Bürgerprojekt Tomaten- und Sojaanbau in Butamwa

Das Bild zeigt ein Sojaanbaufeld in ButamwaEin weiteres Projekt konnte mit Frankenthaler Hilfe in der ruandischen Patengemeinde Butwama umgesetzt werden. So bauen die Menschen in Butamwa nun auf einer Fläche von rund 2 Hektar Tomaten und Soja an. 

 

Das Vorhaben wurde der Stadt im Sommer 2003 vom rheinland-pfälzischen Innenministerium vorge-schlagen. Hintergrund war, dass aufgrund der Landflucht in die nur 8 km entfernte Hauptstadt Kigali immer mehr junge Menschen abwandern und die Älteren zurückbleiben. Diese sind jedoch häufig nicht mehr in der Lage die Felder zu bestellen und daher ist ihre Armut immens.

 

Mit dem Tomaten- und Sojaanbau in Butamwa werden nun Arbeitsplätze insbesondere für junge Menschen geschaffen und somit dem Problem der Landflucht entgegengewirkt. Die Arbeitskräfte stammen aus der Gemeinde Butamwa und die benötigte Ausrüstung wird auf lokalen Märkten erworben. Für beide Produkte ist die Nachfrage gewährleistet, zumal Tomaten und Soja zu den alltäglichen Lebensmitteln gehören. Tomaten werden vielfach in Hotels und Restaurants konsumiert und in den einzelnen Haushalten wird Fleisch durch Tomaten ersetzt, da diese billiger zu erwerben sind. Der Tomatenanbau erfolgt das gesamte Jahr über, was eine mehrmalige Ernte möglich macht. Auch für Soja ist ein großer Absatzmarkt vorhanden, da es von der Bevölkerung in vielfältigster Form konsumiert wird und genau wie die Tomaten auch als Fleischersatz dienst. Die Sojaproduktion ist in zwei Saisons gestaffelt: die erste Aussaat erfolgt im September und die zweite im Februar.

 

Die Finanzierung dieses Projektes wurde möglich, da das Schulprojekt aus dem Jahr 2002 kostengünstiger als veranschlagt, abgeschlossen werden konnte. Hier stand noch ein Restbetrag von 5.182 EUR zur Verfügung, der für das neue Projekt entsprechend umgewidmet wurde. Weitere 5.000 EUR steuerte die Stadt Frankenthal aus noch vorhandenen Spendenmitteln einzelner Bürgerinnen und Bürger sowie aus Spenden von verschiedenen Veranstaltungen der Stadtsparkasse Frankenthal bei. Damit konnte die Stadt Frankenthal die notwendigen 1/3 der Gesamtkosten für das Projekt, die sich auf rund 14.500,-- EUR belaufen, aufbringen. Der fehlende Restbetrag wurde über einen Landeszuschuss finanziert.

 

 
 

Stadt bietet ehrenamtlich Aktiven Möglichkeit der Präsentation auf der städtischen Homepage und im Bürgerbrief. Weitere Infos hier

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