Frankenthal

Vortrag/Filmvorführung 

"Mittagspause im Museum": Vortrag und Filmvorführung mit dem Stadtarchiv

Die Original-Filmrolle aus dem Jahr 1929 schlummerte zuvor lange weitgehend unbeachtet in den Beständen des Frankenthaler Stadtarchivs. Nun wurde er digitalisiert und kann erstmals gezeigt werden.

Die Filmvorführung wird von Herrn Schöllhorn von der Städtischen Musikschule musikalisch begleitet. Dazu gibt es interessante Hintergrundinformationen:

Zunächst informiert die Leiterin des Stadtarchivs, Dr. Dörte Kaufmann, kurz über den Fund des Films und geht auf die Herausforderungen der Aufbewahrung von historischen Nitratfilmen in Archiven ein. Anschließend folgt ein Vortrag von Friedhelm Trowe, der sich sowohl mit den Frankenthaler Kirchen als auch mit dem Gießereiwesen gut auskennt. Unter dem Titel „Fest gemauert – Herstellung einer Glocke“ erläutert Trowe die Herstellung einer Kirchenglocke. 

Der Vortrag verdeutlicht die Szenen des in den 1920er-Jahren entstandenen Films mithilfe von Exponaten und Schautafeln der Glockenausstellung. Historische Darstellungen einer Glockengießerei aus dem 19. Jahrhundert sowie Fotos aus neuzeitlichen Gießereien veranschaulichen den Fertigungsprozess – angefangen von der Formgestaltung über die „falsche Glocke“ bis hin zur fertigen Glocke. Zitate aus Friedrich Schillers 1799 veröffentlichtem „Lied von der Glocke” ergänzen den Vortrag.

Die Veranstaltung dauert etwa 60 Minuten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Teilnahme und Eintritt sind kostenlos.

Über die Ausstellung

Zum 150. Jahrestag des Gusses der Kaiserglocke in Frankenthal zeigt das Erkenbert-Museum ab dem 4. Dezember 2025 eine Ausstellung, die das Thema Glockenguss in Frankenthal insgesamt und im Kontext der Kulturgeschichte, des Handwerks und der Stadtgeschichte beleuchtet.

Der Guss der Kaiserglocke 1875 durch den Frankenthaler Glockengießer Andreas Hamm stellte den Höhepunkt des Schaffens der Frankenthaler Glockengießereien dar, die ihren Anfang in der Verlegung des Betriebs von Georg Friedrichs Schrader von Worms nach Frankenthal 1773 nahm. Die für den Kölner Dom gegossene Kaiserglocke war zu ihrer Zeit die größte freischwingenden Glocke der Welt. Sie ist auch der Höhepunkt der Ausstellung, die sich dem Thema Glockenguss in Frankenthal in größerem Umfang widmet.

Im Fokus stehen alle Betriebe, die in Frankenthal Glocken gegossen haben. Welche Bedeutung sie auch für die Frankenthaler Stadt- und Industriegeschichte haben sollten, zeigt sich darin, wie viele der noch heute existierenden metallverarbeitenden Großbetriebe in Frankenthal und der nahen Umgebung sich aus diesen Betrieben entwickelten. Eingebettet wird dieser Aspekt in einen einführenden Teil zur Kulturgeschichte von Glocken im Allgemeinen und die Beleuchtung der Techniken der Herstellung und des Klangs. Letzterer wird auch erlebbar durch QR-Codes, über die verschiedenen Geläute von Glocken aus Frankenthaler Herstellung abgerufen werden können.

Jeder Themenbereich wird durch Objekte wie für die Herstellung erforderliche Werkzeuge, fertige Produkte, Dokumente, Graphiken oder persönliche Gegenstände der Frankenthaler Glockengießer veranschaulicht. Zahlreiche Leihgaben bereichern die Schau, so eine halbe Glocke der Gießerei Vögele in Straßburg, die originalen Gipsreliefs für die Glocken der Dresdner Frauenkirche aus Privatbesitz, persönliche Erinnerungsstücke aus dem Besitz der Familie Hamm und ein Gemälde Martin Adam Foellers zur Fertigung der Glocken für das Glockenspiel der Zwölf-Apostel-Kirche aus dem Hause Carius. Der gemeinsame Kunst-Leistungskurs des Karolinengymnasiums und des Albert-Einstein-Gymnasiums hat darüber hinaus Gemälde und dreidimensionale Objekte, aber auch Videos und ein Musikstück zum Thema erarbeitet, die in der Ausstellung und in einer Abendveranstaltung präsentiert werden. In weiteren Terminen werden einige Themenfacetten im Rahmen von Vorträgen, Vorführungen und Lesungen beleuchtet.

Die Ausstellung ist vom 4. Dezember 2025 bis 12. April 2025 im Erdgeschoss des Erkenbert-Museums, Rathausplatz Frankenthal zu sehen. Alle anderen Bereiche des Museums bleiben aufgrund der anstehenden Sanierungsarbeiten geschlossen. 

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