Parkfriedhof

Versteckte Kostbarkeiten

Das Bild zeigt den Parkfriedhof mit zwei SarkophagenDer am Stadtrand in der Wormser Straße gelegene Frankenthaler Parkfriedhof lädt mit seinen Ruhezonen, Grünflächen und altem Baumbestand zu einem besinnlichen Spaziergang ein. Eine verwunschene Atmosphäre vermittelt auch ein Besuch zwischen den efeuumrankten Grabsteinen und alten Bäumen des Parkfriedhofes der mit 18,5 ha die größte innerstädtische Erholungsfläche darstellt.

 

Das Bild zeigt die Amalie-Foltz-Halle im Eingangsbereich des FriedhofsDirekt am Haupteingang in der Wormser Straße befindet sich die ehemalige Friedhofskapelle, ein anspruchsvoll gestalteter Saalbau aus unverputzten Bruchsteinen mit Sandsteingliederung in Formen der Wormser Bauschule des 12. Jahrhunderts. Die Kapelle wurde von Amalie Foltz gestiftet und in den Jahren 1895/96 erbaut.

An die Zeit, als das linksrheinische Deutsche Reich zu Frankreich gehörte, erinnert das 1841 vollendete Denkmal des Vereins der Frankenthaler Kriegsveteranen, die in der Napoleonischen Armee gekämpft hatten. Das Denkmal ist ein klassizistischer Pfeiler auf gestufter Basis mit griechischem Helm als Aufsatz. 

In einer besonders als Gedenkstätte hergerichteten Abteilung liegen die Frankenthaler Opfer, die unter den rund 500 Toten zu beklagen waren, die die Explosion vom 21.9.1921 im Oppauer Werksteil der BASF forderte. Ein aus großen Sandsteinkuben gefügtes Denkmal (1962), eine Arbeit des Frankenthaler Künstlerehepaares Georg und Verena Schubert, ehrt die im Zweiten Weltkrieg Gefallenen.

Das Bild zeigt Gräber auf dem jüdischen FriedhofVon der Geschichte der Frankenthaler Juden zeugen die beiden jüdischen Friedhöfe, die heute Teil des großen Frankenthaler Parkfriedhofes sind. An seiner Ostseite erstand die jüdische Gemeinde 1820 ein Feld für ihren eigenen Friedhof. Die beiden gut erhaltenen Anlagen, die in den 20er Jahren des 19. Jahrhunderts bzw. 1916/17 angelegt wurden, zeigen eine ganze Reihe zeittypischer und bildhauerisch interessanter Grabsteine.


Ende 1941, Anfang 1942 bestimmte das Oberkommando der Wehrwacht, dass verstorbene sowjetische und polnische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter nicht im christlichen Teil der Friedhöfe, sondern auf jüdischen oder Tierfriedhöfen bestattet werden mussten. Daraufhin wurde in Frankenthal der südliche Teil des alten jüdischen Friedhofs eingeebnet. Die nunmehr „freie“ Fläche diente ab 1943 zur Beerdigung von insgesamt 156 Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus Osteuropa. Auch zwölf Kleinkinder von Zwangsarbeiterinnen fanden hier ihre letzte Ruhe. Die Toten stammten vorwiegend aus der Ukraine und Weißrussland und waren orthodoxe Christen. Die Gräber tragen auf kleinen sandsteinfarbigen Platten Vor- und Nachnamen sowie das Geburts- und Todesjahr. Den Nationalsozialisten war bewusst, dass sie mit der Beilegung nichtjüdischer Toter den Friedhof schänden würden.

 

 

 
 
  • Park Cemetery
  • Le cimetière de parc
  • Park cmentarny (Parkfriedhof)

Kontakt Friedhofsverwaltung:


06233 - 89 681, -682, -683 

Mehr Infos zum Thema Juden in Frankenthal finden Sie auf der Homepage des Fördervereins für jüdisches Gedenken in Frankenthal