Integrationskonzept

Integrationssymbol

„Die Migrationsforschung ist sich bereits seit längerer Zeit bewusst, dass der Mensch im Normalfall nicht als naturgemäß sesshaft und immobil gelten kann. Migration ist nicht unnormal. Migration ist kein Ausdruck einer wie auch immer gearteten Störung. Menschen müssen nicht gestoßen oder gezogen werden, um zu migrieren. Menschen wandern, ebenso wie sie geboren werden oder sterben, Nahrung zu sich nehmen oder schlafen. Das war schon immer so. Die Dimensionen sind dabei gewaltig: In den fünfzig Jahren zwischen 1955 und 2005 sind insgesamt rund 33 Millionen Menschen in die Bundesrepublik Deutschland zugezogen, rund 23 Millionen zogen im gleichen Zeitraum fort“ (Oltmer, Jochen (2005): DGB Bildungswerk (Hrsg.), 50 Jahre Migrationsgeschichte: Anwerbung, Wanderungspolitik und Integration in der Bundesrepublik Deutschland, 50 Jahre Integration in die Arbeitswelt, Anwerbung und Zuwanderungspolitik, Düsseldorf, S. 4).

Bundesweit haben von den knapp 82 Millionen in Deutschland lebenden Menschen über 15 Millionen einen sog. Migrationshintergrund, d. h. Personen mit ausländischer Staatsange-hörigkeit, Spätaussiedler und deren Nachfahren, eingebürgerte Ausländer sowie die Kinder zugewanderter Eltern.

Als wichtige Etappen einer neuen Integrationspolitik können das 2005 in Kraft getretenen Zuwanderungsgesetz, welches erstmals eine umfassende gesetzliche Regelung, die alle Bereiche der Migrationspolitik berücksichtigt, sowie der Nationale Integrationsplan als gemeinsame Grundlage der Integrationsinitiativen des Bundes, der Länder, der Kommunen und der Bürgergesellschaft, genannt werden.

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, von 2005 bis 2013 Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, betont: „Der Kommune kommt dabei eine besondere Rolle zu. Integration findet in besonderem Maße direkt vor Ort statt. Der Wohnort, der Stadtteil, die Nachbarschaft, Kindergärten, Schulen, Jugendeinrichtungen, Sportvereine und Verbände, aber auch die Anlaufstellen der öffentlichen Verwaltung sind die Orte, an denen Integration konkret wird. Hier entscheidet sich jeden Tag, ob Schulabschlüsse erreicht werden, ob Arbeit gefunden wird, ob Freundschaften entstehen und ob nachbarschaftliche Netzwerke aufgebaut werden. All dies sind Grundbedingungen für Integra-tion. Gesellschaftliche Teilhabe, aber auch Vertrauen, Wertschätzung und Anerkennung sind das Fundament für ein gutes Miteinander vor Ort.“

Die Stadt Frankenthal (Pfalz) leistet auf der kommunalen Ebene seit Jahren ihren Beitrag als Integrationsmotor. In Frankenthal (Pfalz) ist die Integrationsarbeit sehr lebendig.

Im Hinblick auf die Selbstverpflichtungen der Bundesvereinigung der kommunalen  Spitzenverbände im Nationalen Integrationsplan wurden seitens der Stadtverwaltung  Frankenthal (Pfalz) bereits Ende 2008 erste Überlegungen zur Erstellung eines Inte-grationskonzeptes angestellt und im gleichen Jahr durch die schriftliche Fixierung aller notwendigen Schritte ein verwaltungsinterner Erstellungsprozess angestoßen.

Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am 27. Juni 2012 einstimmig  die Entwicklung eines strategischen Integrationskonzepts mit Leitbild  für die Stadt Frankenthal (Pfalz) beschlossen.

Gemeinsam mit allen politischen, sozialen und gesellschaftlichen Institutionen, Einrichtungen und Organisationen  sowie mit allen interessierten Personen wurden seit Mitte  2013 konkrete Ziele und Maßnahmen für eine erfolgreiche Integrationsarbeit erarbeitet.

Oberbürgermeister Wieder hat das "Strategische Integrationskonzept der Stadt Frankenthal (Pfalz)", welches der Stadtrat Anfang April 2014 einstimmig verabschiedete, am Mittwoch, den 7. Mai 2014, im CongressForum der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

 

 

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