Eine wirklich starke Truppe - Lukas Jantzer, Maria Philipps, Stefan Zissel, Mathias Schalk und Paul Rößler sprechen über ihr ehrenamtliches Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr Frankenthal

Das Bild zeigt v.l.n.r.: Stefan Zissel, Mathias Schalk, Paul Rößler, Maria Philipps, Lukas JantzerLukas Jantzer ist 27 Jahre alt und hat Bauingenieurswesen studiert. Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung ist er nicht durch die Jugendfeuerwehr an das Ehrenamt herangeführt worden, sondern erst später dazu gekommen.

„Ich interessiere mich besonders für die Technik. Mit den zahlreichen Gerätschaften gibt es viele Möglichkeiten und Wege Lösungen im Einsatzfall zu finden.

Als Feuerwehrmann muss man einfallsreich sein und oftmals auch improvisieren. Die Kombination Menschen zu helfen und das mit dieser modernen Technik – ist unglaublich spannend. Natürlich ist mir auch die Kameradschaft sehr wichtig. Ich habe viele Freunde hier gefunden. Die Feuerwehr ist ein Ort, wo man immer wieder gerne hingeht. Ein ganz besonderes Erlebnis war für mich nicht der typische Brandeinsatz, wie jeder immer glaubt. Es war etwas ganz „Normales“. Wir hatten eine Übungsstunde mit der Facheinheit Höhenretter gemeinsam mit anderen Feuerwehren im Holiday Park in Haßloch. Wir sind nicht die zahlreichen Attraktionen gefahren – wir sind auf sie hinauf geklettert. Es ging darum herauszufinden, wie man kompetent und schnell den Besuchern helfen kann, wenn mal etwas schief läuft. Das hat mir sehr gut gefallen und unglaublich viel Spaß gemacht“.

Maria Philipps ist 29 Jahre alt, Vollzugsbeamtin und Mutter einer Tochter. Sie hat ebenfalls erst spät die Feuerwehr kennengelernt.
„In erster Linie ging es mir darum, meine – manchmal sehr wenige – Freizeit sinnvoll zu gestalten. Wer in Not ist, der braucht Hilfe und ich kann hier helfen. Ich mag die Technik, bin auch der Meinung, dass Frauen in der Feuerwehr genauso gut aufgehoben sind wie männlichen Kollegen, man muss eben sich einfach nur nach den eigenen Fähigkeiten einbringen. Jeder erfährt immer wieder Schicksalsschläge, kleine wie große. Und wenn es nur ein vollgelaufener Keller nach einem schweren Unwetter ist. Und dann kommen wir, können helfen, haben das notwendige Material und wissen, was wir hier tun.
Nach jedem Einsatz habe ich das Gefühl, etwas Sinnvolles getan zu haben und das bestärkt mich, immer weiter zu machen. Die Feuerwehr bringt mich auch persönlich weiter: Ich lerne mit meinen Kräften zu haushalten, lerne Ängste zu überwinden und traue mich an Dinge heran, die ich früher nicht für möglich gehalten habe.

Eine tolle Erfahrung war für mich der Brandcontainer. Wenn ein Einsatz kommt, dann wird nicht lange gefackelt. Wir machen unsere Arbeit, retten Menschen, Tiere oder Sachgegenstände. Aber dann mal in aller Ruhe ein Feuer erleben können, sehen, wie es wächst, einfach mal Zeit und Muße sich mit diesem Element auseinanderzusetzen – das war eine sehr tolle Erfahrung. Und – da es ja ein Übungsobjekt ist, wo keiner in Gefahr ist und nichts kaputt gehen kann – einfach mal für sich selbst austesten, was man alles kann. Es war einfach toll. Gerade durch diese Übungsmöglichkeiten wird man unglaublich sicher in der Arbeit und das wirkt sich natürlich positiv in einem Einsatz aus“. 

Stefan Zissel ist 34 Jahre alt, Familienvater und beruflich technischer Sachbearbeiter. „Ich gehe immer von mir selbst aus. Wenn ich in Not bin, dann bin ich doch froh und dankbar, wenn jemand kommt und mir hilft. Egal was es im Leben ist. Und das ist mein Grund, warum ich mich in der Feuerwehr ehrenamtlich engagiere. Es spielt keine Rolle, wieso jemand in Not ist, Hauptsache wir können helfen. Es ist ein gutes Gefühl, es gibt mir Kraft und ich selbst weiß für mich – wenn ich mal Hilfe brauche, dann kommen die Kollegen.

