Neuer Naturschutzbeauftragter für Mörsch ernannt

Zum neuen Beauftragten für Naturschutz wurde am Dienstag, 26. Februar, Maik Köhler von Bürgermeister Bernd Knöppel ernannt. Der 43-Jährige kümmert sich zukünftig um die Gemarkung Mörsch.

 

Neben den bereits 2018 ernannten Naturschutzbeauftragten Walter Bleh (zuständig für Studernheim) und Georg Riede (zuständig für Eppstein) ist Maik Köhler der dritte Frankenthaler Beauftragte. Die Ernennung eines Naturschutzbeauftragten für die Gemarkung Flomersheim soll zeitnah erfolgen.

Die Stadtverwaltung Frankenthal nutzt die Möglichkeit nach dem Landesnaturschutzgesetz, kompetente Personen für die ehrenamtliche Tätigkeit zu ernennen. „Mit Maik Köhler gewinnen wir einen engagierten Naturschutzbeauftragten, der sich in der Gemarkung Mörsch bestens auskennt und bereits seit Jahren gut mit der Stadtverwaltung zusammenarbeitet. Für die Bereitschaft, diese verantwortungsvolle Tätigkeit zu übernehmen, möchte ich ihm herzlich danken“, freut sich Bernd Knöppel.

Maik Köhler ist hauptberuflich Betriebsleiter einer Ludwigshafener Baufirma und betreibt im Nebenerwerb eine Tierzucht. Hierfür bewirtschaftet er seit mehr als zehn Jahren mehrere Wiesen im Mörscher Gebiet und steht dafür bereits im engen Austausch mit der unteren Naturschutzbehörde.

Die Aufgaben von Naturschutzbeauftragten
Die Naturschutzbeauftragten beobachten sowohl geschützte Flächen als auch Naturobjekte, die unter gesetzlichem Schutz stehen. Sie teilen der unteren Naturschutzbehörde Schäden am Landschaftshaushalt und am Landschaftsbild mit und können Vorschläge über Schutz-, Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen in der Landschaft unterbreiten.

Die  Naturschutzbeauftragten sollen ihre Gemarkung gut kennen, so dass sie Veränderungen im Landschaftsbild bemerken. Besonders offensichtlich wären beispielsweise illegale Abfallablagerungen, die dann der Behörde zu melden sind. Die ehrenamtlichen Naturschutzbeauftragten sind daher als zusätzliche Beobachter für die untere Naturschutzbehörde tätig und helfen, frühzeitig nachteilige Veränderungen in der Landschaft zu erkennen. Dabei achten sie auch Veränderungen, die nicht oder nicht unmittelbar auf menschliche Eingriffe zurückzuführen sind.

Darüber hinaus zählen zu den Aufgaben aber auch:
• Abgrabungen oder Aufschüttungen,
• bauliche Anlagen im Außenbereich,
• Campingplätze, Zeltplätze, Moto-Cross-Strecken,
• Lagerung oder Ablagerungen von Abfällen einschließlich Autowracks,
• Veränderungen an den Gewässern,
• Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen,
• Entfernen oder Beschädigen von Grünbeständen oder Bäumen,
• Nutzung eines Geländes, Weges oder Gewässers für den Zweck des Modellfluges bzw. der Modellschifffahrt,
• Umbrechen von Wiesen.

Naturschutzbeauftragte sind für ihre Gemarkung zuständig und stehen eng mit der Behörde im Austausch. Wenn behördliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, kann dies nur die zuständige Behörde selbst veranlassen.

Bereits 1984 wurde der erste Naturschutzbeauftrage in Frankenthal ernannt. Fast durchgängig waren mehrere Personen für die untere Naturschutzbehörde tätig. Gerade im Rahmen der Durchsetzung neuer Nutzungsregelungen im Landschaftsschutzgebiet Kräppelweiher, war der Erfolg besonders dem damals dort tätigen Beauftragten Hans-Dieter Clos zu verdanken.

Drei Säulen im ehrenamtlichen Naturschutz
Der ehrenamtliche Naturschutz ist eine wichtige Ergänzung zur kommunalen Naturschutzbehörde, die mit ihrer Sach- und Fachkenntnis gemeinsam  an der Erhaltung und Entwicklung des Natur- und Artenschutzes ihren Beitrag leisten.

Neben den Beauftragten für Naturschutz ist auch der Beirat für Naturschutz ehrenamtlich tätig. Der Beirat für Naturschutz hat eine beratende Funktion für die untere Naturschutzbehörde inne und wird rechtzeitig über wesentliche Vorgänge informiert.  

Neben diesen beiden Funktionsträgern, die der Naturschutzbehörde zugeordnet sind, bilden die Naturschutzverbände, die sich ebenfalls für die Entwicklung und Pflege der Natur einsetzen, die dritte Säule des ehrenamtlichen Naturschutzes. Gerade die örtlichen Strukturen unterstützen die Naturschutzarbeit in vorbildlicher Art und Weise.