Entwässerungssystem

Entwässerungssystem

Die Stadt Frankenthal verfügt insgesamt über rund 160 km Ortskanalisation. Diese sind zu 97% als Mischsystem, zu 2,1% als Schmutzwasser- und zu 0,9% als Regenkanalisation ausgelegt. Mischsystem bedeutet, dass Schmutz- und Regenwasser in einem gemeinsamen Rohrsystem abgeleitet werden. Ein Teil der Kanalisation wurden als "Stauraumkanäle" ausgebildet um Regenwasser zwischenzuspeichern.

Um das vorhandene Kanalsystem nicht weiter zu belasten, ist es in Neubaugebieten erforderlich, das Regenwasser, dort wo es möglich und sinnvoll ist, vor Ort zu verwerten bzw. zu versickern. Für diese Gebiete wird das Kanalsystem nur noch zur Aufnahme von Schmutzwasser ausgelegt.

Transportsammler mit einer Gesamtlänge von ca. 2,6 km verbinden die eigenständigen Teilnetze der Ortsteile Flomersheim-Eppstein, Mörsch und Studernheim mit dem Gesamtsystem.

Auf Grund der topographischen Gegebenheiten haben wir sehr ungünstige Gefälleverhältnisse. Daher unterstützen insgesamt 12 Pumpwerke, 5 davon als Schneckenhebewerke ausgebildet, den Abwassertransport.

Übersteigen bei einem Starkregen die Niederschläge jedoch das Speichervolumen, so erfolgt ein Abschlag (Überlauf) direkt in die Vorfluter.

In Frankenthal sind solche Regenüberlaufbauwerke  in den Straßen Am Strandbad, Am Kanal, im Pilgerpfad und im Starenweg angeordnet. In den Ortsteilen finden sich entsprechende Bauwerke in Flomersheim an der Isenachsporthalle, in Studernheim am Langgraben sowie in Mörsch in der Deichstraße, am St.-Stephan-Platz und in der Kreuzstraße.

Das behandlungsbedürftige Abwasser aus dem Stadtgebiet Frankenthal wird, gemeinsam mit den Abwässern von Bobenheim-Roxheim und Ludwigshafen (Pfingstweide), über eine rd. 2,7 km lange Druckleitung zur BASF-Kläranlage gefördert. An Trockenwettertagen werden ca. 8.000 m³ Abwasser täglich zur BASF-Kläranlage gepumpt. Bei Regenwetter kann die Druckleitung bis zu 600 l/s aus dem Einzugsbereich der Stadt Frankenthal und weitere 200 l/s von Bobenheim-Roxheim und der Pfingstweide transportieren. In der Großkläranlage der BASF wird das Abwasser entsprechend den Anforderungen gereinigt und nachfolgend in den Rhein eingeleitet.