Tipps und Informationen zum Thema Klimaschutz

Praktische Tipps und Wissenswertes zum Klimaschutz

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Hallo und herzlich willkommen!

Frankenthal wird Klimafit und Sie sind herzlich eingeladen, mit dabei zu sein.

Klimaschutz geht uns alle etwas an!

Wieso? Das können Sie in den kommenden Beiträgen mit Tipps, Tricks, Mitmach-Ideen und Denkanstößen erfahren!

Bei Ideen, Fragen oder Anregungen können Sie gerne jederzeit der Klimaschutzmanagerin Anna-Catharina Eggers schreiben!






Secondhand im Trend

Foto: Flohmarkt von RitaE auf PixabayBei durchschnittlich 20.000 Euro liegen die jährlichen Konsumausgaben der privaten Haushalte pro Kopf. Diese Summe umfasst alle Konsumausgaben im Bereich Wohnen, Ernährung, Kleidung, Mobilität, Freizeit und weitere private Aktivitäten.

Beim Einkaufen eine Wahl treffen

Mit jedem Produktkauf treffen wir eine Wahl – für oder gegen Klimaschutz. So einfach ist es. Doch wenn wir kleine Einkäufe in unserer Drogerie nebenan oder auf dem Wochenmarkt tätigen, fühlt es sich meist nicht so bedeutend an. Man fragt sich: Macht es wirklich einen Unterschied, ob ich das regionale oder das importierte Gemüse kaufe? Macht es einen Unterschied, ob ich mich für die etwas teurere Fairtrade-Schokolade entscheide? Ja, macht es! Denn über das Jahr gerechnet haben die rund 20.000 Euro Konsumausgaben einen erheblichen Einfluss auf die künftigen Angebote, denn die Anbieter richten sich nach der Nachfrage. Je mehr klimafreundlich eingekauft wird, desto mehr wird auch Klimafreundliches angeboten.

Klimafreundlich einkaufen kann Geld sparen

Als Gegentrend zur Fast Fashion – also günstig hergestellter Kleidung, die durch häufige Kollektionen schnell ersetzt werden – entwickelt sich der Trend zur Vintage Mode und shabby chic. Immer mehr Secondhand-Läden bieten individuelle Bekleidung, aber auch Möbel, Küchengeräte und andere Konsumgegenstände an. Dies spart Ressourcen und Geld, setzt ein Zeichen gegen prekäre Arbeitsbedingungen und verhindert, dass die eigene Wohnung mit einem 3D-Katalog einer Möbelhauskette verwechselt werden könnte.

Gesagt, getan?

Wer nach Möglichkeiten sucht, mehr Nachhaltigkeit in sein Leben zu bringen, findet auf www.delta21.de viele Ideen und Informationen zu nachhaltiger Ernährung, Bekleidung, Mobilität und Reisen. Außerdem finden Sie dort auch die Adressen aller Secondhand-Geschäfte in der Region, aber auch Änderungsschneidereien und Schuster, falls die eigene Bekleidung zuerst noch einmal repariert werden soll.

 


Mit regionalen Produkten das Klima schützen

Foto: Obst und Gemüse von Devon Breen auf Pixabay

In den letzten 30 Jahren sind unsere durchschnittlichen jährlichen Pro-Kopf-CO2-Emissionen von 12,5 auf 10,4 Tonnen leicht gesunken. Davon entfallen rund 2 bis 2,5 Tonnen CO2 allein auf unsere Ernährung – eine gute Möglichkeit also, hier einmal genauer zu schauen, wie wir klimafreundlicher essen können.

 


Regionale Produzenten unterstützen

Am klimafreundlichsten sind regionales Obst und Gemüse der Saison, da sie frisch geerntet werden und nur geringe Emissionen durch Transport und Lagerung verursachen. Außerdem sind reif geerntetes Obst und Gemüse meist schmackhafter und auch gesünder.

Saisonal vor regional?

Wer sich regional – vielleicht sogar mit biologisch angebauten Lebensmitteln – ernährt, ist auf einem guten Weg, unnötige CO2-Emissionen einzusparen. Allerdings gibt es Ausnahmefälle, wie beispielsweise beim Apfel aus Neuseeland. Von der Ernte im September bis Mai ist die Klimabilanz regionaler Äpfel besser als die Bilanz eingeflogener Ware. Allerdings kehrt sich dies ab Juni bis zur neuen Ernte um. Denn die lange Lagerung der regionalen Ware im Kühlhaus ist sehr energieintensiv und verbraucht am Ende mehr Energie als der Transport der zu diesem Zeitpunkt in Neuseeland saisonalen Äpfel zu uns, auch wenn das einmal um die halbe Welt ist.

Wer einen Überblick wünscht, wann welche Lebensmittel Saison haben, findet im Internet zahlreiche Saisonkalender, die Auskunft darüber geben, wann welches Obst und Gemüse reif ist.

Selber ernten

Wer selbst erntet, weiß am besten, woher es kommt und wie frisch es ist. Nicht jeder hat jedoch einen eigenen Garten, einen großen Balkon oder auch die Zeit, um Obst und Gemüse selber anzubauen. Wer trotzdem ernten möchte, kann auf www.mundraub.org in seiner Region sehen, wo herrenlose Obstbäume stehen, und wo legal Obst, Gemüse, Kräuter und Nüsse geerntet werden dürfen. Guten Appetit und bleiben Sie gesund!



Über den Klimawandel und unsere Zukunft

Die wichtigsten Treibhausgase sind Wasserdampf, Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Lachgas (N2O). Diese sorgen dafür, dass ein Teil der Sonnenenergie als Wärme in der Atmosphäre verbleibt.

