Sonderausstellung vom 19.-23. Oktober 2026:
In diesem Sommer jährte sich die verheerende Flutkatastrophe im Ahrtal zum fünften Mal. Die Ereignisse in der Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 bleiben unvergessen. Die Stadt Frankenthal beteiligte sich über das Erkenbert-Museum an einer Aktion zur Rettung des bei der Flut beschädigten Kulturguts aus dem Museum Bad Neuenahr-Ahrweiler.
Die Ergebnisse dieser Aktion werden vom 19. bis 23. Oktober 2026 in einer Pop-Up-Ausstellung im Erkenbert-Museum präsentiert. Sieben Gemälde und sieben Metallobjekte wurden durch zwei der festangestellten Restauratoren des Erkenbert-Museums restauriert. Die Ausstellung zeigt die Phasen der Arbeiten sowie zwei Gemälde, bei denen eine vollständige Restaurierung aufgrund der starken Schäden durch Schlamm und Wasser nicht mehr möglich ist.
Die Stadt Frankenthal und das Erkenbert-Museum folgten mit dem Angebot von Restaurierungsarbeiten einem Aufruf des Deutschen Städtetags zur Unterstützung des Ahrtals. Möglich wurde dies durch zwei am Erkenbert-Museum angestellte erfahrene Fachkräfte in der Gemälde- und Metallrestaurierung. Diesen wurden über das Zentrum für Kunst und Medien, Karlsruhe, die beschädigten Objekte zugeteilt. Zuvor hatte der Museumsverband Rheinland-Pfalz e. V. die groß angelegte Aktion zur Rettung des Kulturguts aus dem Ahrtal koordiniert und ein Netz von Museen aus mehreren Bundesländern für eine Mitwirkung gewinnen können.
Die Ausstellung im Erkenbert-Museum zeigt die restaurierten Objekte und die einzelnen Arbeitsschritte der Restaurierung. Dabei ging es in erster Linie zunächst um die Untersuchung der Schäden und deren Differenzierung. Bei den Gemälden waren zu Beginn einige Schlamm- und Malschichten fast nicht voneinander zu unterscheiden. Bei einem Uhrwerk ist der Schlamm bis tief in die Bestandteile des Mechanismus eingedrungen; es musste für die Untersuchung und Reinigung in alle Einzelteile zerlegt werden. Nach und nach wurden die Objekte von den Spuren der Flut befreit, wo dies überhaupt möglich war. Einige Maßnahmen werden noch bis Jahresende abgeschlossen und werden als „Work in Progress“ kurz vor der Fertigstellung gezeigt. Andere Maßnahmen bleiben bewusst auf Teilbereiche von Objekten beschränkt und machen somit verschiedene restauratorische und konservatorische Arbeitsschritte sichtbar. Bei zwei Gemälden, deren Farbauftrag großflächig zerstört ist, ist eine vollständige Restaurierung nicht mehr möglich. Sie sollen als restauratorische Studienobjekte erhalten bleiben und so die Schäden der Flutnacht am Kunst- und Kulturgut dokumentieren. Sie sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen.
Das Museum ist anlässlich der Ausstellung Montags, Mittwochs, Donnerstag und Freitags von 14-18 Uhr und am Dienstag, den 20.10., von 10-18 Uhr geöffnet. Die Ausstellung findet im Erdgeschoss des Hauses statt. Der Eintritt ist frei.
Die anderen Bereiche des Museums sind geschlossen. Außerhalb dieser Öffnungszeiten ist das gesamte Museum wegen der anstehenden Sanierungsarbeiten für Besucherinnen und Besucher weiterhin geschlossen.








