Karin Klomann leitet die Sprachfördergruppe für Migrantinnen im Mehrgenerationenhaus

Frau Karin Klomann (2.R.1.v.r.)  mit den Teilnehmerinnen der Sprachfördergruppe.

„Seit März 2008 leite ich die Sprachfördergruppe  für Migrantinnen im Mehrgenerationenhaus (MGH).

Durch einen Zeitungsartikel bin ich auf die Fördergruppe aufmerksam geworden.

Mein Interesse galt schon immer Menschen aus fremden Kulturen, und ich war neugierig auf den Kontakt mit ausländischen Frauen.

Obwohl ich durch meine Teilnahme am Internationalen Frauenstammtisch schon viele Frauen kenne, wollte ich hier aktiv Hilfe leisten. Somit entstand die Sprachfördergruppe für Migrantinnen jeden Alters im MGH.

 

Von Anfang an war es mir wichtig mit den Frauen nicht nur zu sprechen, sondern auch immer wieder die Grammatik zu üben, einen Artikel zu lesen und darüber zu diskutieren. Um eine lockere Atmosphäre zu schaffen, werden Sprachspiele, wie auch CDs zum Hörverständnis verwendet, die das freie Sprechen fördern.  Die Gruppe besteht aus acht bis zehn Teilnehmerinnen, ist offen für jeden und es ist für alle etwas dabei. Junge Frauen, die wieder den Einstieg in den Beruf anstreben, können in der Wartezeit gefördert werden. Ältere Frauen, die ihren Wortschatz erweitern wollen, können hier ohne Druck etwas dazu lernen.

Beim Internationalen Frauenfrühstück der Stadt Frankenthal hat unsere Gruppe in den letzten drei Jahren jedes Mal einen Sketch aufgeführt, bei dem alle mit großem Eifer dabei waren.

Der Lebensweg vieler Frauen ist oft von Schwierigkeiten begleitet, deshalb kann ich, soweit es mir möglich ist, Hilfe anbieten oder sie weiterleiten. Während zu Beginn fast ausschließlich türkische Frauen in der Gruppe waren, so haben jetzt fast alle Nationen den Weg in die Sprachfördergruppe gefunden. Zurzeit kommen vor allem Frauen aus Russland, Polen, Litauen, Georgien und der Ukraine in die Gruppe. Aber auch Chinesinnen, Thailänderinnen, Frauen aus dem Irak, Iran, Armenien und Jordanien. Durch die Verbesserung der Sprachkenntnisse werden die Frauen selbstsicher und können sich im Alltag besser behaupten. Vor einem Arztbesuch brauchen sie weniger Angst zu haben, den Arzt nicht verstehen zu können. Es macht mich stolz, diese Fortschritte zu beobachten

Durch die Herzlichkeit der Frauen, ihr Interesse an der deutschen Sprache, ihre Wissbegierigkeit an den verschiedenen Themen, bekomme ich wieder viel zurück. Ich erfahre eine Menge über die Kultur und die Religion in den verschiedenen Ländern. Dadurch wachsen das Verständnis und der Respekt vor anderen Lebensweisen. Man kann sagen, die Arbeit mit „meinen Frauen“ macht mir nicht nur Spaß, sondern sie macht auch mein Leben vielfältiger und reicher. Ich freue mich immer, wenn jemand den Weg zu uns findet.“

 

 

 

 
 

Stadt bietet ehrenamtlich Aktiven Möglichkeit der Präsentation auf der städtischen Homepage und im Bürgerbrief.