Zwei Frankenthaler Unternehmen mit Innovationspreis 2018 ausgezeichnet

Am 31. Januar wurde der Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2018 vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau in Zusammenarbeit mit den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern sowie der Handwerksammern ausgelobt. Zwei Frankenthaler Unternehmen gewannen den Sonderpreis. Die VERU GmbH erhielt den Sonderpreis 2018 in der Rubrik Innovative Jungunternehmen für ihr „Eis am Stiel mit weniger Kalorien“. Und die KSB AG erhielt Anerkennung für den Sonderpreis in der Rubrik Industrie für ihre „Digitalisierte Wassernormpumpe“.

 

Mehr Informationen entnehmen Sie bitte den nachfolgenden Informationen von der Internetseite https://www.innovationspreis-rlp.de/innovationspreis-2018.html:

 

Sonderpreis 2018 Innovative Jungunternehmen | VERU GmbH: Eis am Stiel mit weniger Kalorien

Eis am Stiel - das ist ein traditionelles Produkt, das seit Jahrzehnten in sehr ähnlicher Weise hergestellt wird. Typisch sind zum Beispiel die Herstellungstemperatur von -40 Grad °C oder der „Sahnefettschaum“, der in der Regel die Grundsubstanz für den Produktionsprozess ist. Das führt zu einem hohen Zucker- und Kalorienanteil im Eis am Stiel. Hinzu kommt die aufwändige Tiefkühllogistik, weshalb sich eine Produktion nur in hohen Stückzahlen lohnt.

 

Eigentlich alles große Markteintrittsbarrieren …. trotzdem stellt die VERU GmbH Eis am Stiel völlig neu her - mit einer dafür neu entwickelten Anlage zur Serienproduktion. Für die Schockfrostung bei -180 Grad °C kommt flüssiger Stichstoff zum Einsatz, der so genannte „Glas-Zustand“ der Moleküle ist schon in 90 Sekunden erreicht. Statt „Sahnefettschaum“ kann reiner Joghurt die Basis sein. Und: Es sind weder Stabilisatoren und Emulgatoren, noch künstliche Aroma- und Farbstoffe notwendig. Das Eis kommt in vielen Varianten auf den Markt: glutenfrei, vegan, aber auch alkoholhaltig („Mojito“).

 

Wichtig: Es werden erstmals echte Früchte zu Püree verarbeitet, etwa Passionsfrucht oder schwarze Johannisbeere, um dem neuen Eis einen einmaligen Charakter zu geben. Später kommt Mango dazu. Das Unternehmen verspricht eine „Geschmacksexplosion“: viel mehr natürlicher Genuss bei weniger Zucker und Kalorien.

 

Anerkennung Sonderpreis Industrie | KSB AG: Digitalisierte Wassernormpumpe

 

Vielfalt hat ihren Preis: Wassernormpumpen lassen sich bisher nur mechanisch an spezielle Kundenbedürfnisse anpassen, etwa den „Förderstrombedarf“ (z. B. 50 Liter Wasser pro Sekunde). Dazu modifiziert die KSB AG das „Laufrad“ in der Pumpe - und wählt aus 43 Baugrößen, um die passende Baugröße zu finden. Auch die Beschaffung von Ersatzteilen wird schwieriger, da Kunden oft viele unterschiedlich veränderte Pumpen im Einsatz haben. Diese fertigt die KSB AG auftragsbezogen. Deshalb stellt eine wirtschaftlich sinnvolle Lagerhaltung eine große Herausforderung dar.

 

Der Hintergrund: Die Pumpen werden ans öffentliche Stromnetz angeschlossen, das die Energieversorger mit einer konstanten Frequenz von 50 Hertz betreiben. Die ungeregelte Normmotoren für die Pumpen sind auf diese Frequenz ausgelegt - ohne die Möglichkeit, ihre Leistung zu variieren.

 

Das sind aber alles Probleme von Gestern: Die Innovation der KSB AG besteht in der Digitalisierung der Pumpen. Die neue Elektronik ist in der Lage, die Leistung der Pumpe auf die Bedürfnisse der Kunden anzupassen - und dennoch den Strom aus öffentlichen Netzen zu nutzen (50 Hertz!). Die Vorteile: bessere Versorgung der Kunden mit Ersatzteilen sowie eine effizientere Standardisierung in der Produktion. Die Varianten-Komplexität nimmt deutlich ab - dennoch lassen sich alle Pumpen viel besser nach den Wünschen der Kunden produzieren.

