Benjamin Burkard "Gold und Pixel"
9. Mai bis 28. Juni 2026
Burkards Malerei sucht nach Verflechtungen und Verdichtungen zwischen dem Vergangenen und den zeitgenössischen Blickpunkten. Wo finden sich die Reime auf Vergangenes und wo findet man die Unebenheiten für das Kommende? Welchen Standpunkt haben in unserer dynamischen und durchaus technisierten Gesellschaft tief wurzelnde Dinge wie Kultur, Identität oder Tradition?
Um diesen Fragestellungen zu begegnen, bedient sich der Maler einer eigens entwickelten Maltechnik, inspiriert von der traditionellen Goldgrundmalerei aus dem Mittelalter. Die farbliche Grundnuance, auf der er die Malerei und Farbkomposition aufbaut, ist immer ein Gold, Silber oder ein Kupfer - Die Grundnuancen einer oft alten Geschichte. Er übermalt diese Elemente partiell, kratzt Bestandteile frei, ätzt sie weg, oder überlagert die Farbschichten bis hin zu einer Begegnung mit Realismus. Ein Realismus, der seinerseits durch Digitalität gebrochen ist und in Symbiose zu gemalten, konkreten Farbelementen, dem Pixel, verwächst"
Ein besonderes Highlight der Ausstellung ist die Integration eines interaktiven Videospiels. Benjamin Burkard wird ein Bild inmitten der Ausstellung mit einem Team von Programmierern übersetzen. Vom 11. bis 14. Juni 2026 wird der finale Abschnitt dieses außergewöhnlichen Projekts live im Kunsthaus umgesetzt. Besucher sind herzlich eingeladen, diesen kreativen Prozess hautnah mitzuerleben
Das Ergebnis wird bei der Finissage am 28.06.26 ab 11.00 Uhr präsentiert und ist spielbar. Dieses Projekt ist einzigartig, da es das bisher kaum erforschte Gebiet zwischen Videospiel und Malerei erkundet.
Auch der Südwestfunk begleitet dieses besondere Ereignis: Am 11. und 14. Juni wird ein Fernsehteam im Kunsthaus vor Ort sein, um den Entstehungsprozess zu dokumentieren. Der Sendetermin wird noch bekannt gegeben.
Über den Künstler
Nach seinem erfolgreichen Abitur am Europa Gymnasium in Wörth im Jahr 2006 begann er 2007 ein Studium an der Universität Landau, wo er Kunst und Biologie miteinander verband. Seine künstlerische Laufbahn wurde schnell von bemerkenswerten Erfolgen geprägt. Bereits 2008 erhielt er das Heinrich-von-Zügel-Stipendium für Malerei der Stadt Wörth. Im Jahr 2009 gestaltete er im Rahmen des Projekts „Kunst am Bau“ die Kläranlage in Kandel, was seine Vielseitigkeit und sein Engagement unter Beweis stellte. 2012 krönte er seine frühen Bemühungen mit dem Gewinn des deutschlandweiten Kunstwettbewerbs „Junge Kunst in der Villa“ in Neustadt, was seinen Ruf als aufstrebender Künstler festigte.
Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter der Item Kunstpreis für Malerei 2014 mit dem Thema „Innovation mit System“ und die Förderung durch die Joseph-David Stiftung im Jahr 2015. Auch der Heinrich-von-Zügel-Preis und der Albert Haueisen-Förderpreis für Malerei gingen an ihn. 2016 erreichte er beim Phönix Kunstpreis den beeindruckenden zweiten Platz und wurde in die Top Ten gewählt. 2020 führte ihn seine künstlerische Reise als Finalist des Phönix Kunstpreises und als Artist in Residence nach Laos, wo er neue Inspirationen sammelte. Im selben Jahr wurde er auf der Stroke Art Fair in München mit einer Förderkoje für Talente ausgezeichnet. 2021 nahm er am Katalogförderprogramm NeustartKultur teil, und 2022 wurde er erneut als Finalist für den Eb Dietzsch Preis für Malerei nominiert.
Heute sind seine Werke in zahlreichen privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten und spiegeln seine Bedeutung in der zeitgenössischen Kunstszene wider. Benjamin Burkard hat sich als eine prägende Stimme in der Kunstlandschaft etabliert und begeistert durch seine einzigartige Perspektive und Kreativität.