Foto: Dürre von Jody Davis auf PixabayWir brauchen den Treibhauseffekt

Ohne die Treibhausgase wäre die Erde bei durchschnittlichen minus 18 °C sehr ungemütlich. Erst durch die Treibhausgabe also wird unsere Erde für uns bewohnbar. Diese sorgen dafür, dass auf der Erde im globalen Durchschnitt 14 °C herrschen.

Zunahme der Treibhausgase seit der Industrialisierung

Die Zunahme der Treibhausgase ist vor allem auf das Verbrennen kohlenstoffhaltiger Energieträger (Kohle, Erdöl, Gas) und die intensive Landwirtschaft (Methan durch Nutztierhaltung und Lachgas durch Einsatz von Kunstdünger) zurückzuführen. Die Konzentration von Kohlendioxid ist heute dadurch bereits 50 Prozent höher als vor Beginn der Industrialisierung.

Die Folgen treffen alle

Seit den 1980er Jahren war jede Dekade wärmer als die vorherige und wärmer als alle vorangegangenen Jahrzehnte seit 1850. Das Meereis schmilzt, was die Erwärmung noch verstärkt, da das Eis an den Polen die Sonnenstrahlen besser reflektiert, als das reine Meerwasser. Auch das Festlandeis schmilzt, was dazu führt, dass der Meeresspiegel steigt. Seit 1900 ist der Meeresspiegel bereits im Durchschnitt um ca. 16 cm gestiegen. Jeder weitere Anstieg wird für alle Inseln und Küstenregionen zum Problem. Auch die Wetterextreme nehmen zu, z.B. in Form von Hitze- und Dürreperioden oder Starkregenereignissen. Diese wirken sich nicht nur auf die Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung, sondern auch auf Ernteerträge aus.

Was können wir tun?

Der einzige Weg, um die Folgen des Klimawandels zu reduzieren, ist die CO2-Emissionen zu senken. Jeder kann schon mit kleinen Maßnahmen Energie – und damit häufig auch Geld – sparen. Viele Tipps und Infos gibt es in dem regelmäßigen Klimaschutz-Beitrag im Wochenblatt oder auf dieser Website.



Richtig Lüften

Inzwischen ist der Herbst angekommen und die Heizsaison beginnt. Im letzten Beitrag ging es darum, dass rund 70 Prozent unseres Energieverbrauchs im Haushalt auf die Heizung entfallen und damit große Potenziale zum Energie- und Geldsparen bergen. Aber nicht nur richtiges Heizen, sondern auch richtiges Lüften ist in der kalten Jahreszeit von großer Bedeutung.

Foto: Geöffnetes Fenster von RD LH auf PixabayRegelmäßig lüften

Für eine optimale Luftfeuchtigkeit sollte zwei bis viel Mal am Tag – Küche und Bad öfter – gelüftet werden. Sollte die Wäsche in der Wohnung getrocknet werden, ist ebenfalls ein häufigeres Lüften erforderlich. Denn in einem Haushalt mit vier Personen entstehen im Alltag durch Heizen, Kochen und Atmen pro Tag rund zwölf Liter Wasser in Form von Luftfeuchtigkeit. Wird diese nicht durch regelmäßiges Lüften entfernt, besteht die Gefahr von Schimmelbildung.

Stoßlüften statt Dauerlüften

Optimal ist es, die Fenster fünf bis zehn Minuten vollständig zu öffnen (dabei die Heizung herunterdrehen). Besonders effektiv ist dies, wenn die Fenster und Türen gegenüberliegender Räume gleichzeitig geöffnet sind, sodass eine Querlüftung erfolgen kann. Außerdem gilt: je größer die Temperaturunterschiede (draußen kalt, drinnen warm) sind, desto schneller erfolgt der Luftaustausch und desto kürzer kann gelüftet werden. Von Dezember bis Januar reichen oft drei bis sechs Minuten. Im Sommer dauert es länger, bis die Luft komplett ausgetauscht ist.

Werden die Fenster nur gekippt, findet hingegen kaum Luftaustausch statt – was auch vor dem Hintergrund von Corona nicht erwünscht ist. Zudem kühlen die Wände aus, was die Schimmelbildung erhöht, da an den kältesten Stellen im Raum die Feuchtigkeit kondensiert.

Warnzeichen beachten

Befindet sich regelmäßig Kondenswasser auf den Fenstern, ist das ein Zeichen für zu hohe Luftfeuchtigkeit oder falsches Heizverhalten. Das Kondenswasser sollte aufgewischt werden. Um den Überblick zu behalten, kann ein Hygrometer (ab ca. 15 Euro erhältlich) angeschafft werden, das Auskunft über Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur gibt. Die Luftfeuchtigkeit sollte unter 50 Prozent bleiben, damit es zu keiner Schimmelbildung kommt. Liegt der Wert drüber, sollte also schnell gelüftet werden.



Richtig heizen

Foto: Thermostat von ri auf Pixabay


Auch wenn man es bei den sommerlichen Temperaturen kaum glauben mag: Der Herbst hat begonnen und die Heizsaison steht unmittelbar vor der Tür. 70 Prozent unseres Energieverbrauchs im Haushalt entfallen auf die Heizung. Hier liegen also große Potenziale, um Energie und Geld zu sparen.

 


Auf die Temperatur kommt es an

Nicht jeder Raum muss auf 25 Grad geheizt werden. Die optimale Raumtemperatur liegt bei 20-22 Grad, im Bad sollte es 1-2 Grad wärmer sein. Die Küche kann ruhig einige Grad kühler bleiben, da der Backofen und auch der Kühlschrank durch ihre Abwärme ebenfalls zur Raumtemperatur beitragen. Im Schlafzimmer reichen bereits 17-18 Grad für einen erholsamen Schlaf.