 

Quelle: https://www.innovationspreis-rlp.de/innovationspreis-2018.html

 

Weitergeleitete Pressemitteilung vom
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau:

 

31.01.2018  

Schmitt: Fünf Unternehmen mit Innovationspreis ausgezeichnet

 

Verbesserte Babynahrung, ein intelligentes Heizsystem, ein neuartiger Luftfilter, eine neue Produktionsmethode für Speiseeis oder ein Stromsensor für E-Ladesäulen – die Preisträger des Innovationspreises 2018 beeindrucken durch ihre Forschungs- und Entwicklungsleistungen. Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt übergab die Preise am Mittwoch in Koblenz.

 

„Die Unternehmen in Rheinland-Pfalz wenden sich verstärkt den Themen Digitalisierung zu, dies wird auch bei den Anmeldungen zum Innovationspreis deutlich“, dieses Fazit zogen Wirtschaftsstaatssekretärin Daniela Schmitt, Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK Koblenz und Kurt Krautscheid, Präsident der Handwerkskammer Koblenz anlässlich der Verleihung des Innovationspreises 2018 in der Industrie- und Handelskammer Koblenz.

 

Der Preis wird gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau und den Arbeitsgemeinschaften der Industrie- und Handelskammern bzw. der Handwerkskammern vergeben und ist mit 40.000 Euro dotiert.

 

Staatssekretärin Schmitt, die den Sonderpreis von Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing – in diesem Jahr in der Kategorie „Innovative Jungunternehmen“ – übergab, hob die hohe Relevanz von Gründungen für das gesamte Wirtschaftsleben hervor. „Gründer beleben mit neuen Produkten und Geschäftsideen den Wettbewerb und schaffen zukunftsfähige Arbeitsplätze. Dies können wir auch an den Preisträgern und den Bewerbern sehen. Sie haben Verfahren oder Geschäftsmodelle entwickelt, die vor 30 Jahren noch undenkbar waren – weil die technologischen Voraussetzungen weder vorhanden noch absehbar waren. Erst durch die heutige Digitalisierung im Alltag wurden diese möglich. Auch deshalb kommt der Digitalisierung eine hohe Bedeutung bei.“

 

IHK-Präsidentin Szczesny-Oßing hob die hohe Relevanz von Forschung und Entwicklung in Unternehmen hervor. Sie bat das Wirtschaftsministerium darum, sich für die Einführung einer steuerlichen FuE-Förderung einzusetzen. Bürokratiearm ausgestaltet – vor allem in den steuerlichen Aspekten – könne diese aus Sicht der IHK Arbeitsgemeinschaft dazu beitragen, noch mehr Innovationsaktivitäten im Mittelstand zu erzeugen.

HWK-Präsident Kurt Krautscheid wies auf die entscheidende Rolle des Handwerks für Innovationen hin: „Handwerkliche Prozesse schaffen die Grundlage, auf die sogar Wissenschaft und Forschung aufbauen. Unsere Handwerker sind häufig erfolgreiche technische Problemlöser für gewerbliche Abnehmer. Das zeigt auch der aktuelle Preisträger in der Kategorie Handwerk mit seiner energieeffizienten intelligent geregelten Hallenheizung mit Infrarotstrahlung.“

 

Der Innovationspreis Rheinland-Pfalz wurde zum 30. Mal verliehen. Er ist einer der ältesten Innovationspreise in Deutschland. Es werden Preise und Anerkennungen verliehen in den Kategorien Unternehmen, Handwerk, Kooperation, „Sonderpreis des Wirtschaftsministers: Innovative Jungunternehmen“ sowie ein „Sonderpreis Industrie“. Die Preise sind bis auf den Sonderpreis Industrie mit jeweils 10.000 Euro dotiert.

 

Die Preisträger-Liste sowie die Preisträger-Filme sind zu finden unter: https://mwvlw.rlp.de/de/service/wettbewerbe/innovationspreis/

 

www.innovationspreis-rlp.de

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau

 

 

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