Karin Bruns Sonderausstellung 20.4.-5.8. Erkenbert-Museum

Grafik: Plakatmotiv Karin Bruns

Ab dem 20. April wird in den Räumen des Erkenbert-Museums in Frankenthal die neue Sonderausstellung „Karin Bruns. Fokus Mensch“ gezeigt.

In diesem Jahr wäre die Künstlerin 100 Jahre alt geworden.

Grund genug für das Museumsteam an die Frankenthaler Künstlerin zu erinnern.

Im Mittelpunkt der Präsentation steht, neben ihren Werken, vor allem der Mensch Karin Bruns.

 


Zur Sonderausstellung „Karin Bruns. Fokus Mensch“

Grafik: Modezeichnung von Karin Bruns_Quelle_Erkenbert Museum FrankenthalDas Erkenbert-Museum zeigt in der neuen Sonderausstellung Karin Bruns‘ Werk von den Anfängen an. Blicke in die Tagebücher der Künstlerin und in ihr Atelier erlauben dem Besucher einen ganz persönlichen Blick auf die Frau hinter den Kunstwerken. Karin Bruns hat zu Lebzeiten nie viel über ihre Arbeit gesprochen und auch ihr Atelier kaum jemandem geöffnet.

Ermöglicht werden diese privaten Einblicke durch die enge Zusammenarbeit mit der Tochter der Künstlerin, Nane Muelder. Sie bewahrt den Nachlass und stellt dem Erkenbert-Museum die Werke und persönlichen Gegenstände als Leihgaben zur Verfügung.


Vernissage 19. April

 Donnerstag, 19. April - Eröffnung der Ausstellung - 19 Uhr

  • mit Oberbürgermeister Martin Hebich
  • Museumsleiterin Vera Hollfelder
  • Nane Muelder, Tochter der Künstlerin

Ort: Erkenbert-Museum Frankenthal


Vorankündigung 22. Juni

In Anknüpfung an Karin Bruns Tätigkeit als Modezeichnerin wird das Museumsteam gemeinsam mit der Modeschule Brigitte Kehrer in Mannheim außerdem ein Stück moderner Modewelt in die Museumsräume nach Frankenthal bringen. Den Auftakt wird eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der Kunst- und Einkaufsnacht, am 22. Juni in Frankenthal, bilden.

Näheres wird noch bekannt gegeben.


Mehr zur Künstlerin Karin Bruns

Mit diesen Worten beschreibt Karin Bruns, geb. Ross, die Anfänge ihres künstlerischen Schaffens in Frankenthal:

Foto: Porträt Karin Bruns_Quelle_Nane Muelder

 „Ich wurde im Februar 1918, noch im ersten Weltkrieg, in Frankenthal geboren. Unsere Nachbarn, ein kinderloses jüdisches Ehepaar, erzählten mir später oft, wie sie mich bei den Fliegerangriffen im Waschkorb in den Keller retteten. Von ihnen bekam ich auch meine ersten ‚Aufträge‘. Ich zeichnete früh und viel – es war schöner als mit Puppen zu spielen.“

Vor ihr lagen zu diesem Zeitpunkt noch gut 70 Künstlerjahre, in denen sich ihr Arbeiten, auch durch den Einfluss äußerer Umstände, immer wieder veränderte.

Die Eltern, selbst Inhaber eines Schuhgeschäfts in Frankenthal, förderten früh das künstlerische Talent ihrer Tochter. Den ersten Zeichenunterricht erhielt Karin Bruns als elfjährige durch den Frankenthaler Maler und Bildhauer Walter Perron. Der Be-such der privaten Modeschule bei Wilfried Otto und das Studium an der Hochschule für bildende Künste in Berlin schlossen sich an. Trotz der schwierigen politischen Lage entschied sich Karin Bruns nach ihrem Studium 1941 in Berlin zu bleiben. Es gelang ihr sich eine Existenz als freischaffende Kostüm- und Modezeichnerin aufzubauen. Die Kriegswirren zwangen sie 1945 zur Rückkehr nach Frankenthal, wo sie schnell wieder versuchte als Künstlerin Fuß zu fassen. Nach beruflich und privat schweren Jahren gelang es ihr sich in der Heidelberger Künstlerszene wieder zu etablieren.

Ihr künstlerisches Renommee zeigt sich unter anderem in Ihren zahlreichen Mitgliedschaften: Karin Bruns war Mitglied der Pfälzischen Sezession, der Arbeitsgemeinschaft Pfälzer Künstler, des Künstlerbundes Rhein-Neckar sowie der Künstlergruppe 79 e.V. Heidelberg. Außerdem konnte sie über die Jahre hinweg viele bedeutende Preise gewinnen, so zum Beispiel den Pfalzpreis für Grafik und den Preis der Pfälzer Kunstfreunde.


 

Die Ausstellung ist bis zum 5. August zu den regulären Öffnungszeiten zu besichtigen. Gruppenbuchungen sind möglich. Der Eintritt ist frei.

Mehr unter www.frankenthal.de/erkenbert-museum