Wichtig: unbenutzte Räume benötigen teilweise keine Heizung, jedoch sollte die Temperatur nicht kälter als 15 Grad sein, da ansonsten Schimmelbildung droht, wenn infolgedessen Feuchtigkeit an den Wänden kondensiert.

Rollläden nachts herunterlassen

Da Fenster nicht so gut isolieren wie Wände, ist es besonders im Winter sinnvoll, die Rollläden herunterzulassen, sobald es Dunkel wird. Hierdurch kann der Wärmeverlust der Fenster um bis zu 20% gesenkt werden.

Richtig lüften

Während des Lüftens sollte das Thermostatventil heruntergedreht werden. Danach ist Stoßlüften – mehrfach am Tag für jeweils ein paar Minuten – die beste Möglichkeit für einen schnellen und effektiven Luftaustausch. Gekippte Fenster hingegen sorgen kaum für Luftaustausch, sie führen lediglich dazu, dass die Wände auskühlen.

Wärme behalten und richtig verteilen

Im Baumarkt gibt es Dämmmatten, die zwischen Heizkörper und Wand angebracht werden können, sodass der direkte Wärmeverlust über die Wand reduziert wird. Die Vorderseiten der Heizkörper sollten weder von Gardinen noch von Möbelstücken verdeckt sein, damit die Wärme sich im Raum gut verteilen kann.

Wichtig ist auch zu beachten, dass die Dichtungen von Fenstern und Türen mit der Zeit undicht werden. In diesem Fall bietet es sich an, diese mit einem passenden Gummidichtungsband aufzufüllen.

Heizung früher abdrehen und regelmäßig entlüften

Abends kann die Heizung schon 30 bis 60 Minuten vor dem Schlafengehen runtergeregelt werden. Denn auch wenn die Heizung bereits heruntergeregelt ist, heizt sie noch eine Weile nach.

Außerdem sollte die Heizung regelmäßig entlüftet werden, denn wenn sich Luft im Heizkörper befindet – was an den Gluckergeräuschen zu erkennen ist, bleibt der Heizkörper dennoch kalt.

Und zu guter Letzt: Warme Füße helfen dabei, nicht so schnell zu frieren. Omas Wollsocken lohnen sich also doppelt, denn wer weniger heizt, spart Geld, und wer sich nicht so häufig in überheizten Räumen aufhält, bleibt gesünder.



Reparieren statt wegwerfen

Foto: Werkzeug auf Pixabay

Im letzten Beitrag ging es um Abfallvermeidung und -trennung, um so Rohstoffe, Energie und damit auch das Klima zu schonen. Ein neuer Trend ist in diesem Kontext seit einiger Zeit in aller Munde: Repair Cafés – Orte, an denen sich Menschen treffen, um kaputte Dinge zu reparieren und sie so vor dem Wegwerfen vorerst zu bewahren.

 

Geplanter Verschleiß

Sicher hat das jeder schon einmal erlebt: Das Handy, der Laptop oder die Waschmaschine sind kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gegangen. Für Laien sind sie vor allem heutzutage bei immer größerem Technologiefortschritt nicht mehr allein zu reparieren. Der geplante Verschleiß wird auch geplante Obsoleszenz genannt und bedeutet, dass die Lebensdauer durch eine Sollbruchstelle vorsätzlich verkürzt wird, damit die Konsumenten schneller neuer Produkte nachkaufen. Ob diese Sollbruchstellen tatsächlich in Produkten existieren, konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Einig sind sich dagegen aber die Wissenschaftler, dass es eine psychische Obsoleszenz gibt, was so viel bedeutet, dass Konsumenten durch immer neuere Produkte angeregt werden, schnell Neues nachzukaufen, obwohl die alten Produkte noch völlig intakt sind. Am besten kann man das in der schnell wechselnden Modeindustrie sehen.

Gegentrend

Und zu jedem Trend gibt es auch einen Gegentrend. In diesem Falle sind das die Reparatur-Initiativen, die sich dafür einsetzen, defekten Produkten ein neues Leben zu schenken. Dahinter steckt auch der Wunsch nach mehr Unabhängigkeit. Denn wer seinen Drucker oder sein Bügeleisen Dank Unterstützung von Bastler-Profis mit nur kleinen Handgriffen wieder zum Laufen kriegt, fühlt sich großartig.

Repair Café in der Nähe

Das nächstgelegene Repair Café befindet sich in Ludwigshafen und heißt MAKERSPACE Rhein-Neckar (Am Bubenpfad 2, 67067 Ludwigshafen am Rhein). Weitere Infos dazu hier.

 


Klimaschutz durch Mülltrennung

Foto: Mülltonnen von Michael Schwarzenberger auf Pixabay

Abfallvermeidung und -trennung schonen Rohstoffe, Energie und damit auch das Klima, da durch vielfältige Systeme unsere Abfälle recycelt und dadurch in eine neue Nutzung gebracht werden.

 


Auf die Reihenfolge kommt's an

1.     Vermeidung

Abfall, der gar nicht erst entsteht, ist der beste Abfall, da er weder Ressourcen verbraucht noch CO2-Emissionen freisetzt. Gute Tipps, wie Sie im Alltag Abfall vermeiden können, gibt auch der Eigen- und Wirtschafsbetrieb Frankenthal (EWF) wie z.B.: Vermeiden Sie Plastiktüten beim Einkaufen, kaufen Sie lose und unverpackte Lebensmittel (z.B. auf dem Wochenmarkt), verzichten Sie auf Einweg-Produkte und Miniverpackungen. Weitere Tipps finden Sie hier

Auch ein großes Thema in diesem Kontext: Das unnötige Wegwerfen eigentlich noch genießbarer Lebensmittel. Pro Person werden in Deutschland jedes Jahr ca. 55 kg Lebensmittel weggeworfen. Allein in den Privathaushalten landen jährlich 4,4 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll. Mit dem Resterechner kann jeder beim nächsten Wegwerfen alter Lebensmittel ausrechnen, wie viel Geld oder Energie er gerade in die Tonne geworfen hat.

