Denkmalschutz

Das Bild zeigt das Deckblatt des Denkmalschutzgesetzes Rheinland-PfalzDenkmalschutz umfasst als Oberbegriff den Schutz und die Pflege von denk- und erhaltenswürdigen Gegenständen der Kunst, der Geschichte und der Natur. Denkmalschutz dient dem Schutz von Kultur- und Naturdenkmalen. Sein Ziel ist es, dafür zu sorgen, dass Denkmale dauerhaft erhalten und nicht verfälscht, beschädigt, beeinträchtigt oder zerstört und dass Kulturgüter und Naturerbe dauerhaft gesichert werden. Die rechtliche Definition und Rahmenbedingungen für den Denkmalschutz werden durch das Denkmalrecht festgelegt.

Danach sind Denkmäler Sachen, Mehrheiten von Sachen und Teile von Sachen, an deren Erhaltung und Nutzung ein öffentliches Interesse besteht. Ein öffentliches Interesse besteht, wenn die Sachen bedeutend für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen oder für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse sind und für die Erhaltung und Nutzung künstlerische, wissenschaftliche, volkskundliche oder städtebauliche Gründe vorliegen.

Das Bild zeigt die Denkmalzone BeethovenplatzHier  unterscheidet das Denkmalschutzgesetz  verschiedene Arten von Denkmälern und stellen den gesetzlichen Regelungen zum Schutz von Denkmälernnachfolgend aufge- führte Begriffsdefinitionen voran. Im Wesentlichen werden folgende Arten von Denkmälern genannt:

  • Baudenkmäler: Denkmäler, die aus baulichen Anlagen oder Teilen baulicher Anlagen be-stehen. Ebenso zu behandeln sind Garten-, Friedhofs- und Parkanlagen sowie andere von Menschen gestaltete Landschaftsteile, wenn sie entsprechende Voraussetzungen erfüllen. Historische Ausstattungsstücke sind wie Baudenkmäler zu behandeln, sofern sie mit dem Baudenkmal eine Einheit von Denkmalwert bilden.
  • Denkmalbereiche: Mehrheiten von baulichen Anlagen, wobei nicht jede dazugehörige einzelne bauliche Anlage für sich genommen erhaltenswert erscheinen muss. Denk-malbereiche können sein: Stadtgrundrisse, Stadt-, Ortsbilder und -silhouetten, Stadtteile und -viertel, Siedlungen, Gehöftgruppen, Straßenzüge, bauliche Gesamt-anlagen und Einzelbauten sowie deren engere Umgebung, sofern sie für deren Er-scheinungsbild bedeutend ist. Auch handwerkliche und industrielle Produktionsstätten können dazu gehören.
  • Bewegliche Denkmäler: Nicht ortsfeste Denkmäler wie z.B. Statuen etc..
  • Bodendenkmäler:Bewegliche oder unbewegliche Sachen, bei denen es sich um Zeug-nisse, Überreste oder Spuren menschlicher Kultur (archäologischeDenkmale) oder tierischen oder pflanzlichen Lebens (paläontologische Denkmale) handelt, die im Boden verborgen sind oder waren.