Kunsthaus stellt Jahresprogramm 2019 vor

Das Jahresprogramm des Kunsthauses Frankenthal für 2019 ist ab sofort erhältlich. Es liegt im Kunsthaus, in der Stadtbücherei, der Musikschule, dem Congress Forum, im Rathaus sowie in vielen Geschäften in der Innenstadt aus.

Für 2019 sind fünf städtische Ausstellungen, vier Ausstellungen des Frankenthaler Kunstvereins „Die Treidler“, eine Ausstellung der Frankenthaler Künstlerin Uschi Freymeyer und eine Ausstellung des Lions-Club geplant.

 

Mit „Essen. Not Kult Lust. Aus der Kulturgeschichte des Essens in Europa und Deutschland“ beginnt das Ausstellungsjahr im Januar 2019. Zur Kulturgeschichte einer Re-gion, eines Landes, auch eines Kontinents gehören neben Geistesgeschichte, Architektur oder Handwerk ebenso Umgang und Gebräuche, Rituale und religiöse Symbolik um das Selbstverständlichste und Notwendige der Lebenserhaltung: Essen und Trinken. 22 Künstler haben mit ihren Bildern, Blättern und Objekten Aspekte herausgearbeitet, die Anknüpfungs-möglichkeiten für Regionales geben, an Gemeinsamkeiten und Verschiedenartigkeit über Landesgrenzen hinaus erinnern oder kritisch hinterfragen und die gleichzeitig neue Blicke werfen auf gegenwärtige Entwicklungen im Umgang mit Lebensmitteln. Zusammengestellt vom Verein „Kulturprojekte e. V." aus Waldsieversdorf (Brandenburg), wird die Ausstellung noch bis Endes 2018 in den Räumen der Sparkasse Märkisch-Oderland – in Frankenthals Partnerstadt Strausberg – gezeigt. Vom 11. Januar bis 17. Februar 2019 zieht die Ausstellung in die Räume des Kunsthauses Frankenthal.

Teil der Ausstellung ist auch ein Begleitprogramm rund um das Thema Essen. Den Auftakt bildet ein Schokoladentasting am 22. Januar um 18 Uhr. Katja Göde, eine von nur zwölf Schokoladen-Sommeliers Deutschlands, entführt in die Welt der Schokolade, bei der natür-lich auch Produkte aus der feinen Bohne verköstigt werden. Das Tasting kostet 10 Euro, um Anmeldung unter 06233 89-456 oder per Mail an manuela.engel-heil@frankenthal.de wird gebeten.

Der Mannheimer Literatur- und Medienwissenschaftler Prof. Dr. Jochen Hörisch spricht am 7. Februar um 18 Uhr zum Thema „Kunst und Geld“. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen und publizistischen Tätigkeit betreffen die vielfältige Dimension des „Verstehens“ jeder Art von Medien. Fragen nach der Funktion von Medien stellt Hörisch in gleicher Weise an Gegenstände wie Brot und Wein oder das Geld. Der Eintritt für den Vortrag kostet 7 Euro, eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Heike Jeschonnek, An eine die vorüberging 1Vom 13. April bis 12. Mai ist eine Ausstellung der Künstlerin Heike Jeschonnek aus Berlin zu sehen. „Langsam, auf bedachte Weise holt Heike Jeschonnek Fragen nach Wahrheit, Identität und politischer Relevanz unter dem durchscheinenden Wachsüberzug ihrer Bilder hervor. Wie eine Alltagsethnologin kratzt, schabt und setzt sie frei, was sich an Schmerz, an enttäuschenden Niederlagen, an Zweifeln, aber auch an Empörung unter der Konsumkruste der Gegenwart angestaut hat. Stets zieht Heike Jeschonnek ihre Bildbetrachter in unaufge-klärte Vorgänge hinein. Schon ihre früheren Bilder waren immer mehr „gefühlte Wirklichkeit“ als Dokumentation. Man könnte sagen: Heike Jeschonnek fabuliert auf Tatsachenbasis“, so beschreibt Christoph Tannert, künstlerischer Leiter des Künstlerhauses Bethanien in Berlin, das Werk Jeschonneks.

Im Rahmen der Ausstellung findet aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Gleichstel-lungsstelle der Stadt Frankenthal eine literarische Performance über hundert Jahre Frauen-wahlrecht mit den Funny Girls statt. Der Eintritt für die Veranstaltung am 10. Mai ab 19 Uhr ist frei.

2019 feiert Frankenthal das 900. Jubiläum der Grundsteinlegung des Augustiner Chorher-renstifts mit einem Kulturjahr. In der begleitendem Sonderausstellung „Frankenthaler Ge-schichte(n) 1119 – 2019“ bietet das Kunsthaus zwölf Frankenthaler Künstlern die Möglich-keit, sich dem Motto entsprechend zu präsentieren. Das Programm der Ausstellung, die vom 11. Juli bis 8. August stattfindet, wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.

Vom 17. August bis 8. September sind die Finalisten des Perron-Kunstpreises 2019 in der Sparte Plastik zu sehen. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung am 16. August ab 19 Uhr statt.

Syliva Richter-Kundel, DynamitDie letzte städtische Ausstellung ist dann vom 19. Oktober bis 10. November zu sehen. Marita Mattheck, Sylvia Richter-Kundel und Anne-Marie Sprenger präsentieren die Ausstellung „SCHEINbar“. Das Spiel mit Sein und Schein ist das Leitmotiv, das die Arbeiten der drei Künstlerinnen vereint. Ihren Ausdruck findet diese Ambiguität in Bilderserien, installativen Szenen und Objekten – ein Parcours entlang von Assoziationen zu Form und Unform, Chaos und Ordnung, Weg und Wagnis.

Zusätzlich zu den fünf städtischen Ausstellungen finden noch vier Ausstellungen des Kunstvereins „Die Treidler“ statt:
24. Februar bis 17. März: Editha Pröbstle. Wetterwendige Wunderlinge.
26. Mai bis 16. Juni: Benjamin Burkard. Malerei.
22. September bis 13. Oktober: Pellegrino Ritter. Einmal Welt und zurück.
8. bis 29. Dezember: Konsum, Konsum. Jahresausstellung der Kunst schaffenden TREIDLER-Mitglieder.

Der Lions-Club stellt in der Benefizausstellung „Lions – Kultur – Kunst“ vom 26. März bis 7. April regionale Künstlerinnen und Künstler vor. Und Uschi Freymeyer lädt vom 16. November bis 1. Dezember zur Ausstellung „Freymeyer und Friends – Ich kann Kunst … machen, anschauen, verstehen, über sie grübeln oder nachdenken" ein.

Auch der Kunst- und Genussmarkt findet 2019 statt: Am 24. August darf im Garten des Kunsthauses geschlemmt und geschlendert werden.

Weitere Informationen gibt es online (www.kunsthaus-frankenthal.de) oder telefonisch unter 06233/89-456 bei Manuela Engel-Heil, Bereich Schulen, Kultur und Sport.