2.     Weiternutzung

Gebrauchte Produkte sind oftmals genauso gut wie neue. Nicht nur sparen Sie damit Geld, sondern gleichzeitig auch noch Ressourcen. Und andersherum: Wenn Sie ein noch gutes Produkt nicht mehr benötigen, können Sie es einfach über eine Auktions-Plattform verkaufen oder – speziell für Frankenthaler Bürger – über den Verschenk- und Tauschmarkt vom EWF verschenken bzw. tauschen.

3.     Recycling/Trennung

Zu guter Letzt sollte aller anfallende Abfall sorgsam getrennt werden. Getrennt werden sollte nach Altpapier, Wertstoffen ("Gelber Sack"), Bioabfall, Altglas, Elektrogeräten sowie Sperrmüll und Restmüll.



Mit E-Mobilität in die Zukunft?

Foto: Stromtankstelle von A. Krebs auf PixabayIm vergangenen Beitrag haben Sie erfahren, dass der Verkehrsbereich in Frankenthal (Pfalz) den zweitgrößten Anteil in unserer Energie- und CO2-Bilanz ausmacht. Nicht immer aber ist eine klimafreundliche Fortbewegung mit Fernbussen, Bahn, Rad oder zu Fuß praktikabel. Elektromobilität kann dafür eine Lösung sein. So schätzt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Elektro-mobilität als weltweiten Schlüssel zur klimafreundlichen Mobilität ein. Dadurch können unsere CO2-Emissionen erheblich gesenkt werden.

Pro und Contra

Das E-Auto startet mit einer schlechteren Umweltbilanz, da die Batterieherstellung höhere CO2-Emissionen verursacht als die Herstellung eines herkömmlichen Autos. Dies gleicht sich aber nach ca. 50.000-100.000 Kilometern Fahrleistung wieder aus.

Die Batterien sind wie alle Elektrogeräte Sondermüll und müssen entsprechend vom Hersteller zurückgenommen werden. Technologisch gesehen können bereits heute bis zu 95% des verwendeten Kobalts, Nickels und Kupfers recycelt werden. Auch das Lithium kann in Teilen zurückgewonnen werden. Aufgrund der günstigen Rohstoffpreise ist dies jedoch zurzeit noch unwirtschaftlich.

Die Reichweite liegt bei immer mehr E-Autos inzwischen bei 300 bis 400 Kilometern, was wesentlich weniger als bei einem herkömmlichen Auto ist. Das rechtzeitige Aufladen sollte bei längeren Strecken daher stets berücksichtigt werden. Hierfür werden jedoch genügend Ladesäulen benötigt. Die Ladeinfrastruktur befindet sich stetig im Aufbau und Ladepunkte können meist problemlos per App gegoogelt werden.

Die Anschaffungspreise von E-Autos liegen vergleichsweise höher, jedoch fallen durch den Elektromotor im Vergleich zum Verbrennungsmotor wesentlich geringere Wartungs- und Betriebskosten an. Daher gibt es bereits einige E-Autos, die pro Kilometer wesentlich günstiger fahren als vergleichbare Pkws mit Verbrennungsmotor.

E-Mobilität in Frankenthal (Pfalz)

Auch in Frankenthal gibt es bereits einige Ladepunkte, an denen Sie Ihr E-Auto aufladen können: 2 Normalladepunkte im Parkhaus am Bahnhof, 2 Normalladepunkte in der Tiefgarage Willy-Brandt-Anlage, 2 Normalladepunkte am CongressForum Frankenthal, 2 Schnell-ladepunkte am Pfalzinstitut für Hören und Kommunikation.

Und was ist mit Wasserstoff?

Nach aktuellem Stand ist für normalgroße Pkw der rein elektrische Antrieb sinnvoller. So kommt ein Elektrofahrzeug auf 153 Gramm CO2 pro Kilometer (Tendenz sinkend je grüner der Strommix wird), das Diesel-Vergleichsauto auf 212 Gramm CO2 pro Kilometer. Für große und schwere Nutzfahrzeuge sieht es anders aus, da hier die Problematik der großen Akkukapazität noch nicht ausreichend gelöst ist, denn ein Lkw, dessen Akku so groß wie der Anhänger sein müsste, ist wenig hilfreich. Hier könnte die Wasserstoff-Brennstoffzelle eine gute Lösung sein.

Wichtig: Sowohl der Einsatz von Wasserstoff-Brennstoffzellen als auch reiner Elektromobilität ergibt nur bei gleichzeitiger Nutzung Erneuerbarer Energien Sinn.

 


Umsatteln und Aufsatteln

Foto: Straßenverkehr von S. Hermann & F. Richter auf Pixabay

Die Sommerzeit lädt wieder zum Radfahren ein, ein guter Zeitpunkt also, um mehr zum Thema klimafreundliche Mobilität zu erfahren. Der Verkehrsbereich nimmt durch die Globalisierung einen immer größeren Anteil an den gesamten CO2-Emissionen ein. 2016 war in Frankenthal (Pfalz) der Verkehrsbereich mit 29% – ca. 92.000 t CO2 – der zweitgrößte Verursacher in unserer Energie- und CO2-Bilanz.

 

Technischer Fortschritt als Lösung?

Zwischen 1995 und 2018 haben sich die CO2-Emissionen und Luftschadstoffe der Pkw bzw. Lkw um 9% bzw. 33% verbessert. Das klingt zunächst nach einer guten Nachricht. Doch leider hat sich der Verkehr extrem erhöht, sodass zwar die einzelnen Fahrzeuge weniger Schadstoffe abgeben. Durch die gestiegene Gesamtverkehrsmenge wird dieser Effekt aber wieder aufgehoben. Tatsächlich sind die CO2-Emissionen heute im Vergleich zu 1995 daher sogar 22% höher.

