Rathaus 

Virtuelle Ausstellung in Sopot

Virtuelle Ausstellung mit historischen Aufnahmen der Stadt Sopot von Fotograf John Faltin

Seit 1991 besteht die Städtepartnerschaft zwischen Frankenthal und dem polnischen Zoppot (poln. Sopot) in der Nähe von Danzig.

Zoppot unterhält ein stadtgeschichtliches Museum in historischem Gebäude, das in Ausstellungen und vielfältigen anderen Vermittlungsformaten Zoppoter Stadtgeschichte lebendig erfahrbar werden lässt. Das Frankenthaler Erkenbert-Museum arbeitet mit dem Museum in Zoppot in unterschiedlichen Projekten zusammen.

Beide Museen sind für eine virtuelle Ausstellung über den Zoppoter Fotografen John Faltin 1846-1920?) eine Kooperation eingegangen. Gefördert wurde das Ausstellungsprojekt durch die Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit mit Sitz in Warschau.

Der Katalog zur Ausstellung mit vielen Fotografien des historischen Sopots ist kostenlos beim Erkenbert-Museum erhältlich!
Bitte schreiben Sie uns bei Interesse eine Mail an museum@frankenthal.de oder rufen Sie uns an unter 06233 89 495.


John Faltin ist einer der bedeutendsten Fotografen in der Geschichte Zoppots. Über zwanzig Jahre hinweg dokumentierte er die Entwicklung des Sommerurlaubsortes hin zu einer reichen, mondänen Stadt mit Hilfe moderner fotografischer Technik.

Im Jahr 1839 war diese Erfindung von dem französischen Fotografen Louis Daguerre in Paris erstmals vorgestellt worden. Schnell verbreitete sich die bahnbrechende Erfindung in ganz Europa. In Danzig, dem Geburtsort Faltins, existierten im Jahr 1843 bereits drei Fotoateliers.

John Faltin erlernte die Fotografie aus persönlicher Neigung. Spätestens seit dem Jahr 1892 nutzte er die neueste Reporterkamera von C.P. Goerz, die mit dem Anschütz-Schlitzverschluss und fünf Wechselkassetten ausgestattet war. Dieser Fotoapparat war im Sommer 1889 auf den Markt gekommen und ermöglichte 10 Sofortaufnahmen im Format 9 x 13 cm.

Zoppot gewann nach der Inbetriebnahme der Bahnlinie im Jahre 1870 an Popularität und die Übernahme der Badeanstalt durch die Gemeinde im Jahre 1877 war der Beginn des großen Umbaus dieses Küstenortes.

1896 kamen Fotopostkarten in Mode. Diese dienten Faltin als Haupteinnahmequelle, führte doch die wachsende Bekanntheit Zoppots zu einem immer größer werdenden Zustrom an Besuchern. Faltin wurde damit zum Chronisten der Stadt und trug mit seiner Arbeit wesentlich zum kulturellen Gedächtnis bei.

Der Ausstellungskatalog ist kostenlos beim Erkenbert-Museum erhältlich. Auf 105 Seiten und in drei Sprachen (Polnisch, Englisch, Deutsch) wird eine umfassende Auswahl an Fotografien des Fotografen John Faltin vorgestellt, teilweise in nachkolorierter Fassung. Auch auf das Leben des Fotografen, das Stadtbild Sopots zu seiner Zeit und die von ihm genutzte Technik werden beleuchtet. Format 28 x 21,8 cm, 105 Seiten.