Frankenthal für weitere zwei Jahre als Fair Trade Stadt rezertifiziert

Das Foto zeigt das Logo der Fair-Trade Auszeichnung

Die Stadt Frankenthal wurde im November 2018 rezertifiziert und darf weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt tragen.

Eine Übersicht über alle Kooperationspartner und mehr Informationen hier

 

Die Stadt Frankenthal erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und trägt für weitere zwei Jahre den Titel Fairtrade-Stadt. Die Auszeichnung wurde erstmalig im Jahr 2017 durch TransFair e.V. verliehen. Seitdem baut Frankenthal sein Engagement weiter aus.  Oberbürgermeister Martin Hebich freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die Bestätigung der Auszeichnung ist ein schönes  Zeugnis für die nachhaltige Verankerung des fairen Handels in Frankenthal. Lokale Akteure aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft arbeiten hier eng für das gemeinsame Ziel zusammen. Ich bin stolz, dass Frankenthal dem internationalen Netzwerk der Fairtrade-Towns angehört. Wir setzen uns weiterhin mit viel Elan dafür ein, den fairen Handel auf lokaler Ebene zu fördern.“


2017 erhielt die Stadt Frankenthal von dem gemeinnützigen Verein TransFair e.V. erstmalig die Auszeichnung für ihr Engagement zum fairen Handel, für die sie nachweislich fünf Kriterien erfüllen musste. Die Unterstützung des fairen Handels wurde in einem Ratsbeschluss festgehalten, eine Steuerungsgruppe koordiniert alle Aktivitäten, in Geschäften und gastronomischen Betrieben werden Produkte aus fairem Handel angeboten, die Zivilgesellschaft leistet Bildungsarbeit und die lokalen Medien berichten über die Aktivitäten vor Ort. Auch bei Sitzungen der Verwaltung und des Stadtrates wird fair gehandelter Kaffee ausgeschenkt.


Das Engagement der Fairtrade-Towns ist vielfältig: In Frankenthal sind das wiederkehrende Aktionen am Rande des Wochenmarktes. Hier waren besonders erfolgreich der Banana Fairday und das faire Frühstück auf dem Marktplatz mit dem Team des Weltladens Frankenthal. „Wir verstehen die bestätigte Auszeichnung als Motivation und Aufforderung für ein weiterführendes Engagement,“ sagt Michael Göbel, bei der Stadtverwaltung verantwortlich für das Thema Fair Trade. „Geplant sind für das Jahr 2019 Projekte zur Woche der Nachhaltigkeit gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern sowie Veranstaltungen zum Fair Coffee Day und zur fairen Woche.“


Die Fairtrade-Towns Kampagne bietet der Stadt Frankenthal auch konkrete Handlungsoptionen zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nation (Sustainable Development Goals - SDG´s), die 2015 verabschiedet wurden. Unter dem Motto „global denken, lokal handeln“ leistet die Stadt mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag. Frankenthal ist eine von derzeit 560 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon. Auch Frankenthals Partnerstadt Sopot ist an dem Projekt Fairtrade interessiert.

Seit November 2018 wird die fair gehandelte Frankenthaler Schokolade im Bürgerservice des Rathauses Frankenthal, Rathausplatz 2 – 7, angeboten. Diese Schokolade gibt der Bürgerservice für den Weltladen Frankenthal zu den bekannten Öffnungszeiten ab.

Was bedeutet Fairtrade?

Fairtrade steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen von Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, Mitarbeitern und Beschäftigten in Afrika, Asien und Lateinamerika. Diese profitieren durch Fairtrade von stabilen Mindestpreisen, von einer Fairtrade-Prämie und von der Förderung von umweltschonendem Anbau der Produkte, wie z. B. Kaffee. Fairtrade ist die einzige globale faire Handelsbewegung, die den Produzenten zu 50 Prozent gehört. Die Produzenten sind somit Teil der wichtigsten Entscheidungen.

Das Fairtrade-Siegel steht für einen festen Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion vor Ort deckt, und es steht für das Verbot von Diskriminierung, Zwangsarbeit und ausbeuterischer Kinderarbeit. Die Einhaltung der Fairtrade-Standards wird vom unabhängigen Zertifizierer FLOCERT kontrolliert.

Die Fairtrade-Prämien, die Transfair zahlt, werden von den Bauern-Kooperativen für Gemeinschaftsprojekte verwendet, die allen zu Gute kommen. So konnten zum Beispiel mit Fairtrade-Prämien Schulen gebaut und ausgestattet und Lehrer angestellt werden.

Fairtrade bedeutet aber auch, dass sich jeder einzelne von uns für einen gerechteren Handel stark machen kann. Fragen Sie in den Frankenthaler Fachgeschäften nach Fairtradeprodukten. Immer mehr Einzelhändler und Discounter machen mit und unterstützen den Fairtradegedanken.

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Stadt Frankenthal seit 2017 Fair-Trade-Stadt

Oberbürgermeister Martin Hebich nahm im Vorfeld der Stadtratssitzung am 8. Februar 2017 die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt entgegen.              

Die Stadt Frankenthal (Pfalz) reiht sich damit in die lange Liste anderer Städte ein, die in den letzten Jahren ebenfalls die Auszeichnung zur Fairtrade-Stadt erhalten haben.

"My Fair Ladies and Gentlemen", mit diesen Worten begrüßte der Fairtrade-Ehrenbotschafter Manfred Holz die zahlreich erschienenen Gäste der Auszeichnungsfeier Fairtrade-Town Frankenthal (Pfalz) im CongressForum Frankenthal.             

Oberbürgermeister Martin Hebich, der Ehrenbotschafter Manfred Holz und Ralf Zeeb, dankten in ihren Redebeiträgen allen Beteiligten, die zum Erreichen der Auszeichnung Fairtrade-Town Frankenthal (Pfalz) beigetragen haben.

Der Vorsitzende der Steuerungsgruppe, Ralf Zeeb, ging in seinem Grußwort auf einen mitunter steinigen Weg im fairen Miteinander ein, warb aber darum, in diesem Bemühen nicht nach zulassen, sei es mit Kleinigkeiten, wie z. B.  der Frankenthaler Fairtrade-Schokolade.

Die Stadt Frankenthal wurde im November 2018 für weitere zwei Jahre rezertifiziert.