Auf Langstrecken klimafreundlich unterwegs

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat berechnet, dass bei Langstrecken der Reisebus (30,3 g CO2 pro Personenkilometer) am klimafreundlichsten ist, gefolgt von der Bahn (45-77 g CO2 pro Personenkilometer), gefolgt vom Pkw (142 g CO2 pro Personenkilometer), gefolgt vom Flugzeug (230 g CO2 pro Personenkilometer).

In der Stadt klimafreundlich unterwegs

Die kürzeren Strecken in der Stadt kann man zu Fuß oder mit dem Rad am klimafreundlichsten zurücklegen, gefolgt von Bus und Bahn, gefolgt vom Auto. Je nach Stadt ist die Fortbewegung per Rad nicht nur günstiger, sondern teilweise auch schneller. Staus und Parkplatzsuche fallen nämlich weg.

Darüber hinaus hat Radfahren noch allerlei positive Einflüsse auf unsere Gesundheit. Radfahren kann das Immunsystem stärken, die Lebenserwartung steigern, Stress reduzieren, Cholesterin senken und den Blutzucker positiv regulieren. Auch kann es die Fitness und unseren Schlaf verbessern. Gleichzeitig kann das Rad auch von Menschen mit Gelenkproblemen genutzt werden, die auf anderem Wege nicht mehr so aktiv sein könnten.

In welchem Umfang diese vielen positiven Effekte eintreten, hängt dabei vom Einzelfall ab. Grundsätzlich ist es wichtig, dass die Fahrradergonomie zum Radfahrer passt. Bei der optimalen Einstellung zwischen Sattel, Pedalen und Lenker geht es um Millimeter. Lassen Sie sich dazu ruhig bei Gelegenheit von einem Fachmann beraten.

Motiviert, Rad zu fahren?

Logo: STADTRADELN vom Klima-BündnisVom 22. August bis 11. September 2020 findet zum zweiten Mal STADTRADELN in Frankenthal statt. 21 Tage lang können Sie jeden Fahrradkilometer, egal ob beruflich oder privat zurückgelegt, eintragen (lassen). Die besten Einzelradler/innen und die besten Teams werden mit tollen Preisen geehrt. Bei Interesse einfach registrieren unter www.stadtradeln.de/frankenthal, einem Team beitreten oder ein eigenes gründen und die Kilometer online oder per App eintragen. Weitere Auskünfte erteile ich Ihnen gerne per Telefon unter 06233 89-618 oder per Mail frankenthal@stadtradeln.de.

Foto: QR-Code zur Weiterleitung auf www.stadtradeln.de/frankenthal

Passen Sie weiterhin auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!



Entspannt in den Urlaub

Foto: Strandkörbe von Steve Bidmead auf PixabayDieses Jahr wird die Urlaubssaison anders verlaufen, als viele es sich wohl Anfang des Jahres noch vorgestellt haben. Um Distanz zu schaffen und somit das Corona-Infektionsrisiko zu senden, sind Hotels nicht voll ausgelastet, ebenso die Restaurants und Bars, ganz zu schweigen von der Unsicherheit neue Infektionsfälle, die jederzeit wieder zu lokalen Beschränkungen führen können. Nachfolgend lesen Sie heute ein paar Ideen zu klimafreundlichen Reisemöglichkeiten.

Klimafreundlich reisen

Bei einer Reise haben meist folgende drei Bestandteile Einfluss auf die entstehenden CO2-Emissionen: 1.) An- und Abreise, 2.) Unterkunft und Verpflegung, 3.) Aktivitäten und Ausflüge vor Ort. Wer klimafreundlich reisen möchte, kann also einen oder mehrere dieser Bestandteile entsprechend anpassen.

Eine klimafreundliche An- und Abreise ist möglichst kurz und sind idealerweise mit Bus oder Bahn zurückgelegt. Je weiter das Reiseziel, desto besser ist es, wenn auch der Aufenthalt entsprechend länger wird, sodass sich der weite Weg lohnt.

Wer sich eine klimafreundliche Unterkunft wünscht, kann sich an verschiedenen Zertifizierungen orientieren, wie z.B. Viabono oder DEHOGA Umweltcheck. Abhängig von der Zertifizierung wird unterschiedlich intensiv geprüft, wie gut die Unterkünfte im Bereich Energieverbrauch, CO2-Emissionen, Wasserverbrauch und Restabfall abschneiden.

Zu guter Letzt ist auch entscheidend, wie die Urlaubsaktivitäten gestaltet werden. Auch vor Ort ist die Fortbewegung zu Fuß, mit dem Rad oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln die klimafreundlichste Option.

Nur einen Katzensprung entfernt

In einem vom Bundesumweltministerium geförderten Projekt wurden Ideen und Tipps für nachhaltigen Tourismus und besondere Reiseziele gebündelt. Es lohnt sich, auf der Website www.katzensprung-deutschland.de vorbeizuschauen. Dort findet man unter anderem Reiseziele in der direkten Umgebung (was schon Mal Punkt „1) An- und Abreise“ sehr klimafreundlich gestalten lässt), wie z.B. Mountenbiken oder Trekking im Pfälzerwald. Aber auch Ideen für die etwas anderen Urlaube wie Wandern mit Lamas oder Eseln oder Übernachten im Schlafstrandkorb an der Ostsee finden Sie dort.

Passen Sie weiter auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!



Klimafreundlich grillen – geht das?

