Präventionswochen 2025

Vielfältige Präventionsangebote für Schülerinnen und Schüler in Frankenthal erstmalig für ganze drei Wochen
Das Kinder- und Jugendbüro präsentiert eine umfassende Bildungs- und Präventionsagenda, die in den Schulen in den letzten drei Novemberwochen stattfindet.
Eine bunte Palette von Veranstaltungen rund um Gesundheit, Medienkompetenz, Selbstbehauptung, Körperwahrnehmung und gesellschaftliches Miteinander richtet sich an Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen. Von theaterbasierten Formaten über Achtsamkeitstraining bis hin zu praktischen Lebenskompetenzen bietet das Programm Orientierung, stärkt die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen, fördert den bewussten Umgang beispielsweise mit Stress sowie digitalen Reizen und schafft sichere Räume für offene Gespräche. Die Workshops behandeln eine Vielzahl von präventiven Themen, die oft als interaktive Formate konzipiert sind.
Schwerpunkt ist nach wie vor die klassische Suchtprävention und demnach werden Bereiche, wie Alkohol, Cannabis, Vape, Snus und weitere Drogen mithilfe der Suchtberatungsstelle und der örtlichen Polizei behandelt und die Informationen in interaktiven Übungen aufgegriffen. Zusätzlich wird Wert daraufgelegt, das Hilfesystem in der Region vorzustellen, damit Teilnehmende bei Bedarf Unterstützung finden.

Weiterhin finden Angebote zu Gewaltprävention, Mobbing und Konfliktmanagement statt. Durch Methoden, wie Rollenspiele, Gespräche in Kleingruppen, Geschichten und kurze Videos soll die Handlungskompetenz, Grenzsetzung und die Konfliktlösungskompetenz trainiert werden. Ebenso wird emotionale und psychische Gesundheit thematisiert: von innerer Orientierung nach der Schule, über emotionale Kompetenz bis hin zur Selbstfürsorge, Stressbewältigung und dem Umgang mit Einsamkeit und Freundschaften. Abgerundet wird das Programm durch Medienkompetenzworkshops, die die digitale Selbstwahrnehmung, die Themen „Fake News“, „Cyber-Mobbing“ und einen „sicheren Online-Auftritt“ behandeln. Der Fokus liegt auf praxisnahe Übungen und Reflexion des eigenen Nutzungsverhaltens. Ziel ist es, Lernende dort abzuholen, wo sie stehen und sie zu selbstbewussten, verantwortlichen Persönlichkeiten mit gestärkter Resilienz zu fördern.
Auch Tabuthemen, wie Pornografie werden in zwei Workshops offen thematisiert und die Möglichkeit zu einem Dialog gegeben. Im Klassenzimmer wird beispielsweise ein Theaterstück, bei dem u.a. eine Collage mit gängigen Begriffen in der Pornoindustrie erstellt wird, vorgespielt. Die Schülerinnen und Schüler sollen sich mit den unterschiedlichen Rollenbildern, der sexuellen Realität versus Fiktion in Pornos und der sexuellen Selbstbestimmung befassen. Ziel ist die Sensibilisierung für mediale Einflüsse und die Förderung des reflektierten Umgangs mit pornographischen Inhalten in der Lebenswelt Jugendlicher. Beim Workshop „Warnsignale der Gewalt in Beziehungen“ werden Formen von Gewalt, ihre Auswirkungen, die Gewaltspirale, Grundbausteine für eine gutfunktionierende Beziehung und mögliche Handlungsstrategien thematisiert. Begleitend sind oft Lehrkräfte als Teil des Settings willkommen oder erforderlich, um den Lernprozess zu unterstützen.
Mit diesem vielseitigen Programm bietet das Kinder- und Jugendbüro Frankenthal eine wertvolle Plattform für Schülerinnen und Schüler, um sich sicher, informiert und gestärkt mit relevanten Lebenswelten und dem eigenen Lebensstil auseinanderzusetzen. Wir laden Schulleitungen, die einzelnen Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter ein, die Klassen anzumelden und es somit schließlich den Teilnehmenden zu ermöglichen, die Angebote und die Chancen aktiv zu nutzen, Fragen zu stellen und sich gemeinsam offen auszutauschen.
Anmelden für die Workshops können sich die Schulleitungen, Lehrkräfte, Präventionsfachkräfte und Schulsozialarbeiter bei Frau Neugebauer vom Kinder- und Jugendbüro unter: Julia.Neugebauer@frankenthal.de.