Ein besonderes Erlebnis, was mich immer wieder mit der Feuerwehr verbindet, habe ich eigentlich bei der Berufsfeuerwehr in Ludwigshafen erleben können. Ich war dort zur Ausbildung als Fahrer und Bediener der Drehleiter – Maschinist genannt. Wir waren gerade „im Training“ als es in Ludwigshafen zu einem Großbrand kam. Über Grenzen hinweg sind wir zusammen ausgerückt, haben zusammen geholfen – unbürokratisch und völlig selbstverständlich“.

„Mir gefällt es einfach sehr gut in der Feuerwehr“, erzählt Mathias Schalk, 19 Jahre alt und Abiturient. „Meine Freunde sind hier, ich habe bereits als Kind in der Jugendfeuerwehr die Feuerwehr kennengelernt. Die Einblicke in die Technik, eine Ausbildung, die mich über den Horizont hinaus blicken lässt – einfach alles hier macht mir Spaß, bringt mich weiter und im Endeffekt kann ich damit helfen. Jeder Schritt weiterzudenken, weiterzugehen und von jetzt auf nachher kompetent zu helfen – es ist einfach nur ein wirklich gutes Gefühl. Und für mich bleibt mein erster Brandeinsatz, kurz nach Beendigung meiner Ausbildung, sicherlich noch lange in Erinnerung. Ich durfte bei einem Feuer ganz vorne mit, habe löschen und retten können und so soll es weitergehen“.

Paul Rößler, 25 Jahre alt, ist im Alter von 25 Jahren zur Feuerwehr gekommen. „Ich bin noch über den Ersatzdienst der Bundeswehr in die Feuerwehr gekommen. Ich könnte mich zwar entpflichten lassen, aber mir gefällt es sehr gut hier in der Feuerwehr. Die Arbeit ist der optimale Gegenpart zu meinem Beruf. Da ich viel Bürotätigkeit verrichte, bin ich froh in meiner Freizeit mit meinen Händen zu arbeiten. Dazu kommt, dass ich immer wieder fasziniert von der Technik bin. Wir müssen in einer Notsituation binnen kürzester Zeit viel Wissen, professionelle Arbeit und Feingefühl mitbringen.
Außerdem kann ich im Förderverein ein Stück weit mein berufliches Wissen als Mitarbeiter im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie einbringen. So profitieren wieder alle.

Ein für mich wichtiges Erlebnis ist und bleibt der Brandcontainer. Hier hatte ich die Möglichkeit, in aller Ruhe mein Material auszuprobieren, meine persönliche Technik zu verbessern und das ohne ein erhöhtes Risiko für andere. Die gute Ausbildung und die regelmäßigen Trainings sichern mich bei meiner Arbeit und gleichzeitig kann ich so kompetent helfen“.  

Die Feuerwehr lebt wahrlich nach ihrem Motto „einer für alle, alle für einen. Wir sind eine starke Truppe“.
Gemeinschaft, Freundschaft auch über die Feuerwehr hinaus – sie motivieren immer wieder, weiter zu machen. Das gute Gefühl, Menschen zu helfen, ist das i-Tüpfelchen der Arbeit. Alle Beteiligten möchten weitere Menschen animieren, sich für diese Form des Ehrenamtes zu engagieren. Die hier vorgestellten Mitglieder stehen stellvertretend für die restlichen aktiven Feuerwehr-Leute in Frankenthal. Gerne kann man sich die Arbeit direkt vor Ort ansehen und vielleicht zukünftig die starke Truppe unterstützen. „Wir möchten gerne unser Wissen teilen, Hilfestellung geben und weitere Kameraden in unseren Reihen begrüßen“, so der Tenor der Feuerwehrleute.

 

 

 

 
 

Stadt bietet ehrenamtlich Aktiven Möglichkeit der Präsentation auf der städtischen Homepage und im Bürgerbrief.