Foto: Grillgut von Susanne Jutzeler, suju-foto auf PixabayDas gute Wetter lädt zum Grillen ein. Corona bleibt weiter aktuell und trotz der Lockerungen gilt nach wie vor: Uffbasse! Am sichersten ist nach wie vor das Einhalten des Abstands-gebotes von mindestens 1,50 Meter und das Tragen von Mund-Nase-Masken. Der Grillspaß sollte dieses Jahr daher besser nur in kleiner Runde stattfinden.

Wer klimafreundlich grillen möchte, denkt häufig zunächst an die verwendete Holzkohle. Das viel entscheidender ist jedoch das Grillgut, denn 95% der CO2-Emissionen entstehen durch das Fleisch auf dem Grill. Dennoch ist auch die Holzkohle ein Problem, da sie häufig aus Tropenwaldhölzern hergestellt wird – mit entsprechenden Folgen für die Umwelt, die die Abholzung des Regenwaldes mit sich bringt. Wer dies vermeiden möchte, kann zu FSC-zertifizierter Holzkohle oder anderem Brennmaterial greifen, z.B. auf Basis von Mais- oder Olivenabfällen.

Der eigenen Gesundheit zu Liebe sind Gas- und Elektrogrills die bessere Wahl, da keine gesundheitsschädigenden Stoffe wie Feinstaub und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in die Luft und ans Grillgut gelangen. Diese entstehen immer dann, wenn tierisches Fett auf die heiße Glut tropft.

Auch Alufolien zum Verpacken sollten vermieden werden, weil einzelne Bestandteile durch Säuren und Salze auf die Lebensmittel übergehen können. Abgesehen davon ist die Herstellung von Aluminium(-folie) sehr ressourcenaufwendig und es entsteht giftiger Rotschlamm als Abfallprodukt. Hierfür finden sich viele gute Alternativen, wie z.B. Grillschalen aus Edelstahl.

Statt chemischen und damit potenziell gesundheitsschädigenden Grillanzündern können auch Wellpappe oder Holzspäne zum Anzünden genutzt werden.

Wie bei der Ernährung im Allgemeinen trifft auch beim Grillen zu: Weniger Fleisch (insbesondere Rind), mehr Gemüse, möglichst biologisch, regional und saisonal sind am besten für die die Gesundheit und praktischerweise auch für unsere Umwelt.

Wer kann, sollte auf Einweggrills verzichten. Sie bestehen aus Aluminium und chemischen Grillanzündern, häufig von geringer Qualität und damit schadstoffbelastet. Das Problem mit den PAK ist hier umso größer, da sich das Fleisch viel näher an der Glut befindet.

In diesem Sinne, lassen Sie es sich schmecken, passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!



Wassersparen – sinnvoll oder überflüssig?

Es wird wieder wärmer, auch die Freibäder dürfen in Rheinland-Pfalz unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen. Wer kann, wird aber in diesem Sommer vielleicht lieber im eigenen Garten ins erfrischende Nass springen. Eine gute Gelegenheit also, um sich das Thema Wassersparen einmal genauer anzuschauen.

Foto: Wassertropfen von PublicDomainPictures auf PixabayDer Wasserverbrauch pro Person und Tag liegt in Deutschland bei ca. 121 Liter. . Eine verbreitete Fehlinformation ist, dass Wasser-sparen unseren Wasserleitungen schadet und man daher darauf verzichten solle. In der Tat kann es in Ausnahmefällen wie Aussiedlerhöfe vorkommen, dass der erforderliche Wasserdurchsatz zu gering ist. In diesen Fällen werden allerdings individuelle Lösungen in Form von angepassten Dimensionierungen der Rohrleitungen und Zählerschächten umgesetzt. Im übrigen Wassernetz ist ein zu geringer Wasserdurchsatz kein Thema. Die Wasserversorger entscheiden nach Bedarf, ob und wann eine gezielte Spülung der Versorgungsleitungen nötig ist. Wassersparen ist daher immer sinnvoll.

Außerdem wird sich die Lage künftig ändern. Aktuell verfügen wir noch über genügend Grundwasser, was sich jedoch durch den Klimawandel regional ändern wird. Es wird erwartet, dass die Niederschläge im Winter häufiger und im Sommer geringer werden. Dies kann vor allem im Sommer zu Dürreperioden führen.

Aus Klimaschutzsicht ist es in unserer Gegend daher das Beste,

  • im Sommer den Wasserverbrauch draußen zu reduzieren. Regenwassertonnen speichern Wasser für die Gartenbewässerung, eine Bewässerung morgens/abends verringert die Verdunstung, eine bodennahe Bewässerung verringert im vergleich zum Rasensprenger ebenfalls die Verdunstung.
  • Warmwasser zu sparen. Heißwasser verbraucht zehnmal so viel Energie wie die reine Wasserbereitstellung aus dem Wasserhahn. Hier zu sparen, hat also den größten Effekt, sowohl fürs Klima als auch für den Geldbeutel.
  • keine Schadstoffe in den Wasserkreislauf zu bringen. Denn dort sind sie nur schwer wieder zu entfernen. Der Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sollte auf biologische Mittel umgestellt werden und Arzneimittel, Mikroplastik (z.B. in Kosmetik) sowie Zigarettenkippen sollten nie ins Abwasser gelangen.

Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!



Vielfalt als Schutz vor Krankheiten

Noch immer fordert die Corona-Krise uns alle, doch verbessern sich glücklicherweise die Infektionszahlen seit einigen Wochen. Das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter und das Tragen von Mund-Nase-Masken werden aber auch weiterhin unseren Alltag prägen. Jetzt geht es darum, die Krise gut zu verkraften und für künftige Krisen besser gewappnet zu sein, z.B. durch mehr Artenvielfalt.

Foto: Wald von adege auf Pixabay.Was hat Artenvielfalt mit dem Schutz vor Krankheiten zu tun?

