Bürgerdialog - Albert-Frankenthal-Quartier -

Das Foto zeigt eine Blick auf das KBA-Gebäude und lädt zum Bürgerdialog am 11.2.2017 ein.

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

mit dem Bürgerdialog am 11. Februar 2017 sind wir in die erste Phase der aktiven Bürgerbeteiligung zur Planung des neuen Albert-Frankenthal Quartiers eingetreten.

 

Dieser war uns besonderes wichtig, da wir mit Ihnen gemeinsam die Entwicklung des neuen zentralen Stadtquartiers voranbringen wollen.

Eine eigene Internetseite zum Projekt wurde auf http://www.albert-frankenthal-quartier.de/ eingerichtet.

Ich bedanke mich für Ihre rege Teilnahme am vergangenen Samstag, 11. Februar 2017!


Martin Hebich

Oberbürgermeister der Stadt Frankenthal

In der mehr als 150-jährigen Geschichte der Firma Albert-Frankenthal am Standort Lambsheimer Straße in Frankenthal hat sich die städtebauliche Gestalt des Werks­geländes als auch seines Umfeldes und der Nachbarschaft immer wieder verformt, neu erfunden und erwei­tert. Dieser beständige Prozess ist Ausdruck einer immanenten zivilgesellschaftlichen Dynamik, die durch eine hohe Komplexität geprägt wird. Hierbei stehen wirtschaftliche Interessen, ebenso wie Zeitgeist, Politik und vor allem die Menschen in unmittelbarem Zusammenhang mit diesen Veränderungen. Dementsprechend stellen die aktuellen Pla­nungen am Standort nicht das Ende ei­ner Entwicklung sondern der Anfang des „Albert-Frankenthal Quartiers“, im Herzen der Stadt Frankenthal, dar.

Im Zuge eines von der Stadt Frankenthal initiierten kooperativen Planungsprozesses mit der Flächeneigentümerin der KBA AG wurde binnen eines Jahres mit Unterstützung des Ingenieurbüros FIRU mbH „Forschungs- und Informations-Gesellschaft für Fach- und Rechtsfragen der Raum- und Umweltplanung mbH“ sowie weiterer Fachgutachter der Masterplanentwurf „Albert-Frankenthal Quartier“ erarbeitet und soll als Grundlage für die Konversion des 8,5 ha großen Areals dienen. Der Entwurf versteht sich nicht als starres, restriktives Regelwerk. Vielmehr soll er den Rahmen der stadtentwicklungsplanerischen Vorgaben auf einer abstrakten Ebene definieren und zugleich zielgerichtete städtebauliche, freiraumplanerische sowie verkehrsplanerische Ziele und Qualitäten formulieren. Diese wurden bewusst flexibel gehalten, um über einen langfristigen Entwicklungsprozess hinweg wirksam werden zu können.

Die Nachnutzungen der Flächen und Gebäude sollen nachhaltig, flexibel, anpassbar, robust sowie zukunftsfähig ausgestaltet werden und als Leitgedanke bei der Entwicklung der Teilbereiche „Entrée“ – „Erbe“ – „Forum“ – „KBA kompakt“ – und „Wohnen“ berücksichtigt werden. Die im Masterplanentwurf abgegrenzten Teilbereiche sind aufgrund ihrer Baustruktur, städtebaulichen Lage und Standortanforderungen für bestimmte Nutzungen besonders geeignet. Durch deren Abfolge soll das Quartier eine prägende Nutzungsvielfalt im Spektrum von Verwaltung, Schulung, Dienstleistung, Gewerbe, Büro, Gastronomie, Kultur, Handwerk und Wohnen erhalten und dadurch die Attraktivität des gesamten Stadtviertels maßgeblich positiv beeinflussen.

Die Transformation des Werksgeländes hin zu einem pulsierenden Stadtquartier kann aus Sicht der Stadt Frankenthal allerdings nur dann erfolgen, wenn die Bürgerinnen und Bürger in die Planungen einbezogen werden und das Quartier durch Vorschläge, Ideen und Wünsche aktiv mitgestalten. Diese Chance wurde anlässlich des Bürgerdialogs von vielen Bürgern genutzt, wofür wir sehr dankbar sind.