Borcht, Hendrick van der d.Ä.

Bild von Hendrik van der Borcht d.Ä.Seit 1611 finden wir Hendrik van der Borcht d. Ä. in den Frankenthaler Ratsprotokollen. Er wurde 1583 in Brüssel geboren und kam entweder mit den Eltern oder der bereits verwitweten Mutter vielleicht schon in den späten achtziger Jahren ? nach Frankenthal, wo die Mutter 1598 den Frankfurter Goldschmied Anton Mertens heiratete. In Frankfurt hatte Hendik bei Gillis van Valckenborch seine Malerausbildung begonnen, die er auf Studienreisen in Italien vervollkommnete. Verbindungen zu van Coninxloo oder Schoubroeck lassen sich nicht nachweisen: Coninxloo hatte Frankenthal 1595 verlassen, Schoubroeck war 1607 gestorben. Als im Dreißigjährigen Krieg die Verhältnisse im besetzten Frankenthal immer schlechter wurden, ging er nach Frankfurt, wo er 1651 starb. Von seinen Werken ist wenig bekannt.

Oft sind auch Verwechslungen mit den Arbeiten seines Sohnes Hendrik d. J. möglich, der 1614 in Frankenthal geboren und wohl vom Vater ausgebildet wurde; 1627 zog er mit den Eltern nach Frankfurt, wo er mit dem Vater in gleicher Manier arbeitete und wie dieser auch Mal- und Zeichenunterricht gab. Seit 1636 war er in Diensten des Earl of Arundel und für ihn in Italien unterwegs, was sich in verschiedenen Radierungen niedergeschlagen hat. Mit Wenzel Hollar betreute er die Kunstsammlung des Earls. Hendrik d. J. starb vor 1676, vermutlich 1666 an der Pest in Frankenthal, wohin er mit seiner Familie nach der Zeit in England, Antwerpen und Amsterdam etwa 1656 zurückgekehrt war.

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