Durch die Zerstörung von Wäldern oder anderen Lebensräumen werden die Strukturen der einzelnen Ökosysteme sehr verändert. Das Gleichgewicht, das sich zwischen den zahlreichen Tier- und Pflanzenarten, aber auch Parasiten, Viren, Pilzen und Bakterien über Jahrhunderte gebildet hat, geht auf diese Weise verloren. 

Wenn ein Wildtier einen Krankheits-erreger in sich trägt, der für uns Menschen gefährlich ist, und wenn wir dann den Lebensraum dieses Tiers zerstören, dann verliert der für uns gefährliche Krankheitserreger seinen „Lebensraum“ und ist gezwungen, sich einen neuen zu suchen. „Spillover“ wird es genannt, wenn solch ein Krankheitserreger von Wildtieren auf einen einzelnen Menschen übertragen wird und sich so verbreitet – so wie es beim Coronavirus, aber auch schon bei früheren Epidemien wie Ebola, HIV, SARS und MERS geschah. Der positive Effekt von viel Artenvielfalt bzw. der negative Effekt von wenig Artenvielfalt auf den Schutz vor Krankheiten wurde bereits in mehreren wissenschaftlichen Studien untersucht und bestätigt.

Abgesehen davon finden wir in großen Ökosystemen wie Regenwäldern immer wieder Pflanzen, die wir als wirksame medizinische Heilmittel nutzen können. Zerstören wir die Ökosysteme, verlieren wir damit leider auch eine potenzielle Quelle für diese Heilmittel.

Was kann ich tun?

Der Wildtierhandel und die Zerstörung des Regenwalds scheinen auf den ersten Blick nichts zu sein, auf das wir einen großen Einfluss haben könnten. Wer geht schon auf einem Wildtiermarkt einkaufen? Doch schaut man genauer hin, ergeben sich durchaus einige Ansatzpunkte.

Echter Pelz, der sich an Kleidung oder Accessoires befindet, kommt sehr wahrscheinlich von einem dieser Wildtiermärkte. Durch konsequenten Pelz-Verzicht kann jeder Einzelne dazu beitragen, keine weitere Nachfrage nach Wildtieren zu generieren. Wer spenden möchte, kann auch eine Organisation auswählen, die sich gegen illegalen Artenhandel und illegale Wildtiermärkte einsetzt.

Zudem findet die Zerstörung von Ökosystemen überall dort statt, wo Monokulturen vorherrschen, also große Felder mit nur einer Pflanzensorte. Zum Beispiel werden täglich große Flächen Regenwald für den Sojaanbau abgeholzt, um für die weltweite Massentierhaltung genügend Futtermittel anzubauen. Wer also ab und zu auf Fleisch verzichtet und dafür mehr regionale und biologisch angebaute Produkte kauft, unterstützt mit jeder Mahlzeit die Vielfalt vor Ort.

Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!


Weiterführende Informationen:

 WWF: Wie uns Artenschutz vor Krankheiten schützen kann



Energiesparen leicht gemacht 

Foto: Stromsparen. © BirgitH / pixelio.de


Die Corona-Krise fordert uns alle. Trotz leichter Lockerungen gilt nach wie vor: Uffbasse! 

Am besten gelingt das durch das Einhalten des Abstandsgebotes von mindestens 1,50 Meter und das Tragen von Mund-Nase-Masken. Die Maßnahmen führen zwangsläufig zu längeren Aufenthalten in der eigenen Wohnung oder im Haus. 

Möchten Sie dadurch steigende Energieverbräuche reduzieren? Hier erfahren Sie, wie das geht, und ganz nebenbei tun Sie damit auch noch etwas für den Klimaschutz.

Energiesparen in der Küche
Mit diesen Tipps können Sie durch reine Verhaltensänderungen im Jahr bis zu 70,- € Stromkosten sparen.

1. Füllmenge im Wasserkocher:

Je mehr Wasser aufgekocht wird, desto höher ist der Energiebedarf. Jeder nicht verwendete Liter Wasser pro Tag bedeutet pro Jahr 25 kg mehr CO2 und rund 10 Euro höhere Stromkosten. Einige Wasserkocher schalten sich erst mehrere Sekunden ab, nachdem das Wasser bereits kocht. Manuelles Ausschalten spart also nochmals Energie.

2. Ohne Vorheizen backen:

Meist ist ein Vorheizen nicht nötig. Auch ist es häufig möglich, den Backofen oder die Elektroherdplatte einige Minuten vor Ende der Garzeit abzustellen, um die Restwärme zu nutzen.

3. Mit Deckel kochen:

Durch Kochen mit passendem Deckel und auf der passenden Herdplatte kann der Energieverbrauch um die Hälfte gesenkt werden. Dies spart bis zu 40 kg CO2 und 20 Euro im Jahr.

4. Energieeffizienten Kühlschrank anschaffen:

Ein moderner Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++ verbraucht im Vergleich zu einem älteren Modell bis zu 50 % weniger Strom. In diesem Fall lohnt es sich bereits Geräte auszutauschen, die älter als 15 Jahre sind, da sie im Vergleich rund 70 Euro pro Jahr sparen, und auch die Umweltbilanz ist nach ca. 5 Jahren durch die Neuanschaffung wieder ausgeglichen.

5. Kühlschrank und Gefriertruhe abtauen:

Eine Eisschicht im Kühlfach erhöht den Energieverbrauch deutlich. Regelmäßiges Abtauen und Enteisen spart über 25 kg CO2 und fast 15 Euro im Jahr.

6. Kühlschranktür nicht länger als nötig geöffnet halten.

 

Energiesparen im Bad

1. Ohne Vorwäsche waschen:

Eine Vorwäsche ist nur in den wenigstens Fällen bei einer hohen Verschmutzung nötig. In den meisten Fällen wird die Wäsche auch ohne Vorwäsche einwandfrei sauber.

