reihenfolge angepasst und der Hauptplatz mit Laufbahn vorgezogen. Auf dieser Basis haben der Sportausschuss und der Stadtrat folgende Sanierungsreihenfolge beschlossen:
1. Kunststoffrasenspielfeld „Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation“
2. Rasenspielfeld Flomersheim
3. Rasenspielfeld Ostparkstadion – Hauptplatz mit Laufbahn
4. Kunststoffrasenspielfeld Sportanlage TSV Eppstein
5. Kunststoffrasenspielfeld Ostparkstadion – Roter Platz
6. Rasenspielfeld Ostparkstadion – VT-Rasenplatz
7. Kunststoffrasenspielfeld Sportanlage Studernheim
8. Rasenspielfeld Ostparkstadion – Handballplatz
9. Kunststoffrasenspielfeld Ostparkstadion – Kickersplatz
10. Rasenspielfeld Sportanlage Eppstein
11. Kunststoffrasenspielfeld Sportanlage Mörsch
„Die Laufbahn ist ein Herzstück des Frankenthaler Sports – für Vereine, Schulen und Freizeitsportler gleichermaßen. Ihre Sanierung hat daher höchste Priorität“, so Dr. Meyer.
Im Jahr 2026 wird die Stadtverwaltung Frankenthal (Pfalz) mit der Sanierung des Kunstrasenspielfeldes „Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation“ beginnen. Ein entsprechender Beschluss wurde bereits gefasst, vorbehaltlich des Erwerbs des Sportplatzes durch die Stadt. Die hierzu notwendigen Verhandlungen befinden sich in den letzten Zügen.
Finanzierung, Personal und Fördermittel
Für die Jahre 2026 und 2027 sind im Doppelhaushalt jährlich rund eine Million Euro für die Sanierung und Modernisierung der Sportanlagen eingeplant. Vorbehaltlich der Freigabe des Haushaltsplans durch die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), werden zudem neue Personalstellen geschaffen, um Projektsteuerung, Planung und Fördermittelmanagement dauerhaft zu sichern.
Frankenthal möchte aktiv Förderprogramme von Bund und Land nutzen – darunter den „Goldenen Plan Rheinland-Pfalz“, das Bundesprogramm zur Sanierung kommunaler Sportstätten (SKS) sowie Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Entsprechende Förderanträge werden gestellt.
„Geld allein saniert keine Sportplätze“, erklärt Dr. Meyer. „Darum hinterlegen wir unsere Konzepte im Haushalt – finanziell und personell. Nur so schaffen wir Fortschritt, der sichtbar bleibt.“