Kellersanierung: Erkenbert-Museum geschlossen

Foto: Stadt Frankenthal, Sebastian Weindel

Seit dem 20. März steht die Räumung des Kellerdepots im Erkenbert-Museum auf der Agenda. Erforderlich ist dies als vorbereitende Maßnahme für die Trockenlegung der Kellerräume, die im Herbst 2019 als erster Schritt der umfassenden Sanierung des Museums erforderlich ist. Die Schließung wird voraussichtlich bis zum Jahresende andauern.

 

 „In der Zeit der Schließung werden wir im Rahmen des Konzeptes „Museum in der Stadt“ in verschiedenen städtischen Institutionen in Form von Vitrinenausstellungen und Aktionen Präsenz zeigen“ kündigt Maria Lucia Weigel, Leiterin des Erkenbert-Museum an.

Raumbedarf und Brandschutz erfordern die komplette Schließung des Hauses, wirbt die Mu-seumsleitung um Verständnis. Da die Depotbestände bisher nur zu einem sehr geringen Teil digital inventarisiert sind, werden im Foyer Arbeitsplätze für die Museologinnen zur Notinven-tarisierung eingerichtet. Diese Arbeit wird mehrere Monate in Anspruch nehmen. Anschlie-ßend werden die Depotbestände in externen Räumlichkeiten untergebracht, die den Anforde-rungen der Einlagerung musealer Objekte genügen. Durch die Umnutzung des Foyers ist der vom Brandschutz geforderte zweiten Rettungsweg nicht mehr gegeben. Folglich ist die Be-sichtigung der Ausstellungsräume im Obergeschoß nicht mehr zulässig.

Vor der offizielle Räumungsphase hat die Landesarchäologie Außenstelle Speyer der Gene-raldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz bereits Ende Februar die Speyerer Leihgaben abgeholt. Eine Ausnahme stellt das Pferdeskelett aus der Merowingerzeit, „Lissy“ genannt, dar. Es ist kaum transportierbar, soll eingeschalt werden und während der Bauzeit im Keller verbleiben.