2. Wäsche mit 30 °C waschen

Mehr als 75 % der Energie eines Waschgangs werden für die Erhitzung des Wassers benötigt. Mit niedrig temperierten Waschgängen können Sie bis zu 35 Euro im Jahr sparen.

3. Wäsche lufttrocknen

Bei einem Verzicht auf einen Wäschetrockner können Sie rund 60 Euro und bis zu 120 kg CO2 pro Jahr einsparen.

4. Ökoprogramme nutzen

Auch wenn die Ökoprogramme meist länger laufen, verbrauchen sie weniger Energie und Wasser.

5. Sparduschköpfe

Insbesondere Haushalte, die ihr Wasser mit Strom erhitzen, profitieren von Sparduschköpfen und Perlatoren. Bis zu 265 Euro pro Jahr kann ein Zwei-Personen-Haushalt pro Jahr auf diese Weise sparen.

Auf die Größe kommt es an

Die Größe der Haushaltsgeräte sollte dem Bedarf angepasst sein. Für Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte reichen bei einem Kühlschrank in der Regel 100 bis 160 Liter, für jede weitere Person etwa 50 Liter zusätzlich aus. Das Fassungsvolumen bei Waschmaschinen ist mit 5-6 Kilogramm Wäsche für die meisten Haushalte ausreichend.

Energiesparen im Homeoffice und im Wohnzimmer

1. LED-Lampen einsetzen

2. Standby-Verbrauch von Geräten (z.B. Fernseher, Drucker, PCs) durch Ausschalten der Steckerleisten vermeiden

Neugierig?

Die Stadtwerke Frankenthal verleihen kostenlos Energiemessgeräte, mit denen Sie zu Hause direkt nachmessen können, wie viel Strom Ihre Haushaltsgeräte verbrauchen.

Passen Sie auf sich und Ihre Mitmenschen auf und bleiben Sie gesund!


Weiterführende Informationen:

 Stromeffizienz: Tipps zum Stromsparen



Fasten für den Klimaschutz

Es ist wieder soweit – am 26. Februar hat die Fastenzeit begonnen. Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, um in der Zeit bis zu Ostern z. B. auf Alkohol oder Süßes zu verzichten.

Foto: Kalenderansicht Fastenzeit. © Esther Stosch / pixelio.de

Doch warum nicht zur Abwechslung auch mal CO2 fastenDas tut dem Klimaschutz und häufig auch der Gesundheit und dem Geldbeutel gut. 

Hierfür gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten. Autofasten, Plastik-fasten, Fleischfasten und alles, was einem noch so einfallen kann, um Energie und Ressourcen und damit auch CO2 zu sparen. 

Dabei geht es nicht um ein generelles Verbot dieser Dinge – wer klassisch fastet, nimmt ja auch nicht gar nichts zu sich – sondern vielmehr um einen bewussten Umgang damit.

Plastikfasten

Auch in Sachen Plastik kann gefastet werden. Bevorzugen Sie Glas- und Mehrweg- statt Einwegverpackungen, kaufen Sie Obst und Gemüse lose und nicht in Plastik abgepackt und nehmen Sie Ihre Einkaufstüten von zu Hause mit, damit Sie keine Plastiktüten kaufen müssen. Egal, was für eine Tüte (ob Jute, Papier oder Plastik) Sie benutzen: Benutzen Sie sie solange, wie möglich. 

Im Durchschnitt wird eine Plastiktüte für nur 25 Minuten benutzt. Im Jahr fallen so allein in Deutschland Plastiktüten mit einem Gesamtgewicht von 100.000 Tonnen an. Da sie aus fossilen Rohstoffen hergestellt werden, bedeutet das CO2-Emissionen, die nicht in die Luft gehören, da sie sonst unser Klima erwärmen. Doch damit nicht genug, jedes Stück Plastik, das in der Umwelt landet, gelangt über kurz oder lang durch Wind, Regen und Wasser irgendwann ins Meer. Da es sich erst nach ca. 100-500 Jahren abbaut, wird es durch Witterung und Sonne zunächst kleiner und kleiner, bis man es teilweise nicht mehr erkennen kann – willkommen Mikroplastik. Weil es inzwischen so klein ist, wird es von Plankton als Nahrung verwechselt. Kleine Fische wiederum fressen das mit Plastik angereicherte Plankton. Größere Fische fressen die kleineren und die größeren Fische landen am Ende auf unserem Teller. Auf diese Weise kommt das von uns achtlos weggeschmissene Plastik wieder zurück – auch eine Art von Kreislaufführung. Großer Haken dabei: Das Plastik wirkt wie ein Schwamm und bindet giftige Stoffe an sich – diese sind nun auch im Fisch. Da sich das Plastik und die Giftstoffe bei den Fischen im Fettgewebe sammeln, bedeutet das auch für uns, dass die Giftstoffe nicht ausgeschwemmt, sondern ebenfalls im Körper angesammelt werden. Und wieso vermeintlich gute, biologisch abbaubare Plastiktüten sogar schlechter sind als herkömmliche Plastiktüten, erfahren Sie hier.

Lebensmittelretten

Wem die sechs Wochen des Verzichts nicht zusagen, kann stattdessen über lokales Foodsharing Lebensmittel retten und auf diese Weise dazu beitragen, dass Energie und Ressourcen geschont und dabei sogar Geld gespart werden. 

Weiterführende Informationen:

 WWF: Tipps für den Alltag

 Autofasten



 

    bei Fragen zu dieser Seite:

    Frau Anna-Catharina Eggers
    Klimaschutzmanagement

    anna-catharina.eggers@frankenthal.de

    06233 - 89 618


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